Das Joshua-Profil
 - Sebastian Fitzek - Hardcover

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19,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Thriller
Hardcover
430 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2545-0
Ersterscheinung: 26.10.2015

Das Joshua-Profil

(43)

Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.

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Pressestimmen

„[...]Es wäre unfair, zu viel von der Geschichte zu verraten, die an den Nerven zerrt, manchmal vor Spannung nicht zu ertragen ist und voller überraschender Wendungen steckt – besonders dann, wenn man gerade mal wieder aufatmen möchte.“
„Fitzek ist ein Könner, jeder Satz sagt einem das.“
„Der Plot ist, wie stets bei Fitzek, klug konstruiert."
„Sebastian Fitzek versteht es, seine Helden als einfühlende Menschen zu beschreiben, und er schafft es scheinbar mühelos, ernsthafte Themen aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und zugleich in eine so unterhaltende wie an die Nieren gehende Geschichte zu packen.“
„Ein solider, unterhaltsamer Thriller, über dessen Kernbotschaft es nachzudenken lohnt.“

Rezensionen aus der Lesejury (43)

MikkaLiest MikkaLiest

Veröffentlicht am 08.06.2017

Rettung via Wildschwein

Am 14. Oktober 2016 erschien "Die Blutschule" von Max Rhode, einem bis dato gänzlich unbekannten Autor. Zwölf Tage später erschien "Das Joshua-Profil" von Sebastian Fitzek, - in dem es um den erfolglosen ... …mehr

Am 14. Oktober 2016 erschien "Die Blutschule" von Max Rhode, einem bis dato gänzlich unbekannten Autor. Zwölf Tage später erschien "Das Joshua-Profil" von Sebastian Fitzek, - in dem es um den erfolglosen Autor Max Rhode geht, dessen einziger großer Erfolg sein Debütroman war: "Die Blutschule".

Ja, Max Rhode gibt es gar nicht, beziehungsweise: Max Rhode und Sebastian Fitzek sind ein und dieselbe Person.

Genial, dachte ich damals. Was für eine großartige Idee, eine fiktive Figur ein Buch schreiben zu lassen und das dann auch zu veröffentlichen! Fasziniert beschloss ich, beide Bücher zu lesen - doch leider erwartete mich eine große Ernüchterung, denn "Die Blutschule" fand ich, ehrlich gesagt, bemüht schockierend und banal. (Kurz fragte ich mich sogar, ob das so beabsichtigt sein könnte, um zu zeigen, warum Max Rhode so ein erfolgloser Autor ist!) Aber gut, dachte ich, vielleicht lohnt es sich dann, wenn ich "Das Joshua-Profil" lese.

Tja, was soll ich sagen.

Vor zwei Tagen war ich etwa zur Hälfte durch und erwog ernsthaft, das Buch einfach abzubrechen. Das habe ich dann zwar nicht getan, überzeugen konnte es mich aber keineswegs.

Um erstmal mit etwas Positivem anzufangen: Sebastian Fitzek spricht hier wichtige und interessante Themen an. Im Mittelpunkt steht etwas, das man aus zum Beispiel aus dem Film "Minority Report" kennt, was aber beileibe keine Science Fiction mehr ist: die Auswertung über eine Person gesammelter Daten, um vorauszuberechnen, welche Straftaten sie in der Zukunft begehen wird. Da ist es bis zur Vorverurteilung nur ein kleiner Schritt, und heute, wo die meisten Menschen ihre Daten freiwillig auf sozialen Medien preisgeben und es ein Klacks ist, ihre Einkäufe über Kundenkarten zurückzuverfolgen, ist das Sammeln einfacher denn je! Außerdem spricht der Autor Themen wie Kindesmissbrauch, Pädophilie und Rehabilitierung an.

Leider fand ich die Umsetzung dieser Themen nur wenig gelungen.

Die meisten Szenen sind sehr kurz, und allzu viele davon enden mit einem künstlichen "Cliffhanger": dem Leser wird suggeriert, es sei etwas Schreckliches geschehen - dann Schnitt, nächste Szene, und später erfährt man, übertragen gesprochen, dass die Blutlache doch nur Ketchup war. Wenn dieses Stilmittel gezielt und sparsam eingesetzt wird, kann es durchaus Spannung erzeugen! Wenn es allerdings in gefühlt jeder zweiten Szene vorkommt, bewirkt es bei mir das Gegenteil und es fällt mir schwer, das Buch noch ernstzunehmen.

