Das Mätressenspiel
 - Martha Sophie Marcus - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Historische Romane
Taschenbuch
463 Seiten
Ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17698-4
Ersterscheinung: 29.06.2018

Das Mätressenspiel

(28)

Hannover, 1682: Die junge Helena von Minnigerode ist verzweifelt. Mit dem Tod ihres Bruders verlieren sie und ihre Mutter ihre gesamte Existenzgrundlage: Das Gut der Familie und sämtliche Privilegien gehen an ihren Onkel Roderick über. Helena bleibt nichts anderes übrig, als um die Aufnahme als Hofdame zu ersuchen. Nie hätte sie damit gerechnet, dass ausgerechnet sie in das skrupellose Intrigenspiel zwischen Herzogin Sophie und Clara von Platen, der mächtigen Mätresse des Herzogs, geraten könnte ...

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Rezensionen aus der Lesejury (28)

Tinchen13 Tinchen13

Veröffentlicht am 05.07.2018

Ein Spiel von Lügen und Intrigen

Helena von Minnigerode ist im heiratsfähigen Alter und schon einem jungen Mann versprochen. Doch als ihr Bruder stirbt und damit alle Rechte am Gut und den Ländereien auf Helenas Onkel übergehen, nimmt ... …mehr

Helena von Minnigerode ist im heiratsfähigen Alter und schon einem jungen Mann versprochen. Doch als ihr Bruder stirbt und damit alle Rechte am Gut und den Ländereien auf Helenas Onkel übergehen, nimmt die Familie von Adrian das Verlobungsangebot zurück.
Um ihre Mutter und ihre kleinen Schwestern vor Armut zu bewahren, muss Helena schnellstmöglich einen wohlhabenden Mann finden, der bereit ist, sie zu heiraten. Und wo fände man so einen besser, als am Hof der Herzogin.

Mutig und mit einem beflügelnden Charme stürzt sie sich ins Geschehen am Hof und wird Teil von Intrigen und Lügen – wo ihr so etwas doch gar nicht liegt. Viel lieber würde sie etwas bescheidener leben, dafür mit einem Mann an ihrer Seite, der sie liebt und den sie liebt.

Martha Sophie Marcus hat es geschafft, mich mitten ins 17. Jahrhundert hineinzuziehen. Ich konnte mir jede gepuderte Perrücke, jeden in Form geschnittenen Strauch und jedes Festmahl genau vorstellen, als wäre ich selbst dabei gewesen. Helena war zudem so eine tolle Person, mit der ich sehr mitgefiebert habe.

Ich hoffe auf weitere mitreißende historische Romane von dieser wundervollen Autorin.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Smaragdeidechse Smaragdeidechse

Veröffentlicht am 03.07.2018

Lebendige Geschichte ...

Martha Sophie Marcus

Das Mätressenspiel

Historischer Roman


Worum es geht, Klappentext:

Hannover, 1682: Die junge Helena von Minnigerode
ist verzweifelt.
Mit dem Tod ihres Bruders verlieren sie ... …mehr

Martha Sophie Marcus

Das Mätressenspiel

Historischer Roman


Worum es geht, Klappentext:

Hannover, 1682: Die junge Helena von Minnigerode
ist verzweifelt.
Mit dem Tod ihres Bruders verlieren sie
und ihre Mutter ihre gesamte Existenzgrundlage:
Das Gut der Familie und sämtliche Privilegien
gehen an ihren Onkel Roderick über.
Helena bleibt nichts anderes übrig,
als um die Aufnahme als Hofdame zu ersuchen.
Nie hätte sie damit gerechnet,
dass ausgerechnet sie
in das skrupellose Intrigenspiel
zwischen Herzogin Sophie und Clara von Platen,
der mächtigen Mätresse des Herzogs,
geraten könnte.


Meine Meinung:

Martha Sophie Marcus ist eine wundervolle
Geschichtenerzählerin.
Sie versteht es ganz hervorragend
ihre Leser an der Hand zu nehmen
und in lange vergangene Zeiten eintauchen zu lassen.

Ihre Art zu schreiben ist eingängig, flüssig
uns spannend, ihre Figuren wirken
lebensecht und authentisch
und ihre Dialoge sind einfach herzerfrischend !

Dank Ihr, fühle ich mich am Hofe
von Hannover schon richtig heimisch und habe sehr
viel über die damalige Zeit erfahren und gelernt.

