Das verschlossene Zimmer
 - Rachel Givney - Hardcover

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

22,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Literarische Unterhaltung
Hardcover
544 Seiten
Ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-2786-7
Ersterscheinung: 25.02.2022

Das verschlossene Zimmer

Übersetzt von Ute Leibmann

(95)

Wie viele Geheimnisse erträgt eine Familie?

Krakau, im Frühjahr 1939. Alle Zeichen stehen auf Krieg, denn das Deutsche Reich treibt seine Angriffspläne auf Polen unbarmherzig voran. Die junge Marie aber beschäftigen ganz anderen Fragen: Wer ist ihre Mutter? Warum verschwand sie, als Marie ein Kleinkind war? Und warum verweigert ihr Vater, ein renommierter Arzt, jedes Gespräch über sie? Als sie die Ungewissheit nicht mehr aushält, entschließt Marie sich zu einem drastischen Schritt.

Marie zog eine Haarnadel aus ihrem blonden Haar. Bisher verfügte sie über keinerlei Erfahrungen als Einbrecherin, doch Olaf, ein ortsansässiger Tunichtgut, der zusammen mit ihr in der Straßenbahn zur Schule fuhr, hatte sich ihr gegenüber in dieser Woche damit gebrüstet, dass es ein Leichtes sei, ein Schloss mit einem schmalen Metallstück aufzubrechen. "Einfach nur reinschieben und ein bisschen hin und her ruckeln", hatte er geprahlt.

Marie musterte den Messingdraht und lächelte. In der Regel sahen die Leute in einer Haarnadel nur ein Accessoire, mit dem man seine Frisur bändigen konnte. Marie sah darin etwas anderes – einen Schlüssel.


Als Marie das Zimmer ihres Vaters aufbricht und durchsucht, riskiert sie, dadurch sein Vertrauen zu verspielen. Doch sie hat keine andere Wahl: Sie muss wissen, was aus ihrer Mutter wurde ...


Rachel Givney erzählt eindrucksvoll davon, was eine Familie ausmacht. Ein Roman, der zutiefst bewegt und nachhallt.

Downloads Hardcover Coverdownload (300 DPI)
eBook (epub) Coverdownload (300 DPI)

Bloggerstimmen

Rezensionen aus der Lesejury (95)

Tokall Tokall

Veröffentlicht am 15.03.2022

Mehr ein Liebesroman als ein historischer Roman

Es passiert mir äußerst selten, dass ich von einem Buch stark überrascht werde, wenn mir zuvor der Klappentext und die Leseprobe zugesagt haben. Bei „Das verschlossene Zimmer“ von Rachel Givney war es ... …mehr

