Das Lächeln der Fortuna - Erweiterte Ausgabe
 - Rebecca Gablé - Taschenbuch

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18,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Historische Romane
Taschenbuch
1.757 Seiten
ISBN: 978-3-404-16944-3
Ersterscheinung: 22.11.2013

Das Lächeln der Fortuna - Erweiterte Ausgabe

Band 1 der Reihe "Waringham Saga"

(12)

Dies ist die Originalfassung von Rebecca Gablés Roman Das Lächeln der Fortuna. Das Originalmanuskript war lange Zeit verschollen und ist nun wieder aufgetaucht. Es enthält zahlreiche bisher unveröffentlichte Szenen und Figuren und sowohl das bisher bekannte als auch das ursprünglich entworfene Ende des Buches. Eine besonderes Leseerlebnis und ein Muss für alle echten Gablé-Fans ...

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Pressestimmen

"Mitreißend, spannend, bunt."
"Deshalb sollte man sich das Buch nicht entgehen lassen: wer sich für historische Romane interessiert und bisher nichts von Rebecca Gablé gelesen hat, findet einen hervorragenden Einstieg in ihr Werk. Wer die Saga schon kennt, hat die prima Gelegenheit, endlich den vollständigen Anfang zu lesen!"
„Rebecca Gablé bietet süchtig machenden Lesestoff.“
"Scheint eine Gablésche Leistung, Farbigkeit, Spannung und historische Akkutaresse auch in der 'Langform' hochzuhalten."

Bloggerstimmen

Rezensionen aus der Lesejury (12)

Beryt Beryt

Veröffentlicht am 01.03.2017

Ich will nochmal!

Nachdem ich den ersten Band der "Waringam"-Reihe nun schon zum zweiten Mal gelesen habe, kann ich sagen, dass ich mein All-Time-Lieblingsbuch gefunden habe. Egal, ob ihr gerne historische Bücher lest oder ... …mehr

Nachdem ich den ersten Band der "Waringam"-Reihe nun schon zum zweiten Mal gelesen habe, kann ich sagen, dass ich mein All-Time-Lieblingsbuch gefunden habe. Egal, ob ihr gerne historische Bücher lest oder nicht, gebt "Das Lächeln der Fortuna" eine Chance! Rebecca Gablé erzählt ungaublich fesselnd, detailreich, aber nicht überladen und gibt jedem Charakter so viel Leben, dass ich das Gefühl hab, er steckt direkt neben mir.
In ""Das Lächeln der Fortuna" geht es um Robin, der um sein Erbe als "Waringham" kämpfen muss und dabei in die Intrigen der Mächtigen des Landes gerät. Robin ist sympathisch, aber nicht ohne Fehler. Er gerät in viele schwierige bis lebensbedrohliche Situationen, aber dabei wirkt die Geschichte nie unrealistisch. Wir begleiten ihn von jungen Jahren bis ins hohe Erwachsenenalter und lernen dabei nebenher viel über das England seiner Zeit.
Wenn ihr Lust auf das Buch habt, seid mutig und steigt direkt mit der erweiterten Fassung ein. Das ist die Geschichte, wie Rebecca Gablé sie ursprünglich geschrieben hat. Die zuerst veröffentlichte Fassung hat mehr als 500 Seiten weniger.
Und dann geht es weiter mit den Generationen der Waringhams in bisher vier Folgebüchern und ich hoffe es werden noch mehr!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

SotsiaalneKeskkond SotsiaalneKeskkond

Veröffentlicht am 21.07.2021

Band 1 der Waringham-Saga

England im 14. Jahrhundert: Nachdem der Vater des zwölfjährigen Grafensohns Robin einer Intrige zum Opfer fällt und als Verräter angeklagt und hingerichtet wird, sieht dieser sich plötzlich als Waise einem ... …mehr