Auch das Stilmittel des "deus ex machina" wird überstrapaziert: die Rettung durch ein vollkommen unmotiviert eintretendes Ereignis. Wenn sonst gar nichts mehr geht, prescht eben ein wütendes Wildschwein durch die Szene und rettet den Tag. (Ohne Scherz.)

Obwohl das Buch jede Menge Action bietet, kam bei mir daher schnell überhaupt keine Spannung mehr auf.

Die Charaktere könnten von ihren Anlagen her eigentlich interessant sein, aber sie kranken in meinen Augen daran, dass sie sich nicht natürlich anhand ihrer Erlebnisse weiterentwickeln, sondern anhand dessen, wie es gerade in die Geschichte passt, oft sehr sprunghaft und auf größtmöglichsten Überraschungseffekt angelegt. Manchmal kam es mir dann vor, als würde ich über zwei ganz verschiedene Personen lesen!

Max Tochter Jola ist zehn, wirkt aber oft wie eine taffe Erwachsene und kann auch dann noch erstaunlich klar denken, wenn jemand eine Pistole auf sie gerichtet hat und sie damit rechnen muss, jeden Moment erschossen zu werden. (Außerdem müsste sie gegen Ende eigentlich komplett traumatisiert sein, denn ihr stößt eine unsägliche Anzahl schlimmer Dinge zu.)

Die Gefühle der Protagonisten kamen bei mir oft nicht an. Mir wird zum Beispiel gesagt, dass Jola Panik empfindet, aber es wird mir nicht so gezeigt, dass ich es mitempfinden könnte.

Die Glaubwürdigkeit geriet für mich schnell ins Wanken. Vieles erschien mir viel zu überzogen, viel zu extrem, viel zu wenig plausibel. Die Menschen, die im Hintergrund die Strippen ziehen, wirken fast schon allmächtig.

Der Schreibstil wirkte auf mich... Durchwachsen. Oft einfach und eher flach, dann wieder mit übertrieben dramatischen, für mich nicht stimmigen Metaphern, und nur manchmal so packend und dicht-atmosphärisch, wie ich es aus seinen anderen Büchern in Erinnerung hatte.

Fazit:
Viele der angesprochenen Themen sind wichtig und interessant, vom gläsernen Menschen und "predictive policing" bis hin zu Pädophilie und Rehabilitation. Eine actionreiche Szene jagt die nächste, wobei jede zweite mit einem erzwungen dramatischen Höhepunkt endet: Tod! Verderben! Und dann zwei Szenen später meist die Entwarnung: oh, doch nicht... Auf Dauer raubte mir das jede Spannung, und auch die Glaubwürdigkeit nahm für mich im Laufe des Buches immer mehr ab. Auch die Charaktere erschienen mir nicht in sich stimmig.

Nach "Die Blutschule" ist nun leider auch "Das Joshua-Profil" für mich eine große Enttäuschung.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

kayla kayla

Veröffentlicht am 18.05.2017

Spannender Berlinthriller

Max Rhode ist Schriftsteller und lebt mit Frau und Kind in Berlin. Zwar ist die zehnjährige Jola adoptiert, aber dies tut der Vaterliebe keinen Abbruch.
Eines Tages verwandelt sich Max‘ Leben in einen ... …mehr

Max Rhode ist Schriftsteller und lebt mit Frau und Kind in Berlin. Zwar ist die zehnjährige Jola adoptiert, aber dies tut der Vaterliebe keinen Abbruch.
Eines Tages verwandelt sich Max‘ Leben in einen Alptraum – Jola soll zu ihren drogensüchtigen Eltern zurück.
Und Max wird plötzlich gejagt, er soll ein Verbrecher sein, das Verbrechen allerdings noch in der Mache.
Als Jola entführt wird, setzt Max alles daran, seine Tochter zu finden, auch wenn die Entführung angeblich Jolas Schutz dienen soll.
Zusammen mit seinem ungeliebten Bruder Cosmo und der Kurierfahrerin Frida ist Max auf der Suche und zugleich auf der Flucht vor einer düsteren Prophezeiung…