Es passiert mir äußerst selten, dass ich von einem Buch stark überrascht werde, wenn mir zuvor der Klappentext und die Leseprobe zugesagt haben. Bei „Das verschlossene Zimmer“ von Rachel Givney war es jedoch leider genau so, was vor allem daran lag, dass der Klappentext nur wenig verrät und man nach Lektüre der Leseprobe nicht weiß, in welche Richtung sich das Werk weiter entwickelt. Ich bin mit einer gänzlich anderen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen. Ich hatte mit etwas Medizinhistorischem gerechnet, und das vor dem Hintergrund der im Jahr 1939 beginnenden Kriegsereignisse. Stattdessen las ich über weite Strecken eine Liebesgeschichte, und das auch noch auf zwei Zeitebenen. Während 1939 Marie und Ben zueinander finden und die intelligent-naive (ja, das geht…) Marie für ihre Liebe zu Ben sogar zum Judentum konvertiert, finden zwischen 1918 und 1922 die armutsgefährdete, fleißig-umsichtige Helena und der Kriegsrückkehrer Dominik zueinander. Diese beiden Liebesgeschichten stehen im Zentrum des Buchs. Und der Schreibstil der Autorin ist durchaus gelungen, das Buch liest sich flüssig und Rachel Givney versteht es gut, beim Leser Neugier und Spannung zu wecken, man will stets wissen, wie es weitergeht, was an den vielen offenen Fragen liegt, die man als Leser mit sich herumträgt und die man beantwortet wissen will. Auch versteht es die Autorin, in unregelmäßigen Abständen mal erzähltechnische „Kniffe“ wie Vorausdeutungen oder Rückblenden als „Cliffhanger“ am Ende eines Kapitels einzustreuen, um Offenheit zu erzeugen und so zum Weiterlesen zu animieren. Ihr erzählerisches Handwerk versteht die Autorin also auf jeden Fall, daran gibt es nichts auszusetzen. Und wer sich mit Liebesgeschichten thematisch anfreunden kann, dem kann ich das Buch auch durchaus empfehlen. Ich glaube, wem z.B.“ Kinderklinik Weißensee“ von Antonia Blum gefallen hat, der wird auch an diesem Buch Freude haben. Aber für solche Freunde und Freundinnen historischer Romane, die gerne faktenreich in die Zeitgeschichte eintauchen möchten, ist dieses Buch nach meinem Dafürhalten eher nichts. Der historische Hintergrund spielt nämlich nur marginal eine Rolle. Anders als in anderen historischen Romanen (wie z.B. bei Ulf Schiewe) werden auch keine realen Persönlichkeiten in die Handlung einbezogen, mit denen die Figuren interagieren. Nein, um die Liebesgeschichten herum gruppieren sich stattdessen folgende Themen, die immer mal wieder gestreift werden: So geht es um die Konkurrenz zweier Ärzte, die um das Amt des Chefarztes miteinander konkurrieren. Einer von diesen beiden Ärzten, Wolanski, wird dabei ganz klar als Antisemit charakterisiert. Weiterhin geht es um Familiengeheimnisse. Marie will das Rätsel um ihre Mutter lösen, sie weiß nicht, wo diese abgeblieben und was aus ihr geworden ist. Und Maries Vater will ein Geheimnis bewahren und scheint etwas verbergen zu wollen. Ein weiteres Thema, das am Rande erwähnt wird, ist das des schwierigen sozialen Aufstiegs von Frauen im Arztberuf in Polen, und überhaupt die schwierige Rolle der Frau zur damaligen Zeit, v.a. was die Abhängigkeit vom Mann betrifft. Punktuell wird auch immer wieder der Antisemitismus in Krakau und in Lemberg vertieft. Und von dem, was sich zuträgt, ist man als Leser auch durchaus geschockt. Oft genug habe ich mit dem Kopf geschüttelt, es fällt schwer aus heutiger Sicht die Denk- und Verhaltensweisen von früher rational ergründen zu wollen. Es hätte aber an vielen Stellen nach meinem Geschmack ruhig noch mehr in die Tiefe gehen können, so wie es der Autorin beispielsweise gelungen ist, als sie das Lemberger Pogrom (1918) im Polnisch-Ukrainischen Krieg darstellt. Auch hätte ich es spannend gefunden, wenn Marie ihrem Vater häufiger bei der Ausübung ihres Arztberufes assistiert hätte (wie z.B. in Kap. 28). Ich empfand die Distanz zwischen Vater und Tochter doch als sehr groß, sie haben eindeutig ein Problem mit der offenen Kommunikation, was vielleicht ja auch zur damaligen Zeit passt.
Kleinere Abzüge gibt es auch für andere Dinge, über die ich beim Lesen gestolpert bin: Immer mal wieder gab es unrealistische Passagen (z.B. das Abschneiden von Marie bei der Aufnahmeprüfung, der zu perfekte Vater, die Schilderung eines Geburtsvorgangs und weitere Kleinigkeiten, die ich hier unerwähnt lasse, weil sie zu viel verraten würden). Die Auflösung am Ende hat mich überhaupt nicht überzeugen können. Auch fand ich einige wenige Figuren etwas überzeichnet, allem voran den Arzt Wolanski, teilweise auch den jungen Kollegen Johnny. Nicht zuletzt gab es auch Erzählstränge, die entweder nicht sinnvoll abgeschlossen wurden oder bei denen man sich fragte, ob sie wirklich nötig gewesen wären. So fand ich z.B. den Erzählstrang um Ruth Landau und ihren Sohn Daniel überflüssig. Und auch die Konkurrenz zwischen den beiden Ärzten findet nicht wirklich einen würdigen Abschluss, auch Johnny hätte es als Figur nicht unbedingt gebraucht. Es wäre also durchaus Potential vorhanden gewesen, die Handlung zu straffen. Nicht zuletzt hätte ich mir natürlich gewünscht, dass weniger Liebesgeschichten im Mittelpunkt gestanden hätten als vielmehr etwas Medizinhistorisches, für mich nehmen die Liebesgeschichten einfach zu viel Raum ein, dafür kam das Historische zu kurz.

