Das Mädchen aus Feuer und Sturm
 - Renée Ahdieh - eBook

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5,99

inkl. MwSt.

One
Erzählendes für junge Erwachsene
eBook (epub)
416 Seiten
Ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7325-6484-2
Ersterscheinung: 28.09.2018

Das Mädchen aus Feuer und Sturm

Band 1 der Reihe "Samurai-Dilogie"

(110)

Ein Mädchen, dazu bestimmt, des Kaisers Sohn zu heiraten.
Ein Junge, der den Glauben an das Gute in seinem Herzen begraben hat.
Eine große Liebe, die alles verändern kann.

Mariko, Tochter eines hochrangigen Samurai, weiß, dass sie ihre Zukunft nicht selbst bestimmen darf. Sie ist klug und erfinderisch, aber eben ein Mädchen. Mit 17 wird sie dem Sohn des Kaisers versprochen. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit wird ihr Geleitzug vom berüchtigten Schwarzen Klan vernichtet. Mariko überlebt als Einzige und nutzt ihre Chance, dem vorgegebenen Pfad zu entkommen! Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen. Zum ersten Mal in ihrem Leben erntet sie Anerkennung. Und sie verliert ihr Herz – ausgerechnet an den Feind …

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Bloggerstimmen

Rezensionen aus der Lesejury (110)

skyprincess skyprincess

Veröffentlicht am 30.09.2018

Magie einer fremden Kultur

Ein wunderbares Märchen mit magischen Elementen, umgeben vom asiatischen Setting. Eine Geschichte die an Disneys Pocahontas erinnert und zum Träumen einlädt.

Mariko, die Tochter eines angesehenen Samurais, ... …mehr

Ein wunderbares Märchen mit magischen Elementen, umgeben vom asiatischen Setting. Eine Geschichte die an Disneys Pocahontas erinnert und zum Träumen einlädt.

Mariko, die Tochter eines angesehenen Samurais, befindet sich auf dem Weg zu ihrem Verlobten, dem Sohn des Kaisers. Obwohl die junge Frau lieber ihr Leben nach ihren Vorstellungen gestalten würde und unabhängig sein möchte, fügt sie sich dem Willen ihres Vaters und stimmt der Verlobung zu. Auf dem Weg dahin wird ihr Geleitzug angegriffen und sie kann in letzter Sekunde in den Wald fliehen. Daraufhin schließt sie sich als Junge verkleidet ihren vermeintlichen Feinden an. Doch das Leben hält noch mehr Überraschungen für sie bereit, von denen sie anfangs nicht zu träumen wagte.

Das Cover des Buches ist ein echter Eyecatcher und hat mich auch sofort auf den Roman aufmerksam gemacht. Das zarte Rosa mit dem Mädchen im Vordergrund wirkt einfach märchenhaft und geheimnisvoll. Dazu noch das wunderschöne Kleid und die Berglandschaft im Hintergrund, welche zum Träumen einladen und mir ein Gefühl von Freiheit geben.

„Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ war der erste Roman, den ich von der Autorin Renée Ahdieh gelesen habe. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er war flüssig zu lesen und die Seiten flogen nur so dahin, sodass man das Buch fast gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Trotz der dritten Person konnte man sich gut in die Charaktere, vor allem Mariko, hineinversetzen und auch mit ihnen fühlen. Besonders gut fand ich auch den Wechsel der Perspektiven, sodass man auch einen Einblick in die Gefühlswelt und das Geschehen rund um die Nebencharaktere hatte.

Mariko ist echt eine tolle Persönlichkeit, ich habe sie echt ins Herz geschlossen. Stark, unabhängig und auf keinen Fall auf den Mund gefallen. Auf der anderen Seite auch erfinderisch, loyal und total liebenswürdig. Sie setzt sich für die Menschen, die ihr wichtig sind ein, auch wenn sie sich dadurch selbst in Gefahr bringt. Sie hat ihre eigene Meinung und vertritt diese auch ohne Scheu.

Auch die Mitglieder vom Schwarzen Clan waren toll. Sie wirken wie eine Familie verlorener Jungs, die sich zusammengeschlossen haben. Besonders Okami hat mir sehr gut gefallen. Er wirkte sehr geheimnisvoll auf den Leser und man wollte unbedingt mehr über ihn erfahren.