England im 14. Jahrhundert: Nachdem der Vater des zwölfjährigen Grafensohns Robin einer Intrige zum Opfer fällt und als Verräter angeklagt und hingerichtet wird, sieht dieser sich plötzlich als Waise einem Leben in Armut gegenüber. Nur der neue Earl von Waringham, ein alter Freund von Robins Vater erklärt sich dazu bereit, sich um den Jungen zu kümmern, und bei sich als Knappen aufzunehmen. Diesem gefällt allerdings Mortimer, dem Sohn des neuen Grafen, ganz und gar nicht, da dieser in Robin einen Konkurrenten um die Gunst und Anerkennung seines Vaters sieht. Robin sieht sich zunehmend den Sticheleien und Anfeindungen Mortimers ausgesetzt und das Leben auf der einst väterlichen Burg wird immer mehr zur Qual. Robin hält es nicht mehr aus und lässt den verlorenen Besitz und seinen Todfeind hinter sich, um woanders sein Glück zu versuchen, denn Robin hat nicht aufgegeben, und will den Besitz seines Vaters wieder in seine Hände bringen und dessen schändlichen Tod rächen und die Ehre der Familie wiederherstellen. Im Laufe der Jahre schafft es Robin, wieder in der Welt des Adels und am englischen Hof Fußzufassen und findet im Duke of Lancaster einen Freund fürs Leben, mit dem er fortan politische Triumphe und Siege auf den Schlachtfeldern feiern kann. Doch als ein neuer unfähiger König den englischen Thron besteigt, droht das einst so mächtige England im Chaos zu versinken. Beim Versuch dies zu verhindern sieht sich Robin schließlich auch wieder seinem Erzfeind aus Kindertagen gegenüber.

Aufgrund dessen, dass ich bereits zwei andere Bücher der Autorin gelesen habe und deshalb mit ihrem Schreibstil und ihrer Art Geschichten zu erzählen durchaus vertraut bin, konnte mich die Dicke des Buches mit über 1000 Seiten nicht abschrecken. Wie zu erwarten kam ich auch wunderbar durch das Buch und die Seiten flogen nur so dahin. Rebecca Gablé ist einfach eine Meisterin ihres Faches. Sie schafft es, den Leserinnen und Lesern mit einer gewagten Verknüpfung der realen englischen Geschichte und der fiktiven Familie der Waringhams zu verzaubern und für die Geschichte Englands und des Mittelalters zu begeistern. Man taucht ein in den dekadenten englischen Hof zu Zeiten Edward III. und seines Nachfolgers und bekommt die ganzen Machtspiele zwischen den mächtigen Familien, deren Mitglieder man in der Geschichte immer wieder kennenlernt, wunderbar präsentiert. Aber auch die gesellschaftlichen Entwicklungen Englands und Europas sind meiner Meinung nach ausschlaggebend dafür, dass das Buch aus historischer Sicht gesehen rundum informativ ist, und die Leserinnen und Leser in einem großen Maße über das damalige Leben aufklärt. Wo andere Autorinnen und Autoren in ihren Geschichten ihren Leserinnen und Lesern historische Fakten bröckchenweise zuwerfen, bekommt man von Rebecca Gablé ein in historischer Sicht rundum Abgeschlossenes Bild der Geschichte präsentiert, ohne dass man aber von der Wucht der Fakten erschlagen zu werden droht. Besonders gefreut habe ich mich darüber, in welchem Ausmaß der Hundertjährige Krieg mit Eingang in die Geschichte erhält und ich wieder neues darüber mitnehmen konnte, da dieser Konflikt neben The Anarchy einer der für mich persönlich interessantesten Auseinandersetzungen des europäischen Mittelalters ist. Da ich bereits zuvor "Der König der purpurnen Stadt" , das chronologisch gesehen wenige Jahre vor "Das Lächeln der Fortuna" spielt, gelesen habe, lässt sich sehr schön erkennen, wie gut die Autorin über mehrere Werke verteilt immer wieder diesen für Westeuropa von fundamentaler Bedeutsamkeit seienden Konflikt behandelt. Ich hoffe, dass im nächsten Teil der Waringham-Saga damit fortgefahren wird, obwohl ich mir eigentlich ziemlich sicher bin, dass dem so ist. Wie auch schon in den anderen Büchern der Autorin sind auch hier wieder die Protagonisten sehr interessant und vor allem facettenreich gezeichnet. Besonders Robin wirkt auf mich sehr authentisch, auch wenn ich ihn nicht ganz so sympathisch gefunden habe, wie andere Charaktere in der Geschichte. In meinen Augen ist es auch gut, dass die Autorin zwar ein umfangreiches Repertoire an Nebencharakteren aufweisen kann, von denen die meisten auch noch historische Persönlichkeiten sind, denen Rebecca Gablé Leben und eine eigene Persönlichkeit eingehaucht hat, ohne dass es zu viele davon gibt, und man den Überblick über die handelnden Personen verliert. Einzig und allein finde ich nur, dass das Ende ein wenig zu langatmig geraten ist. Vor allem was den direkten Vergleich zu den vorherigen tausend Seiten angeht, hat die Geschichte hier am Ende deutlich an Fahrt verloren und ich blieb in meinem Lesefluss ein wenig stecken. Allerdings muss man sagen, dass dies nur ein minimaler Kritikpunkt ist, der im insgesamten der Freude an der Geschichte keinerlei Abbruch getan hat.

