Bianca Iosivoni - Autor
© Olivier Favre

Bianca Iosivoni


Schon seit frühester Kindheit ist Bianca Iosivoni, geb. 1986, von Geschichten fasziniert. Mindestens ebenso lange begleiten diese Geschichten sie durch ihr Leben. Den Kopf voller Ideen begann sie als Teenager mit dem Schreiben und kann sich seither nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören.

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Steckbrief

Im Autorensteckbrief: Bianca Iosivoni über ihr Buch "Der letzte erste Song"

Lieblingssatz aus „Der letzte erste Song“:Grace war mittlerweile so viel mehr für mich als eine bloße Freundin, Kommilitonin oder Bandkollegin. Viel mehr, als ich in Worte fassen könnte. Aber ich würde einen Song finden, der es konnte.Die Stelle im Buch, die am schwierigsten zu schreiben war:Ich gla...

Lieblingssatz aus „Der letzte erste Song“:
Grace war mittlerweile so viel mehr für mich als eine bloße Freundin, Kommilitonin oder Bandkollegin. Viel mehr, als ich in Worte fassen könnte. Aber ich würde einen Song finden, der es konnte.
Die Stelle im Buch, die am schwierigsten zu schreiben war:
Ich glaube, das waren die Stellen, in denen es darum geht, wie sich die Sache zwischen Mason und Jenny auflöst.
Dein absolutes Lieblingslied zum Buch:
„Despacito“ in der Cover-Version von Kurt Hugo Schneider, Sam Tsui und Alyson Stoner uuund natürlich noch „Secret Love Song“ von Little Mix und Jason Derulo, DER Song für Mason und Grace.
Der perfekte Ort, um das Buch zu lesen:
Der Ort spielt gar keine so große Rolle, aber man sollte unbedingt Musik dazu hören! Idealerweise die Playlist zum Buch :D
Welchem Rockstar würdest du das Buch gern überreichen und welche Widmung stünde drin?
Schwere Frage! Als Erstes sind mir Imagine Dragons eingefallen und ich würde mich dafür bedanken, dass mich ihre Lieder immer wieder inspirieren.
Kannst du singen?
Nicht wirklich und das will keiner hören :D
Was ist schöner: den letzten Satz zu Ende gebracht zu haben oder das fertige Buch in Händen zu halten?
Das fertige Buch in den Händen zu halten, zu streicheln und zu knuddeln.
Wer oder was hilft, wenn es mal schwierig ist, weiterzuschreiben?
BetaleserInnen, befreundete AutorInnen, meine Lektorinnen und Agentinnen.
Was war zuerst da: die Story oder eine Figur aus dem Buch?
Zuallererst waren Elle und Luke da und die Szene, in der Elle frühmorgens gegen Lukes Wohnheimtür hämmert, um ihn zur Schnecke zu machen. Das war die allererste Idee zur Firsts-Reihe und diese Szene hat es glücklicherweise auch ins Buch („Der letzte erste Kuss“) geschafft. Tate, Trevor und Mason waren auf einmal einfach da. Emery und Grace habe ich aus der „Promises of Forever“-Reihe übernommen und an die Blackhill University geschickt.
Wie wichtig sind Freunde, Familie, Berater beim Schreiben?
Sehr wichtig, vor allem in schwierigen Phasen, zum Brainstormen oder einfach, um einen aus der Schreibhöhle hervorzulocken und ein bisschen abzulenken.
Lieber akkurat durchplanen oder erstmal drauflosschreiben?
Beides! Ich plane tatsächlich erstmal grob, lege anschließend die Kapitel und Szenen an, von denen ich weiß, dass sie in der Geschichte passieren müssen – und dann schreibe ich drauflos. Beim Schreiben selbst verschiebt und ändert sich noch einiges, aber mir ist es wichtig, dass die Grundstruktur des Romans von Anfang an feststeht, und ich weiß, wie die Geschichte enden wird.
Wer das Buch liest, fühlt sich nach der letzten Seite…?
Glücklich, wehmütig und auch ein bisschen traurig, weil die Reihe damit zu Ende ist.
Hand aufs Herz: Welchen Rockstar würdest du gerne daten?
Im echten Leben? Wahrscheinlich keinen. Fiktive Rockstars? Da würden mir so einige einfallen, allen voran so ziemlich alle Jungs aus der „The Last Ones To Know“-Reihe von Jamie Shaw und natürlich Malcolm aus der „Rockstars“-Reihe von Kylie Scott.