Fazit: Ein Buch, das für mich mehr Liebesroman als historischer Roman ist, und das zudem einige Stolperstellen beim Lesen bereithält. Erzähltechnisch ist das Werk aber durchaus gelungen

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Schugga Schugga

Veröffentlicht am 04.03.2022

Superschlau, supernaiv - super unglaubwürdig!

Krakau, 1939: Marie wuchs als wohlbehütete Tochter eines erfolgreichen Krakauer Arztes auf. Nun ist sie 17 und nicht nur in ihr brodelt der Drang nach Veränderungen, auch auf politischer Ebene spitzen ... …mehr

Krakau, 1939: Marie wuchs als wohlbehütete Tochter eines erfolgreichen Krakauer Arztes auf. Nun ist sie 17 und nicht nur in ihr brodelt der Drang nach Veränderungen, auch auf politischer Ebene spitzen sich die Dinge zu. Doch von alldem will Marie nichts wahrhaben, wichtiger ist ihr, endlich das Geheimnis um ihre Mutter zu lösen, von der ihr Vater ihr selbst den Namen vehement verschweigt. Angeblich verschwand sie, als Marie noch ein kleines Kind war. Aber wohin? Und warum?
Erwartet habe ich einen Roman um eine toughe junge Frau, die inmitten gravierender historischer Ereignisse ein Familiengeheimnis zu lüften versucht. Erhalten habe ich eine Erzählung, in der sowohl Marie wie auch ihre Mutter (in der Vergangenheit) mehrere äußerst fragwürdige Charakterwechsel von hochintelligent zu strunzdumm und wieder zurück durchmachen. Ein Beispiel wäre bei Marie: Einerseits ist sie intelligent genug, um Medizin zu studieren, wobei ihr lediglich die stark patriarchisch geprägte Gesellschaft noch im Weg steht. Die ganzen Geschehnisse rund um die Judenverfolgung will sie aber angeblich trotz ihrer 17 Jahre nicht mitbekommen haben - selbst, als der Rabbi ihr von der Kristallnacht in Deutschland berichtet reagiert sie, als hätte er ihr lediglich von einem Unwetter in Deutschland berichtet. Wie kann man so weltfremd sein? Solcherlei Widersprüche ziehen sich durch den ganzen Roman - auch ihre Mutter scheint eine wahre Superwoman zu sein, was die sich angeblich so alles selbst beibringen kann. Dadurch wirkte die Handlung irgendwann einfach nur noch absurd, die geschichtlichen Hintergründe werden im Roman fast schon unter „ferner liefen“ abgehandelt, so unbeteiligt, wie Marie darauf (nicht) reagiert. Die Überraschung, welche Marie betreffs ihrer Mutter letztendlich aufdeckte, war im Nachhinein leider keine wirkliche Überraschung mehr sondern wirkte eher wie von der Autorin konstruiert, damit es irgendwie passt.
Leider muss ich sagen, dass ich mich bei diesem unrealistischen Wechselspiel zwischen intelligenter Superwoman und weltfremden Naivchen irgendwann einfach nur noch gelangweilt habe. Die Chance, einschneidende Erlebnisse der Weltgeschichte emotional stärker hervorzuheben, wurde nicht ergriffen, Marie blendete die Schrecken um sich herum einfach aus. Das riss dann auch das Schicksal ihrer Mutter nicht mehr raus, zumal das Ende größtenteils vorhersehbar war und ich selbst hier das Verhalten der Beteiligten nur begrenzt nachvollziehen konnte.
Eine stark unglaubwürdige Erzählung mit nicht stringenten Charakteren, keine Leseempfehlung meinerseits.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Gavroche Gavroche