Die Lovestory zwischen Mariko und ihrem Liebhaber war wirklich wunderschön. Ich fand gut, dass es sich langsam entwickelt hat und nicht auf einen Schlag passiert ist, wie es in manchen Romanen der Fall ist. Denn solch überstürzte Liebesgeschichten empfinde ich immer als sehr unrealistisch und auch nicht nachvollziehbar. Daher gefiel mir das Tempo in diesem Roman sehr gut.

Die Spannung war im gesamten Roman präsent und wurde auch bis zum Ende hingehalten. Es waren genügend Plot-Twists enthalten, sodass man weder das Ende voraussehen konnte noch irgendwas erahnen konnte, man wurde immer wieder überrascht, was mir sehr gut gefallen hat.

Bisschen schwer fand ich jedoch die japanischen Begriffe, da sie meinen Lesefluss immer wieder ins Stocken brachten, da ich sie nicht auf Anhieb verstehen konnte und damit auch nicht zuordnen konnte. Zwar war am Ende ein Glossar, indem die meisten Begriffe erklärt wurden, jedoch fand ich es immer ein bisschen umständlich, erst bis zum Ende zu blättern um die Bedeutung herauszufinden, um dann wieder auf die ursprüngliche Seite zurückzukehren und dann wieder in die Geschichte einzusteigen.

Das Ende war perfekt und schrecklich zugleich. Ein totaler Cliffhänger, sodass man einfach weiterlesen muss. Ich freue mich einfach schon riesig auf Band 2 und kann es kaum noch erwarten!

FAZIT: Eine tolle Geschichte, die einen zum Träumen aber auch ein bisschen zum Nachdenken anregt. Sie entführt den Leser in die asiatische Kultur und auch in die Magie. Unbedingt LESEN!!!!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Stephie2309 Stephie2309

Veröffentlicht am 05.10.2018

Kopfkino garantiert

Mit Das Mädchen aus Feuer und Sturm ist Renée Ahdieh ein fesselnder Auftakt gelungen, der einen die Fortsetzung und zugleich das Finale dieser außergewöhnlichen Dilogie gespannt erwarten lässt.
Das Setting ... …mehr

Mit Das Mädchen aus Feuer und Sturm ist Renée Ahdieh ein fesselnder Auftakt gelungen, der einen die Fortsetzung und zugleich das Finale dieser außergewöhnlichen Dilogie gespannt erwarten lässt.
Das Setting ist offenkundig an das feudale Japan angelehnt, allerdings ohne Anspruch auf geschichtliche Genauigkeit, denn es handelt sich schließlich nicht um einen historischen Roman. Ein entscheidender Unterschied besteht zudem darin, dass in der Welt, die die Autorin erschaffen hat, Magie existiert, wobei dies nur hier und da am Rande angedeutet wird und zumindest im ersten Band noch keinen Schwerpunkt der Handlung darstellt. Allzu viele Erklärungen hinsichtlich der vorhandenen Magie sowie des Schauplatzes und der vorherrschenden Gesellschaft sollte man daher nicht erwarten.

Dafür überzeugt Renée Ahdieh mit ihrem beeindruckenden Schreibstil. Ganz ohne ausschweifende, übermäßig detaillierte Beschreibungen gelingt es der Autorin die verschiedenen Szenen und Charaktere vom Prolog an vor dem geistigen Auge des Lesers zum Leben zu erwecken, beinahe so als würde man einen Film sehen. Lediglich an die vielfach verwendeten japanischen Begriffe, die einem in der Regel nicht geläufig sind, muss man sich erst einmal gewöhnen. Sie passen jedoch sehr gut zum Setting und tragen zum asiatischen Flair der Geschichte bei.

Mariko ist eine clevere und mutige Heldin, die die Chance ergreift ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, als sich ihr die Gelegenheit dazu bietet. Sie möchte, verständlicherweise, ihren Wert beweisen und nicht nur als hübsches Accessoire gesehen werden, das man gewinnbringend verschachern kann. Sie handelt meist sehr überlegt, kann sich impulsive Antworten aber vor allem einer bestimmten Person gegenüber oftmals nicht verkneifen. Es fällt ihr also schwer ihre Zunge im Zaum zu halten, was sie sowohl menschlich als auch sympathisch macht, da es zeigt, dass sie nicht nur Stärken, sondern auch Schwächen hat.