Ich habe versucht, in dieser Kurzzusammenfassung nicht zu spoilern. Nur soviel – Fitzek ist von Haus aus Jurist und spielt in seinem Roman diverse Szenarien durch, nicht alle sind absurd. Dies erklärt er auch sehr schön im Nachwort – damit macht er es dem Leser leicht, zu leicht womöglich?
Die Fitzek – Thriller sind so etwas wie mein guilty pleasure, denn literarisch tendiert ihr Wert leider gegen Null. Stilistisch und sprachlich ist „Das Joshua – Profil“ relativ simpel gestaltet. Lineare Erzählweise und Formulierungen, die fast schon umgangssprachlich klingen: „[…] wie wenn[…]“.
Als Leser sollte man nicht allzu viel Tiefgang oder stilistische Finessen erwarten. Fitzeks Roman tangiert philosophisch – ethische Fragestellungen, und um der Spannung willen schneidet er die Themen eben nur an und geht nicht in die Tiefe, ganz klar ist, dass der Thriller primär ein Unterhaltungsroman sein will. Ein sehr guter Unterhaltungsroman, wie ich finde. Andererseits ist es aber auch ein wenig schade, dass der Autor nicht mehr Sitzfleisch für einen fetten Schmöker hatte, aber eine ausführliche Erörterung in Buchform würden passionierte (Fast Food) Thrillerleser vielleicht nicht mittragen.
Ob wohl Verkaufsüberlegungen eine Rolle spielten?
Be as it may, „Das Joshua-Profil“ ist ein sehr spannender Berlin – Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte, obwohl manche Elemente übertrieben und auch ein wenig unlogisch waren.
Spitze finde ich aber die Berlin – Bezüge, die realistisch, frisch und modern wirken. Auch die Charakterisierung der kleinen Jola ist Fitzek sehr gut gelungen, und die Liebe Rhodes zu seiner Tochter ist wirklich rührend und glaubwürdig! Toll fand ich auch die Figur des Anwaltes, ein unkonventioneller Typ, aber juristisch voll auf Zack. Die weiblichen Figuren sind mir aber zu schematisch gezeichnet – bitchy die Eine, bestechlich die Andere, gerecht die Dritte…
Der Thriller ist spannend und mitreißend, literarisches Fast Food, das gebe ich gerne zu, aber spannend und höchst unterhaltsam! Ich vergebe für „Das Joshua – Profil“ von Sebastian Fitzek 4,5 von fünf möglichen Sternen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

LOVELYAH LOVELYAH

Veröffentlicht am 17.05.2017

Spannend bis zur letzten Seite

Sebastian Fitzek ist mein Lieblingsautor, deswegen bin ich an dieses Buch schon mit großen Erwartungen hingegangen... und wurde nicht enttäuscht. Er schafft es schon im ersten Kapitel Spannung zu erzeugen, ... …mehr

Sebastian Fitzek ist mein Lieblingsautor, deswegen bin ich an dieses Buch schon mit großen Erwartungen hingegangen... und wurde nicht enttäuscht. Er schafft es schon im ersten Kapitel Spannung zu erzeugen, die es einem unmöglich macht das Buch auch nur für eine Sekunde aus der Hand zu legen. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich das Buch fertig gelesen. Fitzek hat das Talent einen denken zu lassen, der Fall sei abgeschlossen und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen, um dann noch eins draufzusetzen, was man überhaupt nicht erwartet hat. Das war bis jetzt bei jedem seiner Bücher so und bei diesem eben auch, so eine Art Markenzeichen von ihm.
Zum Inhalt des Buches selber: Es geht um Missbrauch von Kindern und Pädophilie. Ein schwieriges Thema, was sich vielleicht nicht jeder traut so offen anzusprechen. Im Nachwort sind sehr viele Infos dazu, was es einem auch leichter macht, solche Menschen nicht gleich alle in eine Schublade zu stecken. Auch während des Lesens ist mir Cosmo immer sympathischer geworden. Wer das Buch gelesen hat, wird verstehen, was ich meine. Das Lesen war sehr einfach, da die Kapitel relativ kurz waren. Es wurde auch immer von einer anderen Sichtweise erzählt, also immer aus der Sicht von einer anderen Figur. Das war sehr interessant, da man so die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten konnte. Auch das Cover zu dem Buch finde ich sehr passend gewählt. Dieses Fadenspiel, was eigentlich ein Spiel für Kinder ist, mit der Frage „Hast du die Fäden für dein Leben noch in der Hand?“, was man in diesem Fall ganz klar mit „Nein“ beantworten kann. Man sieht hier wieder sehr schön, wie schnell man ausgetrickst werden kann und somit in die Rolle des Opfers gerät, das sein Leben dadurch eben nicht mehr ohne Hilfe im Griff hat. Kurz gesagt, ein sehr guter und spannender Thriller, wie bis jetzt jeder von Sebastian Fitzek. Sehr empfehlenswert!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Daggi Daggi

Veröffentlicht am 07.05.2017

Spannend konstruiert mit interessanten Wendungen

Inhalt
Der Autor Max Rhode ist im Gegensatz zu seinem Bruder Cosmo, der sich in Sicherheitsverwahrung befindet, noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Doch er gerät ins Visier einer Gruppierung, ... …mehr

Inhalt
Der Autor Max Rhode ist im Gegensatz zu seinem Bruder Cosmo, der sich in Sicherheitsverwahrung befindet, noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Doch er gerät ins Visier einer Gruppierung, die ihn verdächtigt, seiner Tochter Jola etwas antun zu wollen, deshalb soll er ausgeschalten werden um Jola zu retten. Max, der sich noch mit Lehrern und Jugendamt auseinandersetzt, hat keine Ahnung, dass sein Leben in Gefahr ist.