Veröffentlicht am 01.03.2022

Leider anders als erwartet

Bei diesem Roman konnte mich die Leseprobe sofort begeistern und ich war neugierig, wie es wohl weitergehen wird mit dem verschlossenen Zimmer und den Fund, den Marie dort macht. Doch leider nahm meine ... …mehr

Bei diesem Roman konnte mich die Leseprobe sofort begeistern und ich war neugierig, wie es wohl weitergehen wird mit dem verschlossenen Zimmer und den Fund, den Marie dort macht. Doch leider nahm meine Begeisterung im Laufe der weiteren Lektüre immer mehr ab. Gegen Ende wurde es wieder etwas besser, aber nicht so sehr. Marie wächst bei ihrem Vater Dominik auf, der als Arzt in einem Krakauer Krankenhaus arbeitet. Die Mutter ist nicht existent, der Vater weicht auf Nachfragen immer wieder aus, doch Marie möchte endlich mehr über sie erfahren; noch nicht einmal den Namen ihrer Mutter kennt sie. Nach der Schule möchte sie gerne Medizin studieren, wie ihr Vater, doch das ist im Krakau des Jahres 1939 gar nicht so einfach. Dominik hingegen möchte seine Tochter gut verheiratet wissen. Erzählt wird der Roman aus den Perspektiven von Dominik und Marie; später gibt es noch Rückblenden. Der Roman hat durchaus gute Ansätze, allerdings werden hier so einige Personen eingeführt, Spannung wird aufgebaut, die dann jedoch im Nichts verpufft. Krakau im Jahr 1939, die sich zuspitzende politische Situation, der drohende Krieg - all das wird viel zu sehr an den Rand gedrängt bzw. gar nicht erst thematisiert. Wer einen gut recherchierten historischen Roman erwartet, der wird enttäuscht werden. Wer jedoch eher leichtere Lektüre bevorzugt mit nicht so komplizierten Beziehungsgefügen, wird sicherlich mehr Freude an diesem Roman haben.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

TochterAlice TochterAlice

Veröffentlicht am 28.02.2022

Unwirklich und nicht schlüssig

Marie hat einen Vater, der sich aufopferungsvoll um sie kümmert - er ist Arzt in einem großen Krankenhaus, dennoch findet er jeden Abend Zeit, für sie zu kochen und sich auch sonst eindringlich ... …mehr

Marie hat einen Vater, der sich aufopferungsvoll um sie kümmert - er ist Arzt in einem großen Krankenhaus, dennoch findet er jeden Abend Zeit, für sie zu kochen und sich auch sonst eindringlich um sie zu kümmern. Mehr noch, als um seinen Beruf und in dem geht er wirklich auf.

Doch er hält sich sehr zurück, was die Vergangenheit angeht. Marie kann fragen und fragen, doch so richtige Antworten erhält sie nicht. Weder in Bezug auf seine Vergangenheit, noch - was Marie noch viel mehr interessiert - auf die ihrer Mutter.

Anderen Menschen gegenüber verhält er sich tolerant, verständnisvoll und duldsam. Daher ist Marie sowohl erstaunt als auch befremdet, dass er etwas gegen ihre Heirat mit dem Juden Ben, schon seit Kindertagen der Mann ihres Lebens hat. Und sie wählt einen ausgesprochen ungewöhnlichen und zugleich gefährlichen Weg, um ihr Ziel zu erreichen.