Es gelingt Mariko sich als Junge verkleidet beim schwarzen Clan, den mutmaßlichen Attentätern, einzuschleusen und langsam das Vertrauen einzelner Mitglieder zu gewinnen. Doch je mehr sie über den Clan und seine Taten erfährt, desto mehr geraten ihr Entschluss Rache zu üben und ihre Gewissheit, dass er hinter dem Überfall steckt, ins Wanken. Einerseits, weil sie manche von ihnen sehr bald ins Herz schließt, andererseits, weil sie ernstliche Zweifel an deren Verantwortung hegt. Ein solcher Angriff passt schlicht nicht zum sonstigen Verhalten des Clans, deren Aktionen eher denen von Robin Hood als denen skrupelloser Meuchelmörder ähneln. Außerdem bietet der Clan Mariko einen Platz, an dem sie sie selbst sein kann und dafür geschätzt wird.

Als Leser findet man vor allem Okami besonders interessant und liebenswert, auch wenn er stets nur sehr wenig von sich preis gibt. Die Chemie zwischen ihm und Mariko ist von Anfang an deutlich spürbar. Das verwirrt Okami jedoch zutiefst, da er Mariko, genau wie alle anderen, für einen Jungen hält und seine widersprüchlichen Gefühle für sie demzufolge nicht richtig einzuordnen weiß. Dass sie sich ebenso stark zu ihm hingezogen fühlt, sorgt bei Mariko hingegen für Gewissensbisse, da diese Emotionen nicht mir ihrer selbst auferlegten Mission vereinbar sind.

Die Szenen der beiden, insbesondere ihre Streitgespräche, bringen einen regelmäßig zum Schmunzeln, weshalb man sich über jede einzelne von ihnen freut; sogar noch mehr, als Okami endlich ihr Geheimnis erfährt und sich eine zarte Liebesgeschichte zwischen ihnen entwickelt, die sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund drängt.

Viele andere Charaktere kann man nur schwer einschätzen und kaum bis gar nicht durchschauen. Speziell die Mitglieder der kaiserlichen Familie, ihre Absichten und Beziehungen untereinander bleiben einem bis zum Ende bzw. noch darüber hinaus ein Rätsel, das in der Fortsetzung hoffentlich gelöst werden kann. Sie alle planen zweifellos Intrigen und spinnen ein Netz aus Lügen, doch man weiß noch nicht, wo das Ganze letztlich hinführen soll oder wen sie damit zu fangen beabsichtigen.

Marikos Bruder Kenshin steht man ebenfalls zwiespältig gegenüber, im Verlauf der Handlung verliert er eher noch an Sympathie. Er behauptet mehrfach, Ehre sei das wichtigste, handelt aber zunehmend unehrenhaft, um nicht zu sagen rücksichtslos, und nicht jede seiner Handlungen lässt sich auf äußere, möglicherweise magische Einflüsse zurückführen.

Trotz des Er-/Sie-Erzählers fühlt man sich mit einigen der Charaktere, allen voran natürlich Mariko und Okami, sehr verbunden und fiebert mit ihnen mit. Besonders positiv hervorzuheben sind dabei die wechselnden Perspektiven, die einen umfassenden Einblick in die Geschichte, zum Teil an verschiedenen Schauplätzen zu etwa der gleichen Zeit, sowie das Innenleben mehrerer Figuren ermöglichen, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Dass es Abschnitte aus der Sicht einer bestimmten Person gibt, bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass man diese auch versteht, denn Renée Ahdieh ist sehr geschickt darin stets nur so viel zu verraten, dass die Neugier des Lesers aufrecht erhalten bleibt.

Die Handlung ist durchgängig mitreißend und die vielen Andeutungen hier und da animieren konsequent zum Weitelesen. Im Verlauf der Geschichte warten zahlreiche Überraschungen und unerwartete Wendungen auf den Leser, insbesondere im letzten Drittel des Buches. Die Autorin zögert nämlich zum Glück nicht alle Enthüllungen bis zum zweiten Band hinaus.

Der Auftakt endet gewissermaßen mit einem Cliffhanger, dieser ist aber nicht ganz so fies wie bei einigen anderen Romanen, was das Verlangen nach der Fortsetzung allerdings nicht schmälert. Es bleiben am Schluss unzählige Fragen offen, nach deren Antworten man sich sehnt. Zum einen, um zu erfahren, ob etwaige Spekulationen sich bestätigen, zum anderen, weil man absolut keine Ahnung hat, was diese oder jene Figur mit ihrem Verhalten bezweckt bzw. welche Motive tatsächlich dahinter stecken. Die letzten Entwicklungen kündigen auf jeden Fall ein vielversprechendes Finale an, welches man nun gespannt erwartet.