Protagonisten
Max Rhode hat mit seinem ersten Roman einen Bestseller geschrieben, aber seine nächsten Bücher konnten nicht an diesen Erfolg anknüpfen. Durch den ausbleibenden Erfolg leidet auch seine Ehe zu der Pilotin Kirsten. Für seine Tochter Jola, die als Pflegekind in die Familie gekommen ist, würde er alles tun.

Meine Gedanken zum Buch
„Das Joshua-Profil“ ist einmal mehr ein sehr gut konstruierter Thriller aus der Feder von Sebastian Fitzek. Die Geschichte hat mich schon nach den ersten Seiten in ihren Bann gezogen und ist durchgehend spannend, Einige Wendungen kamen für mich völlig unerwartet und gerade mir als Schubladendenker wurde wieder einmal klar, dass einige Menschen nicht so sind, wie sie zu sein scheinen.

Die Idee, die hinter dem Joshua-Profil steht, hat mich fasziniert. Ähnlich wie bei den Thrillern von Marc Elsberg muss ich mich fragen, was von dem, was der Autor hier beschreibt, ist Fiktion und was ist heute bereits möglich.

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LevenyasBuchzeit LevenyasBuchzeit

Veröffentlicht am 06.05.2017

... Wer ist Joshua? ...

Das Joshua-Profil

Sebastian Fitzek, Jahrgang 1971, geboren in Berlin, entschied sich nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion zum Dr. jur. gegen einen juristischen Beruf und für eine ... …mehr

Das Joshua-Profil

Sebastian Fitzek, Jahrgang 1971, geboren in Berlin, entschied sich nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion zum Dr. jur. gegen einen juristischen Beruf und für eine kreative Tätigkeit in den Medien. Nach dem Volontariat bei einem privaten Hörfunksender wechselte er als Unterhaltungschef und später als Chefredakteur zur Konkurrenz und machte sich danach als Unternehmensberater und Formatentwickler für zahlreiche Medienunternehmen in Europa selbständig. Er lebt in Berlin, wo er derzeit in der Programmdirektion eines großen Hauptstadtsenders tätig ist.
"Mit so einem großem Erfolg hätte ich nie gerechnet", sagt Fitzek zu BILD. "Die Resonanz auf das Buch ist unglaublich. Jeden Tag bekomme ich seitenlange Leserpost."
(Quelle:http://www.luebbe.de/Personen/Details/Sebastian+Fitzek).

Website des Autors:
http://www.sebastianfitzek.de/
Website zum Buch:
http://joshua-profil.de/

Erster Satz:
„Es sah aus wie in einem Klassenzimmer.“

Klappentext:
Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.

Cover:
Das Cover hat mich auf Anhieb angesprochen und sofort neugierig gemacht. Zu sehen sind zwei Hände, die Fäden zwischen den Fingern gesponnen haben. Es sieht für mich aus wie ein Netz, aus dem man sich nur schwer wieder befreien kann. Es passt, wie ich finde, sehr gut zum Inhalt des Buches und spricht total für sich. Ich mag es sehr und finde es passend und ansprechend gewählt.

Meinung:
Nachdem ich mit großer Begeisterung „Noah“ gelesen habe, habe ich mich sehr darüber gefreut, „Das Joshua-Profil“ zu Weihnachten zu bekommen. Hatte ich erst einmal mit dem Buch angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören!