Seht schön finde ich auch, dass es ein Personenverzeichnis
am Ende des Buches gibt und ein Glossar
mit den wichtigen Geschichtsdaten.

Nach "Das blaue Medaillon" ist dies ihr zweiter Roman,
der am Hofe in Hannover spielt
und es war für mich fast ein bisschen wie "heimkommen",
traf' ich doch einen liebgewonnenen "alten Bekannten"
aus dem ersten Buch wieder ...

Wie auch "Das blaue Medaillon", hat mich
"Das Mätressenspiel" gefesselt und begeistert
und ich kann es nur allerbestens
weiterempfehlen!

Ein wirklich gelungener historischer Roman,
für den ich mich begeistern konnte und von
welchem ich mich sehr gut unterhalten fühlte!


Zauberhafte 5 Sterne gibt es dafür von mir !!!

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dogjack2016 dogjack2016

Veröffentlicht am 03.07.2018

Zerbrechliche Machtbalance

"Das Mätressenspiel", welch passender Titel für den neuen historischen Roman von Martha Sophie Marcus (Bastei Lübbe Taschenbuch).
Hannover, 1682: Die Frauen von Minnigerode stehen hier im Mittelpunkt. ... …mehr

"Das Mätressenspiel", welch passender Titel für den neuen historischen Roman von Martha Sophie Marcus (Bastei Lübbe Taschenbuch).
Hannover, 1682: Die Frauen von Minnigerode stehen hier im Mittelpunkt. Allen voran die junge Helena. Mit dem Tod ihres Bruders verlieren sie und ihre Mutter ihre gesamte Existenzgrundlage. Das Gut der Familie und sämtliche Privilegien gehen an ihren Onkel Roderick über. Dem Unglück folgend, löst ihr Verlobter die zugesagte Verbindung. Helena steht vor dem Nichts. Entgegen ihrem Naturell bittet sie Herzogin Sophie um die Aufnahme als Hofdame an den Hof
Braunschweig/Lüneburg mit zukünftigem Erfolg auf eine gute Partie und angemessener Absicherung. Die Steine, die ihr dabei in den Weg gelegt werden, lassen sie stolpern und bringen sie fast zu Fall. Ausgerechnet Clara von Platen, die mächtige Mätresse des Herzogs und die Herzogin persönlich verstricken Helena in ein skrupelloses Intrigenspiel. Beide bedienen sich ihrer Not. In diesem vergifteten Idyll gibt es hinter den Kulissen fleißige Hände, die die herzögliche Perfektion am Leben erhalten. Allen voran Floriano Piras, ein Gärtner, der den architektonisch-botanischen Traum von Herzogin Sophie in die Realität umzusetzten versucht. Dank des bildhaften Schreibstils von Martha Sophie Marcus nimmt die grüne Oase Gestalt an und diese bezaubernden Gärten erwachen zum Leben. Dieser einzigartigen Federführung ist es zu verdanken, dass der Glanz und Pomp, die schillernden Charaktere und deren Umfeld in farbenfrohen Bildern durch den Kopf des Lesers ziehen. Gefangen in dem Rausch der Ereignisse, fühlt man sich den Figuren so nahe, als wäre man ein Teil dieser blumigen Gesellschaft. Diese historische Euphorie liest sich anspruchsvol lund leicht dahin. Die Einblicke in die Gegebenheiten des Hoflebens haben mich fasziniert und waren hoch interessant. Spannende Wendungen im flotten Tempo runden das Leserlebnis ab. Am Ende des Buches findet sich ein Nachwort zu Wahrheit und Fiktion, ein hilfreiches Personenregister sowie ein Glossar mit französischen Gepflogenheiten.

Fazit: Die Autorin hat mit Helena und ihrer Geschichte eine mutige, selbstbewusste Protagonistin geschaffen. Ausgeliefert, kämpft sie gegen die Enklaven der Männlichkeit, entgegen der Obrigen mit ihren strikten Gesetzen mit der ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, wird zum Spielball der Macht und schöpft Kraft aus der Chance auf einen Neuanfang. Zwischen Liebe und Pflicht hat Helena von Minnigerode mein Herz erobert. Mit Sicherheit nicht die letzte Lektüre von Martha Sophie Marcus. Charmante Unterhaltung auf hohem Niveau, eine klare Leseempfehlung!

