Der Fall Alice im Wunderland
 - Guillermo Martínez - PB

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16,00

inkl. MwSt.

Eichborn
Krimis
Paperback
315 Seiten
Ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8479-0046-7
Ersterscheinung: 29.05.2020

Der Fall Alice im Wunderland

(25)

Die ehrwürdige Oxforder Lewis-Carroll-Bruderschaft ist einer Sensation auf der Spur: Aus dem Tagebuch des weltberühmten Schöpfers von Alice im Wunderland ist eine bis dato verschollene Seite aufgetaucht, die Brisantes offenbart. Doch bevor die Bruderschaft den Fund veröffentlichen kann, geschehen mehrere Morde, die durch das literarische Universum von Lewis Carroll inspiriert zu sein scheinen. Auch in ihrem zweiten Fall müssen Logik-Professor Arthur Seldom und sein junger argentinischer Mathematik-Doktorand scharf kombinieren, um den rätselhaften Fall zu lösen.

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Bloggerstimmen

Rezensionen aus der Lesejury (25)

Anaba Anaba

Veröffentlicht am 11.01.2021

Sorgfältig recherchierter Krimi mit Sogwirkung

Auf das Hörbuch "der Fall Alice im Wunderland" war ich sehr neugierig, denn der Titel des argentinischen Autors wurde mit einem der beiden wichtigsten spanischen Literaturpreise (Premio Nadal 2019) ausgezeichnet, ... …mehr

Auf das Hörbuch "der Fall Alice im Wunderland" war ich sehr neugierig, denn der Titel des argentinischen Autors wurde mit einem der beiden wichtigsten spanischen Literaturpreise (Premio Nadal 2019) ausgezeichnet, doch gleichzeitig in der Masse sehr unterschiedlich bewertet. Daher war ich sehr gespannt, welchen Eindruck dieses Werk auf mich machen würde.
Dies ist der zweite Fall der Ermittler, doch ist mir der Vorgänger nicht bekannt. Trotzdem war der Einstieg in die Geschichte einfach. Da der Autor sich auf wenige Charaktere fokussiert wirken diese interessant und individuell.
Nach den ersten vier Kapiteln tat ich es dem Hauptcharakter gleich und habe mich mit der Biographie und den Tagebüchern von Lewis Carroll befasst. Diesen kleinen Ausflug kann ich wärmstens empfehlen, denn es verdeutlicht wie intensiv sich der Autor damit befasst hat und wie geschickt er Fiktion und Realität verwoben hat. Gleichzeitig ist das Werk durchzogen von einer Liebe zur Mathematik, deren Begeisterung des Hauptcharakters sich auf den Leser überträgt. Der Autor glänzt mit Allgemeinwissen ohne belehrend oder aufdringlich zu wirken.
Die Mordermittlung selbst war interessant, doch gab es wenig Ansätze mit zuraten. Daher habe ich die Erzählung selbst auf mich wirken lassen und folgte am Ende gebannt der Auflösung. Diese konnte mich überraschen und überzeugen.
Der Sprecher Sascha Tschorn war mir bereits aus anderen Hörbüchern bekannt. Ich mag seine wohlklingende Stimme sehr. In diesem Hörbuch erfasst er den analytischen Charakter und lässt dies gekonnt einfließen. Es war zu Beginn ein bisschen gewöhnungsbedürftig doch passt es, für mich, sehr zu der Erzählung.
Insgesamt ein äußerst interessantes Werk welches mich durch die genaue Recherche beeindrucken konnte. Die Ermittlungen selbst fand ich fesselnd, auch wenn es mir schwer fiel eigene Theorien zu entwickeln.
Ich werde mit Sicherheit den vorherigen Band "die Oxford Morde" ebenfalls lesen.
Ein weiteres Buch des Autors ist bereits angekündigt "Der langsame Tod der Luciana B" soll Ende April 2021 veröffentlicht werden.

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booklooker booklooker

Veröffentlicht am 11.01.2021

Verlorene Seiten

Nach den "Pythagoras-Morden" legt der argentinische Schriftsteller und Mathematiker Guillermo Martínez den zweiten Fall für den Logik-Professor Arthur Seldom und seinen jungen argentinischen Mathematik-Doktoranden ... …mehr

Nach den "Pythagoras-Morden" legt der argentinische Schriftsteller und Mathematiker Guillermo Martínez den zweiten Fall für den Logik-Professor Arthur Seldom und seinen jungen argentinischen Mathematik-Doktoranden vor. "Der Fall Alice im Wunderland" kreist um den berühmten Schriftsteller Lewis Carroll (1832 - 1898), dessen berühmtes Werk "Alice im Wunderland" zum Gegenstand einer erbitterten Diskussion über (nicht bewiesene) sexuelle Neigungen seines Verfassers geworden ist.

Die ehrwürdige Oxforder Lewis-Carroll-Bruderschaft ist einer Sensation auf der Spur: Aus dem Tagebuch des weltberühmten Schöpfers von Alice im Wunderland ist eine bis dato verschollene Seite aufgetaucht, die Brisantes offenbart. Doch bevor die Bruderschaft den Fund veröffentlichen kann, geschehen mehrere Morde, die durch das literarische Universum von Lewis Carroll inspiriert zu sein scheinen. Auch in ihrem zweiten Fall müssen Logik-Professor Arthur Seldom und sein junger argentinischer Mathematik-Doktorand scharf kombinieren, um den rätselhaften Fall zu lösen.

Das interessante Cover gibt einen kleinen Vorgeschmack auf die Geschichte. Ein schwarzer Zylinder und eine altmodische Taschenuhr wecken Assoziationen an eine längst vergangene Epoche.