Interview

Bianca Iosivoni über ihren neuen Roman "Falling fast" | 15.05.2015

Liebe Bianca, am 27. Mai erscheint dein neuer Roman FALLING FAST im LYX Verlag, im Juli geht es auch schon weiter mit Teil zwei der Reihe FLYING HIGH. Was hat dich zu der Geschichte inspiriert?Ich hatte eine Protagonistin wie Hailee schon lange im Kopf, allerdings nur vage und ohne einen konkreten P...

Liebe Bianca, am 27. Mai erscheint dein neuer Roman FALLING FAST im LYX Verlag, im Juli geht es auch schon weiter mit Teil zwei der Reihe FLYING HIGH. Was hat dich zu der Geschichte inspiriert?
Ich hatte eine Protagonistin wie Hailee schon lange im Kopf, allerdings nur vage und ohne einen konkreten Plot. Dann kam ein sehr langer Tag auf der Frankfurter Buchmesse 2017, nach dem ich nicht sofort einschlafen konnte und noch etwas Musik gehört habe. Mit Brave von Sara Bareilles und Shout Out to My Ex von Little Mix kam dann plötzlich Hailee in mein Leben getanzt. Und von da an ging alles ziemlich schnell. Die beiden Songs sind übrigens auch auf der Playlist von FALLING FAST, die im Buch zu finden ist.
All deine Bücher spielen in den USA, hat das einen bestimmten Grund? Könntest du dir vorstellen, eine Geschichte auch mal in Deutschland oder in Europa spielen zu lassen?
Zu New Adult-Büchern passt das amerikanische College-Setting meiner Meinung nach einfach am besten. Und auch zu Roadtrips, wie Hailee einen den Sommer über macht. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, Geschichten auch in Europa spielen zu lassen. Haltet einfach mal die Augen offen, was so als Nächstes von mir erscheint.
Deine Protagonistin Hailee befindet sich auf einem Roadtrip und will all die Dinge machen, die sie sich bisher noch nicht getraut hat. Unter anderem schreibt sie während der Geschichte an einem Kinderbuch. Kannst du dir selbst vorstellen, etwas ganz anderes als Fantasy – oder Liebesromane zu schreiben? Zum Beispiel auch ein Kinderbuch?
Ein Kinderbuch kann ich mir momentan nicht vorstellen, aber ich sage ja immer, dass ich gerne mal einen Thriller schreiben möchte. Irgendwann setze ich das auch in die Tat um.
Gleich zu Beginn der Geschichte tauchen wir in ein ernstes Setting der Geschichte ein – Hailee befindet sich auf einem Friedhof und stolpert kurz darauf in eine Geburtstagsparty eines Verstorbenen. Generell beschäftigt sich dein Buch sehr viel mit dem Thema Verlust und Trauer – hattest du Unterstützung von Betaleser*innen?
Ich hatte großartige Betaleserinnen, Testleserinnen und Sensitivy Reader, die mir bei beiden Büchern geholfen haben. Ohne ihre Unterstützung, genauso wie die meiner Lektorinnen, wäre Hailees und Chase‘ Geschichte heute nicht das, was sie ist.
Deine Geschichte spielt in einer Kleinstadt in Virginia, in den tiefsten Südstaaten, umgeben von reichlich Natur, den Blue Ridge Mountains und glitzernden Seen. Wieso hast du dir gerade das Südstaatensetting und das Kleinstadtidyll für deine Geschichte ausgesucht?
Eigentlich sollte Fairwood in Minnesota angesiedelt sein, aber das hat nicht so richtig gepasst – dafür kommt Hailee jetzt ursprünglich aus Minnesota. Auf das Shenandoah-Tal in Virginia bin ich durch Zufall bei der Recherche gestoßen, habe mich sofort verliebt und wusste: genau hier muss diese Geschichte spielen. Ich wollte eine Kleinstadt mit Wohlfühlfaktor und Wiedererkennungswert. Quasi Stars Hollow, der Ort in dem Gilmore Girls spielt, im Buchformat, aber ich wollte auch das typische Südstaaten-Feeling und viel Natur. Wer meine New Adult Bücher kennt, weiß, dass ich meine Protagonisten gerne raus in die Natur zum Wandern, Schwimmen, Campen und Abenteuer erleben schicke.