*FAZIT*

Das Mädchen aus Feuer und Sturm ist der Auftakt zu einer packenden, ereignisreichen Geschichte, die nie langweilig wird und bei der Kopfkino garantiert ist. Man bekommt beim Lesen definitiv Lust auf mehr – von dieser Geschichte und der Autorin.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Freakajules Freakajules

Veröffentlicht am 30.09.2018

War mir zu wenig "Ahdieh"

Renée Ahdieh kenne ich – vermutlich wie die meisten Leser – von ihrer „1001 Nacht“-Reihe rund um die mutige Shahrzad, die es schafft, den skrupellosen Chalid zu bändigen und das Königreich auf ihre eigene ... …mehr

Renée Ahdieh kenne ich – vermutlich wie die meisten Leser – von ihrer „1001 Nacht“-Reihe rund um die mutige Shahrzad, die es schafft, den skrupellosen Chalid zu bändigen und das Königreich auf ihre eigene Weise zu retten. Während „Zorn und Morgenröte“ eines meiner Highlights war, hat mir „Rache und Rosenblüte“ nicht mehr ganz so gut gefallen – trotzdem hat die Autorin mich so sehr beeindrucken können, dass ich sehnsüchtig auf ihre Neuerscheinung gewartet habe. „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ nimmt zwar leider nicht das Orientalische in den Fokus – so wie ich es mir gewünscht hätte –, aber auch die japanische Welt lädt als Buch zum Verweilen ein. Obwohl (oder gerade weil) ich so große Hoffnung in dieses neue Buch von Renée Ahdieh gelegt habe, hat mich die Umsetzung leider enttäuscht.

Mein Hauptproblem mit diesem Buch war, dass es mich nicht gepackt hat und mich nicht begeistern konnte. Zugegebenermaßen bietet die Geschichte einige tolle Plottwists, die die Autorin gut aufgegriffen und umgesetzt hat. Die Buchidee finde ich nach wie vor spannend und ich hätte mir gut vorstellen können, dass mich „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ würde mitreißen können. Meiner Meinung nach plätschert der Plot einfach viel zu langsam vor sich hin und ich hatte stellenweise das Gefühl, dass Seite um Seite vergeht, aber nichts passiert. Für mich lässt sich der Inhalt des Buches sogar in einem Satz zusammenfassen: Mariko wird auf der Reise zu ihrem Verlobten angegriffen, sie möchte herausfinden, wer die Angreifer waren, sie hat einen Verdacht, schließt sich dem Schwarzen Clan an und wird dort ein Lehrling, um die Wahrheit herauszufinden. Natürlich ist dieses Buch nicht ganz so einfach und lieblos geschrieben, wie es jetzt dargestellt wird. Es gibt ein paar sehr schöne und spannende Szenen sowie Stellen, an denen ich lachen musste, weil die Autorin damit meinen Humor getroffen hat. Auch die integrierte Liebesgeschichte fand ich ganz süß und hat die doch eher düstere Stimmung aufgelockert. Zudem passt der Schluss nicht ganz zu der vor sich hin plätschernden Geschichte, denn dort überschlagen sich die Ereignisse, so dass mir das letzte Drittel des Buches doch recht gut gefallen hat und kein Reinfall für mich war. Ich bin von Renée Ahdieh nur besseres gewohnt: Spannende und fesselnde Geschichten, die mich dazu bringen, die Nacht durchlesen zu wollen. Bei „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ hatte ich dieses Gefühl nicht mal ansatzweise.