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FreizeitPrinzessin FreizeitPrinzessin

Veröffentlicht am 02.07.2018

Willkommen in Hannover

Ich bin vollkommen offen an dieses Buch herangegangen. Ich liebe Historische Romane, habe allerdings von Martha Sophie Marcus noch nichts gelesen, obwohl ''Das blaue Medaillon' auf meinem SuB liegt. Auch ... …mehr

Ich bin vollkommen offen an dieses Buch herangegangen. Ich liebe Historische Romane, habe allerdings von Martha Sophie Marcus noch nichts gelesen, obwohl ''Das blaue Medaillon' auf meinem SuB liegt. Auch von der Hannoverschen Königsfamilie hatte ich keine Ahnung.



Der Schreibstil der Autorin hat mich umgehauen. Das Buch liest sich sehr leicht und doch hat man das Gefühl völlig in die Geschichte eingesogen zu werden und Teil des Hofes zu sein. Die Autorin erzeugt unglaublich starke Bilder und ist sprachlich sehr gewandt.



Helena ist eine liebenswerte junge Frau die ihre Familie sehr liebt. Als sie alle kurz vor dem Ruin stehen beschließt sie an den Königlichen Hof zu gehen um dort nach einem wohlhabenden Mann zu suchen den sie heiraten könnte. Nur so ließe sich das Gut ihrer Familie retten. Damit begibt sie sich in eine Umgebung in der Lügen und Intrigen an der täglichen Hausordnung liegen und wird ungewollt ein Teil dessen. Die Königliche Mätresse Clara von Platen, sowie die Herzogin Sophie nutzen Helena als Schachfigur aus um an Macht und Ruhm zu gelangen, egal wie sie sich dabei fühlt. Helenas einziger Trost ist das sich durch dieses verhasste Ränkespiel das Geld zur Rettung ihrer Familie auftreiben lässt. Somit gibt sie ihre Fäden aus der Hand und lässt mit sich spielen.



Der Roman hat einen unglaublichen Spannungsbogen der sich durch das ganze Buch hindurchzieht. Immer wieder ändert die Geschichte seine Richtung, neue Geschehnisse passieren, sowie auch unerwartete Ereignisse. So weiß der Leser nie wo es ihn als nächstes hinführt.

Die Sitten der früheren Königshäuser sind dabei sehr interessant zu lesen und man taucht völlig in diese Fremde Welt ein. Natürlich kommt auch die Romantik hier nicht zu knapp.



Das Buch endet ganz anders als erwartet, löst sich aber zufriedenstellend auf und man beendet das Buch mit einem glücklichen seufzer und freut sich schon auf das nächste Historische Wekr der Autorin.


FAZIT
Ein meisterwerk des Historischen Genres, indem die Autorin einen in das Hannover zu Königszeiten entführt. Bildgewaltig und spannend bis zur letzten Seite.

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KatharinaHohenfels KatharinaHohenfels

Veröffentlicht am 02.07.2018

Zurückversetzt in die Zeit um 1682 – ein absolutes Highlight



Ein unglaublich gelungener historischer Roman von Anfang bis Ende – „Das Mätressenspiel“ von Martha Sophie Marcus.
1682, Hannover. Helenas Familie ereilt die schockierende Nachricht, dass ihr Zwillingsbruder ... …mehr



Ein unglaublich gelungener historischer Roman von Anfang bis Ende – „Das Mätressenspiel“ von Martha Sophie Marcus.
1682, Hannover. Helenas Familie ereilt die schockierende Nachricht, dass ihr Zwillingsbruder Lorentz umgekommen ist. Als ob das nicht schon schlimm genug ist, beansprucht ihr Onkel Roderik nun das gesamte Familienerbe für sich, da er der einzige verbliebene männliche Nachfahre der Familie Brünneck-Minnigerode ist.
Hinzu kommt die noch immer währende Verschuldung der Familie. Alle setzen nun auf Helena: Diese soll Adrian von Schwanewede heiraten und würde so das Gut Minnigerode sichern. Doch es kommt anders.
So muss sich Helena auf den Weg zu Hofe begeben. Ihre einzige Hoffnung – einen Ehemann zu finden, der ihrer Familie aus der Patsche helfen könnte.
Dass sie dabei jedoch in ein gefährliches Intrigenspiel der herzoglichen Mätresse gerät, damit hätte sie sicherlich nicht gerechnet.