Schlussendlich hat die Autorin mit der Geschichte ein außerordentlich lesenswertes Buch geschaffen, dass es zusammen mit "Die Säulen der Erde" von Ken Follett geschafft hat, mich für die englische Geschichte, vor allem aber für das Mittelalter in England zu begeistern. Deshalb kann ich das Buch wirklich uneingeschränkt an alle weiterempfehlen, die gerne historische Romane lesen, oder diese für sich entdecken wollen, auch wenn der Umfang von über 1000 Seiten auf den einen oder anderen abschreckend wirken mag.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

_ekolabine _ekolabine

Veröffentlicht am 27.04.2021

Gewaltige Geschichte

Der erste Teil der Warningham-Saga ist groß. Gablés Bücher ziehen den Leser zwangsläufig in Ihren Bann.

Die Geschichte beginnt mit dem jungen Robin, den wir durch jedes Auf und Ab in seinem ereignisreichen ... …mehr

Der erste Teil der Warningham-Saga ist groß. Gablés Bücher ziehen den Leser zwangsläufig in Ihren Bann.

Die Geschichte beginnt mit dem jungen Robin, den wir durch jedes Auf und Ab in seinem ereignisreichen Leben begleiten. Typisch für Gablé wird nicht nur eine kurze Episode erzählt, nein Gablé interessiert das große Ganze. Robins Geschichte ist eng mit der des englischen Königshauses verbunden. Anschaulich werden die umfangreichen politischen Verbindengen des mittelalterlichen Adels erläutert. Kriege, Könige und Thronfolger sowie das gewaltige Personal werden so souverän vorgestellt und erläutert, dass es beim lesen zu keiner Zeit überfordert oder langweilt.

Auch die Charaktere begeistern. Robin, der Hauptdarsteller in "Fortunas Lächeln", ist ein wahrer Edelmann. Er wirk aber, trotzdem er durchweg gut und ehrlich ist, nie überheblich, sondern einfach nur sympatisch. Man muss den bodenständigen Mann einfach gern haben und hofft dass sich für ihn alles zum Besten wendet. All die wunderbaren Charaktere kann man gar nicht aufzählen und einzeln beschreiben. Besonders gern hatte ich Lancester, Agnes, Leofric, Conrad, Henry, Elinor und Anne. Ein unheimlich gelungener Charakter war Mortimer. Ein schrecklicher Mensch, hinterhältig, gemein und böse. Aber ein perfekter Antagonist mit Hintergrund und zwei Seiten.

Die Verbindung von Robin zu Pferden ist sehr schön. Ich bin kein großer Pferdeliebhaber, aber die Zeit, die Robin als Junge / junder Mann im Stall und bei der Zucht verbringt geht nahe. Ich hätte nicht gedacht, dass ein krankes oder verletztes Pferd mir so nahe gehen kann.