Ein positiver Punkt, den ich gerne hervorheben möchte, war für mich die Ausarbeitung der Charaktere sowie deren Entwicklung und Geheimnisse. Mariko hat mir als Hauptfigur gut gefallen, auch wenn ich ein wenig gebraucht habe, um mit ihr warm zu werden. Sie ist nicht von Anfang an das taffe Mädchen, das sich überall durchzusetzen weiß und plötzlich alles kann, obwohl sie behütet aufgewachsen ist. Sie ist auch mal tollpatschig und macht Fehler, an anderer Stelle ist sie dafür mutig und stark. Die Balance dessen hat mich dazu gebracht, Mariko zu mögen und zu wünschen, dass sie die Täter findet, die sie und ihre Mitreisenden überfallen haben. Auch der Schwarze Clan war durchweg interessant gestaltet. Die Männer haben etwas Faszinierendes an sich und gerade Ranmaru als Oberhaupt und der Kämpfer Okami sind in dieser Geschichte bemerkenswert vielseitig ausgearbeitet. Mariko hat definitiv ihren „Spaß“ mit ihnen, muss sich immer wieder beweisen und erarbeitet nur sehr langsam und mühsam ihren Respekt. Allerdings hätte ich gerne mehr über den Schwarzen Clan erfahren. Die Truppe ist natürlich deswegen um so interessanter, je weniger man über sie weiß, aber ich hätte trotzdem gerne mehr Informationen – entweder über den Clan an sich oder die einzelnen Mitglieder – erhalten.

Vermisst habe ich die tollen Beschreibungen der Autorin. Während sie mir in ihrer vorherigen Dilogie geradezu mühelos das orientalische Feeling nähergebracht hat, hat sie es bei ihrem neuen Buch nicht so spielend geschafft. Ich mag Renée Ahdiehs Schreibstil weiterhin sehr gerne, keine Frage, aber sie macht in ihrem Buch mehrfach die Andeutung von Magie, was aber in der Handlung kaum eine Rolle spielt. Gerne hätte ich auch mehr von der japanischen Kultur erfahren. Ich bin in Bezug auf Japan eine totale Niete, weswegen ich – genau wie bei „Der Zorn und Morgenröte“ – auf tolle Beschreibungen und das allgemeine Gefühl für die Welt gehofft habe. Dieses Mal hat sie mich nur schwer einfangen können.

Ich habe keine Ahnung, wie die Autorin es geschafft hat, aber obwohl „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ für mich nur absoluter Durchschnitt war und das Buch durch die hohen Erwartungen enorm gelitten hat, möchte ich auch den zweiten Band noch lesen. Das Ende ist voller Geheimnisse und vorstellbaren Handlungssträngen, dass ich mich doch tatsächlich auf den Fortsetzungsband freue. Und wer weiß? Vielleicht wird mich ja der zweite Teil mehr überzeugen können und dynamischer sowie „Ahdieh“-mäßiger aufgebaut sein. Ich hoffe es zumindest sehr.


Fazit
„Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ hat mich leider nicht überzeugen können, auch wenn das Buch gute Ansätze hat und mit den Charakteren sowie der Buchidee hätte glänzen können. Die Umsetzung von Renée Ahdieh fand ich leider nur okay und das hat mich sehr enttäuscht, da ich weiß, dass die Autorin mich hätte besser einfangen können. Deswegen habe ich auch lange zwischen 2,5 und 3 Sternen geschwankt, mich aber aufgrund der Plotidee und des Cliffhangers für 3 Sterne entschieden. Ich persönlich hoffe, dass der zweite Band die Reihe für mich retten wird, denn ich bin nach wie vor gespannt, was es mit dem Schwarzen Clan und dem Kaiserhof auf sich hat.

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Verena_reads03 Verena_reads03

Veröffentlicht am 28.07.2020

Fantasy



Inhalt:



In dem Buch geht es um Mariko. Sie ist die Tochter eines mächtigen Samurais und weiß genau wo ihr Platz im Leben ist. Doch leider darf Mariko ihre Zukunft nicht selbst entscheiden und muss ... …mehr



Inhalt:



In dem Buch geht es um Mariko. Sie ist die Tochter eines mächtigen Samurais und weiß genau wo ihr Platz im Leben ist. Doch leider darf Mariko ihre Zukunft nicht selbst entscheiden und muss ausgerechnet den Sohn des Kaisers heiraten. Mariko entkommt kurz vor der Hochzeit und genießt die neue Freiheit, jedoch verliert Mariko auch ihr Herz und verliebt sich ausgerechnet in Ihren Feind. Wird dies gut gehen und was wird aus Mariko werden?




Meine Meinung!



Mir hat an dem Buch gefallen, dass es sich um ein außergewöhnliches Liebes und Fantasy Geschichte gehandelt hat und man so etwas nicht jeden Tag zu Gesicht bekommt. Mariko war ein toller Hauptcharakter mit der man sich hab Seite 100 ungefähr gut identifizieren kann. Der Einstieg viel mir bei diesem Buch aber etwas schwer und daher bekommt das Buch von mir 3,75 Sterne. Ich bin auch schon sehr gespannt wie Band 2 sein wird und freue mich dieses Buch zu lesen.