Hailee hat in einer Szene Angst vor Gewitter – gibt es auch etwas, wovor du Angst hast?
Riesenräder. Ich habe kein Problem mit Höhen und setze mich auch gerne an den Rand einer endlos hohen Klippe, um die Beine baumeln zu lassen und die Aussicht zu genießen, z.B. in Schottland und Irland. Aber in einem Riesenrad kriege ich Panik, denn es müsste ja nur eine einzige Schraube locker sein – und dann kann alles passieren.
Deine Protagonistin Hailee steckt sich verschiedene Ziele, sie möchte mutig sein und Dinge erleben, die gar nicht in ihrer Komfortzone liegen. Musst du dich manchmal auch dazu überwinden, bestimmte Dinge zu tun, um dir selbst zu beweisen, dass du das kannst?
Ich glaube, wir müssen uns ständig dazu überwinden, gewisse Dinge zu tun, sei es im Alltag oder eben unterwegs auf Reisen. Also ja, definitiv. Aber ich genieße es auch total, meine Grenzen zu testen und mir zu beweisen, dass ich manche Dinge eben doch kann, auch wenn es vorher aussichtslos aussah.
Wenn du dich selbst auf einem Roadtrip befinden würdest – durch welches Land oder durch welchen Kontinent würdest du reisen und wen würdest du am liebsten mitnehmen?
Die Frage ist eher: Welches Land und welchen Kontinent würde ich nicht bereisen wollen, denn meine Reiseliste ist sehr lang. Je nach Roadtrip und Dauer würde ich dann auch die unterschiedlichsten Leute mitnehmen wollen.
Was möchtest du in deinem Leben unbedingt noch getan und erlebt haben?
Ich möchte noch so viele Länder bereisen und Orte sehen, wie ich nur kann, und dabei auch weiterhin die Möglichkeit haben, zu schreiben und meine Geschichten mit euch zu teilen.
All deine Nebenfiguren haben ihre eigene Geschichte und eigene Beweggründe, was deinen Roman sehr vielschichtig macht. Wie lang brauchst du dafür, dir diese Fülle an interessanten Charakteren zu gestalten? Und findest du es manchmal schade, dass sie „nur“ Nebencharaktere geworden sind?
Dazu kann ich etwas Witziges erzählen: Mit Buchanfängen tue ich mich generell schwer, aber FALLING FAST hat es mir wirklich nicht leicht gemacht. Anfangs habe ich die Clique aus der FIRSTS-Reihe so sehr vermisst, dass ich mir irgendwann dachte: „Argh, jetzt soll ich all diese neuen Nebencharaktere entwickeln, dabei kriegen die nicht mal ihre eigene Story! Das ist doch total langweilig und wird nie so wie bei den FIRSTS!“ Ich hatte zumindest teilweise recht: FALLING FAST und FLYING HIGH sind völlig anders geworden als die FIRSTS-Reihe, mir aber dennoch unglaublich ans Herz gewachsen. Die Protagonisten und die wichtigen Nebencharaktere entwickle ich zumindest grob vor dem eigentlichen Schreiben. Aber erst beim Schreiben, wenn ich selbst in die Geschichte eintauche und mit Hailee und Chase in Fairwood bin, erwachen auch die Nebencharaktere zum Leben, kriegen ihre Ecken und Kanten und natürlich ihre Hintergrundgeschichten. Mir ist es wichtig, dass jede Figur eine wichtige Rolle für die Story spielt und dass man sie sich als Protagonist*in ihrer bzw. seiner eigenen Geschichte vorstellen könnte. Nur das macht sie in meinen Augen wirklich realistisch. Und, um auf die Frage zurückzukommen, ja, manchmal finde ich es tatsächlich schade, dass sie „nur“ Nebencharaktere sind, aber bei FALLING FAST habe ich das Gefühl, auch ihre Geschichten erzählt zu haben, was mich unheimlich freut.