Unwirkliche Geschichten zu ernsten, ja tragischen historischen Themen können etwas ganz Besonderes, kunstvoll gearbeitetes sein, durch das man das Wesen des Ereignisses oder der Epoche noch einmal neu bzw. von einer anderen Seite aus entdeckt. Gute Beispiele sind für mich "Die Bücherdiebin" und "Der Junge im gestreiften Pyjama".

Hier hingegen strahlt Protagonistin Marie eine seltsame Naivität aus. Ihre Aktionen - allen voran der Übertritt zum Judentum sind mutig, aber komplett undurchdacht und damit ausgesprochen gefährlich. Sowohl für sie selbst als auch für andere.

Leider kann ich den Roman dadurch nicht so recht ernst nehmen - stellenweise kommt es mir vor, als ob die Autorin selbst einige der Ereignisse, Umstände und Fakten, von denen sie erzählt, nicht umfassend verstanden hat. Meiner Ansicht nach kann man durch die Lektüre dieses Romans einen komplett falschen Eindruck von der beschriebenen Zeitspanne, dem Jahr 1939, erhalten.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Schnuppe Schnuppe

Veröffentlicht am 28.02.2022

Reinfall

1939 zeichnet sich die Gefahr für Polen durch Deutschland bereits ab, doch die 17-jährige Schülerin Marie dreht sich nur um sich selbst. Sie lebt allein mit ihrem Vater, einem angesehenen Arzt in Krakau. ... …mehr

1939 zeichnet sich die Gefahr für Polen durch Deutschland bereits ab, doch die 17-jährige Schülerin Marie dreht sich nur um sich selbst. Sie lebt allein mit ihrem Vater, einem angesehenen Arzt in Krakau. Er kümmert sich aufopferungsvoll um seine Tochter, seine Patienten und den Haushalt. Marie möchte gerne ergründen, wer ihre Mutter war und was aus ihr wurde, hierzu schweigt der Vater jedoch beharrlich. Außerdem möchte Marie gerne Medizin studieren und damit in die Fußstapfen des Vaters treten, zudem will sie Ben, ihre Kindheitsliebe, heiraten, den sie kürzlich wiedergetroffen hat. Dass sie hierzu zum Judentum konvertieren muss, schreckt sie auch angesichts der aktuellen Entwicklungen nicht ab.
Aus dem Stoff hätte man eine gute Geschichte machen können, doch die Autorin verzettelt sich, passt die Charaktere der Handlung an, so dass diese jegliche Authentizität verlieren, führt neue Figuren in Nebensträngen ein, die dann wieder in der Versenkung verschwinden, begeht Logikfehler oder erfindet unglaubwürdige Handlungen. Das Zeitgeschehen und die Umgebung spielen nur untergeordnete Rollen. Das Lektorat hat auch nicht funktioniert, die Namen der Hauptfiguren sind immer unterschiedlich geschrieben.
In einem zweiten Zeitabschnitt wird die Geschichte der Mutter geschildert, auf diesen Treffen die Kritikpunkte leider genauso zu. Das Geheimnis war nach einiger Zeit absehbar und fügte sich in seiner Unglaubwürdigkeit in den Gesamtkontext ein.
Diese Entwicklung war nach der Leseprobe und dem interessanten Cover leider nicht absehbar.
Sehr schade, aber von dieser Lektüre kann ich nur abraten.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.


Autorin

Rachel Givney

Rachel Givney - Autor
© Tegan Louise

Rachel Givney hat als Drehbuchautorin schon an vielen der beliebtesten australischen TV-Serien mitgewirkt, u. a. bei McLeods Töchter. Nach längeren Aufenthalten in den USA, Großbritannien und Deutschland lebt die gebürtig Australierin heute wieder in Sydney. Für Secrets My Father Kept reiste sie aber mehrfach für Recherchen nach Polen. Die Filmrechte ihres ersten …

mehr erfahren