Erzählt wird uns die Geschichte überwiegend aus der Sicht von Max Rhode, der ein erfolgloser Schriftsteller ist und zusammenmit seiner Frau und seiner Pflegetochter Jola in Berlin lebt. Ich kann es nicht erklären, aber er war mir sofort sympathisch. Für seine Familie und vor allem für seine Pflegetochter Jola würde er alles tun. Als er eines Tages einen mysteriösen Anruf erhält und von einem wildfremden Mann vor „Joshua“ gewarnt wird, hält er das Ganze für einen Scherz. Bis „Joshua“ tatsächlich hinter ihm her ist und sein Leben plötzlich komplett auf den Kopf gestellt wird …
Max ist fest entschlossen, für Jola alles zu riskieren und kommt dabei seiner lange verdrängten Kindheit gefährlich nahe. Alles scheint irgendwie zusammenzuhängen und als dann noch sein pädophiler vorbestrafter Bruder Cosmo auftaucht und rätselhafte Anmerkungen zu seinem einzigen Bucherfolg, „Die Blutschule“, hat, weiß er gar nicht mehr, was er noch glauben soll. Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mit Max mitgefiebert und war die ganze Zeit, wie er selber, von seiner Unschuld überzeugt. Aber „Joshua“ irrt nicht …
Sehr gut hat mir gefallen, dass manche Kapitel auch aus Sicht von anderen Personen geschrieben waren, wie z.B. aus Sicht von Jola oder Cosmo. Dadurch hat der Leser einen allumfassenden Blick auf die Geschehnisse bekommen und konnte sich die Sachen besser zusammen reimen und rätseln. Das war für mich bei der sehr komplexen Geschichte wirklich hilfreich.


Die Themen des Buches haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, von denen ich jetzt nicht zu viel verraten möchte. Sie haben mich fasziniert und zum nachdenken angeregt. Was für ein moralisches Dilemma, über das nachzudenken man wirklich Kopfschmerzen bekommt. Kann eine Maschine tatsächlich ein Verbrechen im Voraus erahnen und somit verhindern? Wie viel Kontrolle haben wir noch? Heutzutage ist die Technik nicht mehr wegzudenken und kaum einer, mich eingeschlossen, macht sich groß Gedanken darüber, welchen Abdruck, welche Daten und welche Informationen ich hinterlasse.

„Aber woher wissen Sie, dass die Ausnahme nicht zur Regel wird? Dass vielleicht gerade in diesem Moment jemand durch Ihr Notizbuch, Ihren elektronischen Kalender geht und sich anschaut, mit wem Sie sich treffen wollen?“
(S. 346)

Unser Protagonist Max hat diesen Kontrollverlust am eigenen Leib zu spüren bekommen und ich dachte die ganze Zeit über, das kann doch nicht angehen! Erschreckend faszinierend. Ganz tolle Thematik und vor allem sehr authentisch und überzeugend.

Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, angenehm und bildhaft. Er erzeugt eine wunderbar spannungsgeladene Atmosphäre, die einen dazu anhält, das Buch nicht aus der Hand legen zu können. Sehr actiongeladen fliegen wir von einer Szene zur nächsten und man kommt gar nicht schnell genug hinterher. Ich musste einfach wissen, wie es ausgeht und ob Max sein Vorhaben schafft. Großartig war für mich auch, dass es zum Ende noch einmal richtig spannend wurde. Gerade als man dacht, dass alles gut ausgegangen ist, legt der Autor noch eine Schippe oben drauf und man kann nur wieder den Atem anhalten. Einfach toll!

Was mich persönlich auch begeistert, ist, dass Sebastian Fitzek das Buch des erfolglosen und fictionalen Autors Max Rhode, „Die Blutschule“, ebenfalls geschrieben hat. Nachdem ich nun „Das Joshua-Profil“ gelesen habe und dort das Buch immer wieder erwähnt habe, werde ich mich nun an „Die Blutschule“ wagen.

„Das Joshua-Profil“ war für mich ein großartiges Buch, das mit einer knisternden Atmosphäre, einer brisanten Thematik und einem sehr sympathischen Protagonisten punkten kann. Von der ersten bis zur letzten Seite gab es Spannung, Action und ständig neue Wendungen. Ich werde von nun an bestimmt öfter zu einem von Sebastian Fitzeks Büchern greifen.
Dieses Buch ist für alle etwas, die ein Faible für Verschwörungstheorien, ganz viel Action und tolle Charaktere hat! Sein neustes Buch, „Das Paket“ erscheint im Oktober 2016 und ich freue mich jetzt schon sehr darauf!

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/

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Autor

Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek - Autor
© FinePic

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Nach einem Hörfunk-Volontariat und einem Studium der Rechtswissenschaften, arbeitete der im Urheberrecht promovierte Jurist mehrere Jahre als Chefredakteur und Programmdirektor verschiedener Radiostationen bis er Anfang 2000 damit begann, eine Geschichte aufzuschreiben, die ihm schon seit längerer Zeit im Kopf herumspukte. Heraus kam sein Debüt „Die …

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