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Svenja_Plocher98 Svenja_Plocher98

Veröffentlicht am 09.05.2020

Fesselnde Fantasy Geschichte mit kleinen Mängeln

Meine Meinung

Von der Autorin kenne ich schon die Reihe „Zorn und Morgenröte“ und habe sie richtig geliebt. Daher musste auch ohne Frage ihre neue Reihe bei mir einziehen und war sehr gespannt auf das ... …mehr

Meine Meinung

Von der Autorin kenne ich schon die Reihe „Zorn und Morgenröte“ und habe sie richtig geliebt. Daher musste auch ohne Frage ihre neue Reihe bei mir einziehen und war sehr gespannt auf das Buch. Schon alleine das Setting machte mich neugierig.

Der Schreibstil war hier anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und manchmal etwas zäh. Das war ich in „Zorn und Morgenröte“ zwar nicht gewöhnt, aber ein Glück war es nicht durchgehend zäh geschrieben, sondern nur an paar Stellen. Der Rest war wie gewöhnt flüssig zu lesen.

Wir lernen hier die Protagonistin Mariko kennen, die Tochter eines mächtigen Samurai. Mariko wurde zur falschen Zeit geboren. Denn sie ist klug und erfinderisch, stellt viele Fragen und ist nicht auf den Mund gefallen. Doch zu ihrer Zeit ist das bei Frauen nicht gern gesehen. Hier entscheiden andere über Frauen, entweder der Vater/ Bruder oder dann der zukünftige Ehemann. Als Frau soll man nur hübsch aussehen und Kinder gebären.

Der einzige der sie versteht ist ihr Zwillingsbruder Kenshin, doch auch er kann an ihrer Situation nichts ändern. Und so kommt es, dass sie mit dem Prinzen verlobt wird. Bei ihrer Fahrt jedoch werden sie von Banditen überfallen und Mariko entkommt nur knapp den Tod. Als Mann verkleidet, stößt sie auf die vermeidlichen Banditen und schließt sich ihnen an. Aber eigentlich hat sie nur ein Ziel: herauszufinden warum die Banditen sie töten wollten.

Hier lernen wir Ranmaru und Okami kennen. Sie führen die Truppe an und sind beides Söhne deren Väter vom König umgebracht wurden.

Aber wir lernen noch andere Banditen und ihre Geschichte kennen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und Mariko weiß am Ende nicht mehr wer gut und wer böse ist. Außerdem kommt sie Okami immer näher und lernt ihn langsam zu verstehen.

Das Lager ist im Wald versteckt und hier sind paar Szenen die ohne Erklärung einfach passieren. Anfangs dachte ich, die Welt sei ohne Magie, aber mit der Zeit kommen immer mal Szenen vor. Und hier liegt das Problem. Die Autorin erzählt es immer nur am Rande ohne darauf einzugehen und zu erklären. Die Magie hat keine große Rolle, dennoch finde ich sie hier unpassend und hat mich leicht gestört.

Was ich jedoch passend fand, waren die Sichtwechsel der einzelnen Charaktere. So konnte man nicht nur Marikos Gedanken folgen, sondern u.a. auch Okami und Kenshin. Die Entwicklung von Mariko war auch gut zu beobachten, ebenso wie die Liebesgeschichte die sich langsam einschlich ins Buch. Wer sich jedoch ins Negative Entwickelt, war Kenshin. Ihn mochte ich immer weniger.

Das Buch bekommt wegen kleinen Anmerkungen von mir 4/5⭐.

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Fazit
Trotz kleiner Schwächen und Anmerkungen von mir, ist es ein spannendes Jugendbuch. Ein tolles Setting, mit mutigen und starken Charakteren. Man darf nur keine hohen Erwartungen haben.
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Autor

Renée Ahdieh

Renée Ahdieh - Autor
© Chuck Eaton

 
Renée Ahdieh hat die ersten Jahre ihrer Kindheit in Südkorea verbracht, inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und einem kleinen Hund in North Carolina, USA. In ihrer Freizeit ist die Autorin eine begeisterte Salsa-Tänzerin, sie kann sich für Currys, Schuhe, das Sammeln von Schuhen und Basketball begeistern. Mit mehr erfahren