Dieser Roman ist vollgepackt mit Intrigen, Liebe, Machtkämpfen, Höhen, Tiefen, Ehre, Verrat, Witz und mittelalterlichem "Livestile". Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Egal ob es gerade hoch hergeht oder ruhig und beschaulich ist, es macht immer Spaß zu lesen. Einzig konnte ich die knapp 1200 Seiten nicht in einem Zug durchlesen. Hier und da eine Pause tut ganz gut.

Alles in allem ein wunderbar gelungener Roman. Typisch Gablé. Spannend, mitreißend und bestechend gerade durch seine Länge. Ich bin gespannt auf die folgenden Teile der Saga!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Patrick_1995 Patrick_1995

Veröffentlicht am 14.03.2021

DER Klassiker von Rebecca Gable - Einstieg in die Saga

Die Waringham-Saga hat ihren Auftakt mit dem „Lächeln der Fortuna“ - ein absolut lesenswertes Werk und zurecht ein Bestseller! …mehr

Die Waringham-Saga hat ihren Auftakt mit dem „Lächeln der Fortuna“ - ein absolut lesenswertes Werk und zurecht ein Bestseller!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

speedy208 speedy208

Veröffentlicht am 05.01.2021

Ponyhof-Romantik im Mittelalter

Mir fiel das Buch quasi vor die Füsse. Ein Strassenfund, der mir trotz Regen und dem wunderbaren roten Layout ins Auge fiel. Die Erstleserin liess in ihrer Enttäuschung (!?) sogar den Kaufbeleg drin (2016).
Ich ... …mehr

Mir fiel das Buch quasi vor die Füsse. Ein Strassenfund, der mir trotz Regen und dem wunderbaren roten Layout ins Auge fiel. Die Erstleserin liess in ihrer Enttäuschung (!?) sogar den Kaufbeleg drin (2016).
Ich tat mich echt schwer, mit Lesen anzufangen. Aber als ich so gut 30 Seiten hatte, zog es mich hinein zwar in die Ära, aber die 1100 Seiten schreckten mich doch ab...
Robin und Mortimer, Könige und Adel, Pferde und Natur, Liebe und Zwietracht, Familie. Alles eigentlich, was man von einem U-Roman erwartet - nur eben nicht historisch genug! Ich meine, die Waringhams und ihr Umfeld sind ja ok, nur finde ich es schade, dass ein Buch 1100 Seiten umfasst, wenn auch über eine Zeitspanne von 30 Jahren.
Da ich selbst historische Romane schreibe und neugierhalber auch lese, fiel mir der Unterschied zwischen einem Ken Follett, der ja auch 1000+ Seiten umfasst je Band, und einem Gablé auf: die Tiefgründigkeit. Anders kann ich's nicht beschreiben. Und mir persönlich liegt eher ein Follett. Warum? Weil ich es übertrieben finde, eine Schlacht oder ein Ereignis auf knapp 3 Seiten abzuhaken. Wenn Mortimer und Robin miteinander kämpfen, egal ob als Kids oder als gestandene Männer, dann ist absehbar, da ja gut 2/3-Buch vor einem noch liegen, dass das nach 3 Seiten vorbei ist und Robin als Sieger hervorgeht oder so.
Was mir auch auffiel war, dass sich die Autorin auf 4 Charaktere beschränkt hat, die sie immer wieder als Reinkarnation in der wachsenden Familie verwendet. Ist zwar logisch, aber langweilig und vorhersehbar! Da wundere ich mich nicht, dass die Erstkäuferin - genau wie ich - in der Mitte bzw. im 2.Kapitel (-1376) - kapitulierte, d.h. das Buch hinschmiss; genau da klappte das Buch beim Aufschlagen ja auf.
Im Nachhinein, nachdem ich es zu Ende gelesen habe, bestätigte sich mein Verdacht über die Erstleserin, denn auch ich fand nach dem 2.Kapitel, es sei alles gesagt, die Neugier aufs Mittelalter gesättigt, eine Fortsetzung unnötig. Aber jeder sieht das anders.
Auf der Website der Autorin las ich, dass der Verlag ihr sogar 300 Seiten gestrichen hat - Gott sei Dank! Aber dass die Waringham-Saga insgesamt 6 Teile umfasst, hat mich umgehauen, genügte mir doch der 1 Teil vollends.
Was Königs & Co. angeht: Nun ja, interessante Einsprengsel, aber zu dürftig, genauso wie die Personen. Vielleicht gehe ich von mir aus oder von Ken Follett - nein, ich bin kein Fan! -, aber ein historischer Roman sollte nicht voller Action sein, Scharmützeln, die nur 3 Seiten dauern und dann wie ein Film weitergehen. So was törnt ab. Dass das Lektorat oder der Verlag nicht bemerkt hat?
Bei so vielen historischen Personen kommt man rasch durcheinander, auch wenn am Ende und Anfang des Buches eine Ahnentafel und ein "Who ist Who" stehen. Da lobe ich mir Karl May, wo regelmässig Fussnoten erklärten, was Sache ist. Schade, dass das heutzutage offensichtlich überholt ist. Denn wer hat schon Zeit und Geduld, immer wieder nach vorn oder hinten zu blättern, wer nun wer ist.
Was den Titel angeht, finde ich ihn unpassend. Was hat das Ganze mit Glück oder der Göttin Fortuna zu tun? Es liegt ja auf der Hand, dass der Helden-Clan gewinnt, oder? Na ja, vielleicht waren die Agenten oder der Verlag anderer Meinung, weil ja nicht jeder Autor seinen Titel durchbringt. Die restlichen 5 Teile sind da treffender, so vom Gefühl her. Ist aber Ansichtssache.
Wenn ich so die Inhaltsangabe der restlichen Teile durchgehe, würde mich nur einer reizen, der letzte Teil: "Der Palast der Meere". Aber auch da ist wahrscheinlich die rasche Abhandlung von Freud und Leid vorprogrammiert. Dennoch wäre es interessant ins Zeitalter von Elisabeth I abzutauchen, mit einer weiblichen Heldin.
Von einer Autorin, die Mediävistik studiert hat, hätte ich mehr erwartet. So kommt es mir vor, als ob sie wie ihre grossherzigen Romanhelden statt Fakten streut. So gesehen stimmt das, was die Branche über historische Romane sagt: "Nur wenige wie Follett verdienen das Prädikat "Könner".