Zu Anfang möchte ich gleich erwähnen: Das war mein erster historischer Roman und er konnte mich von Anfang an durchweg begeistern.
Die Autorin hat es durch den etwas altmodischen Redestil der Figuren geschafft, mich sofort in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurückzuversetzen.

„Dein Urteilsvermögen in diesen Dingen ist über jeden Zweifel erhaben(S. 32).“

Wie eine Herzogin auf einem Schloss durfte ich mich dank zahlreicher nebensächlichen Komponenten fühlen: Die der Zeit angepassten Wortwahl, die (Schloss-)Gärten, die ungeschriebenen Regeln zu Hofe und die Art der Kleidung.
Was ich garantieren kann: Eine Spannung, die sich durch das gesamte Werk zieht, in einem stetigen Anstieg. Nur auf den letzten Seiten findet sich ein leichter Abfall, aber selbst da will man wissen: Und, wie geht es nun weiter?
All das nicht nur der interessanten Handlung wegen, viel mehr wegen der einfallsreichen Charaktere, die diese Autorin geschaffen hat. Diesen hat die Schriftstellerin nämlich eine solch realistische Form verliehen, auch im Hinblick auf den historischen Hintergrund, ihren jeweiligen Stand und ihre derzeitige Situation, dass man gar nicht anders konnte, als mit ihnen mitzufiebern.
Martha Marcus hat es geschafft, Emotionen so zu vermitteln, dass sie bis in mein Herz gedrungen sind.
„Die Spätsommersonne kämpfte mit den Wolken, so wie Helena mit den Wolken in ihrer Seele kämpfte(S. 435).“

Man kann gar nicht anders, als durch diese Wortwahl Helenas Leid am eigenen Leibe zu verspüren.
Fragen wie „Wird Helena das Gut retten könnnen?“ oder, ob sie es schafft, sich geschickt aus dem Intrigenspiel zu ziehen, erhalten die Spannung bis zum Ende.

Mich hat sehr beeindruckt, wie Helena trotz allem Haltung bewahrt. Das macht sie einem als Leser besonders sympathisch, fast schon zu einem Vorbild, zu einer Heldin.

„Ihr fühlt euch so sicher in Eurem Spinnennetz, dass ihr vergesst, wozu jemand in der Lage sein könnte, der nichts mehr zu verlieren hat(S. 423).“ Das trifft Helenas Situation gegen Ende recht gut.

Zudem habe ich mit diesem Buch einen informativen Einblick in die damalige Zeit bekommen, insbesondere, wie es zu Hofe zuging, was für eine Macht eine Mätresse innehaben konnte und vor allem, wie die Mentalität damals war. Die Umgangsformen.
Das einzige, was ich zu bemängeln hätte, wären möglicherweise einige Ereignisse in den letzten Kapiteln. Auch wenn es dazu beitrug, das Ende der Geschichte maßgeblich zu begründen, leider zum Leidwesen der Glaubhaftigkeit. Allerdings möchte ich an dieser Stelle nicht allzu viel verraten, da ich sonst spoilern müsste.

Fazit:

Durch und durch gut umgesetzt. Ein gelungener Kompromiss zwischen stetig ansteigender Spannung; Gedanken, die einem mitgegeben wurden, und einem ersten Einblick in das Leben zu Hofe um 1682/84.
Martha Marcus hat mich mit diesem Buch so überzeugt, dass ich es kaum erwarten kann, auch ihre anderen Werke zu lesen.

[Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar von Bastei Lübbe. Auch vielen Dank für die Leserunde, in der ich die Autorin näher kennenlernen durfte – eine rundum sympathische Frau!]

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.


Autor

Martha Sophie Marcus

Martha Sophie Marcus - Autor
© F. Füllgrabe

Martha Sophie Marcus wurde 1972 im Landkreis Schaumburg geboren und verbrachte dort ihre Kindheit zwischen zahllosen Haustieren und Büchern. Sie studierte in Hannover Germanistik, Pädagogik und Soziologie. Anschließend lebte sie zwei Jahre lang in Cambridge und genoss die malerische historische Kulisse Großbritanniens. Ihre Leidenschaft für Literatur brachte sie früh zum Schreiben. 2010 erschien ihr erster historischer Roman, dem bald weitere folgten. Heute wohnt …

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