Die Story beginnt damit, dass Robin 12 Jahre alt ist und zurückkommt aus dem Kloster. Und etwas später auch seine jüngere Schwester Agnes. Schon dort fangen die Klischees an, entsprechen aber überhaupt nicht dem Alter. Man spürt - ich zumindest - sofort, dass das unmöglich ein 12jähriger Junge sein kann, der so verantwortungsbewusst , nüchtern und sachlich sein Leben meistert. Ebensowenig seine jüngere Schwester Agnes, die mit 10 oder 11 Jahren schon eine Art "Kräuterhexe", heilkundig ist und sogar allein eine Geburt meistern kann! Also wirklich, das passt zwar in die Dramaturgie, aber ist jenseits aller Logik. Sich vorzustellen, dass ein Mädchen allein eine Entbindung meistert, na ja...
Als "Ponyhof-Romanik 700 Jahre vor unserer Zeit "würde ich das Ganze beschreiben. Ein Jugendlicher oder ein Kind könnte sich dafür zwar erwärmen, aber auch denen wäre es zu wenig faktisch. Gablés Liebe zu Pferden dringt durch jede Seite - fast posttraumatisch. Klar, jedes Mädchen träumt von Pferden, aber der Traum endet mit dem Erwachsenwerden. Gablé scheint das aber nicht überwunden zu haben.
Wenn ich mir die Figuren übe die Zeit vergleiche, fällt mir einfach auf, dass sie, die Autorin, von sich aus ging, und nicht die Figuren ihrem Alter gemäss beschrieb.
Nein, ich würde das Buch keinem empfehlen, der keine oberflächlichen Geschichten mag! Denn es ist sehr oberflächlich.

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Autorin / Sprecherin

Rebecca Gablé

Rebecca Gablé - Autor
© Olivier Favre

Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war.
Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden allesamt Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. Besonders die Romane um das …

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