Das Geschehen wird aus der Sicht des jungen argentinischen Mathematik-Doktoranden vermittelt, dessen (angeblich) unaussprechlicher Name mit einem "G" beginnt. Alle weiteren Angaben über seine Identität bleiben bewusst im Nebel, so dass gewisse Mutmaßungen, er könne als Alter Ego des Verfassers betrachtet werden, durchaus berechtigt sind. Honi soit qui mal y pense!

An und für sich finde ich diese in Oxford spielende intelligent konstruierte, vielschichtige Geschichte sehr interessant, aber sie hat mich einfach nicht richtig gepackt. Wahrscheinlich liegt es an dem unterkühlten britischen Stil, der an die guten alten Sherlock-Holmes-und-Doktor-Watson - Romane erinnert. Dieses Buch hält sich an eine bewährte Tradition, die in der heutigen Zeit aus der Mode gekommen ist.

Kommen wir zum Sprecher. Er besitzt eine sehr angenehme, klare Stimme, aber seine Art des Vortrages hat mir nicht zugesagt. Für Für meinen Geschmack fehlen jegliche Emotionen, alles wird sachlich zusammengefasst, bis in das kleinste Detail hinein analysiert und aus der nüchternen Sicht eines Wissenschaftlers betrachtet, was für einen Doktoranden der Mathematik durchaus angemessen ist.

Bei der gerechten Beurteilung dieses Werkes tue ich mich schwer. Wer ein Faible für Mathematik besitzt, klassische Whoduneit-Krimis liebt und intelligente Unterhaltung bevorzugt, die wissenschaftliche Fakten mit literarischer Fiktion mischt, wird dieses anspruchsvolle Hörbuch gewiss genießen können. Viel Vergnügen!

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katze102 katze102

Veröffentlicht am 11.01.2021

gute Unterhaltung mit gelungenem Mix aus Realem und Fiktion

Von wahren Begebenheiten inspiriert schrieb Guillermo Martínez "Der Fall Alice im Wunderland", den Sascha Tschorn sehr angenehm und ansprechend für dieses Hörbuch eingesprochen hat.

Eine tatsächlich ... …mehr

Von wahren Begebenheiten inspiriert schrieb Guillermo Martínez "Der Fall Alice im Wunderland", den Sascha Tschorn sehr angenehm und ansprechend für dieses Hörbuch eingesprochen hat.

Eine tatsächlich verschollene Seite aus Lewis Carolls Tagebuch ist aufgetaucht, erregt große Aufmerksamkeit, denn sie könnte aufzeigen, in welchem Verhältnis dieser zu Alice gestanden hatte. Es beginnt ein Krimi mit vielen Wendungen, mehreren Toten und vielen Anspielungen auf Inhalte des Buches “Alice im Wunderland”. Forschungen und Weitstreit unter den Beteiligten schmücken die Geschichte aus, lassen Oxford, Debatierklubs, eine erdachte Bruderschaft vor dem Zuhörer entstehen; und es wird thematisiert, in wieweit Lewis Carolls, der im wahren Leben Charles Lutwidge Dodgson hieß, mit einigen seiner vielen Fotos zwar den damaligen Zeitgeist getroffen haben mag, sich aber die Frage stellt, ob die Mädchennacktfotos als Kunst durchgehen oder etwas ganz anderes dahintersteckt. Außer Acht lassen darf man dabei nicht, dass es zu der zu der damaligen Zeit durchaus üblich war, dass Mädchen mit 12 Jahren verlobt und mit 14 Jahren verheiratet wurden.

Den Griff auf die Tagebücher samt fehlender Seite sowie Brief finde ich sehr gelungen um Spekulation und Wahrheit spannend in diesem Krimi zu verknüpfen. Der Verlauf dieses Krimis wird ansprechend erzählt und vermittelt sehr viel über das Leben Carolls; man kommt nicht drum herum, immer wieder tiefergehende Informationen dazu online anzusehen. Manchmal scheint der Krimi kleine Umwege zu nehmen, ist nicht vorhersehbar und wartet mit einem überraschenden Ende auf. Manchmal gibt es zwischendurch Wiederholungen, wodurch es leider immer wieder etwas zäh wird.

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen; er hat mich ausgesprochen gut unterhalten, mir viele neue Informationen über Carrolls Leben nahegebracht, war interessant bis zum Schluss und sehr ansprechend gelesen.

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Jethro Jethro

Veröffentlicht am 18.01.2021

Mord in Oxford - spannende Lehrstunde zu Lewis Carroll

Der Krimi „Der Fall Alice im Wunderland“ ist der zweite Band mit dem Oxforder Logik-Professor Arthur Seldom und seinem argentinische Mathematik-Doktoranden.
Die ehrwürdige Lewis-Carroll-Bruderschaft ist ... …mehr

Der Krimi „Der Fall Alice im Wunderland“ ist der zweite Band mit dem Oxforder Logik-Professor Arthur Seldom und seinem argentinische Mathematik-Doktoranden.
Die ehrwürdige Lewis-Carroll-Bruderschaft ist einer Sensation auf der Spur. Eine verschollene Seite aus Lewis Carrolls Tagebüchern soll aufgetaucht sein. Ihr Inhalt könnte ein völlig neues Licht auf Carrolls mutmaßlicher Pädophilie und sein Verhältnis zu Alice und ihrer Familie werfen. Doch bevor der Inhalt bekannt wird, geschieht ein Mordversuch, und bei diesem soll es nicht bleiben.
Guillermo Martinez hat auf der Grundlage der Forschung um Lewis Carrolls Tagebücher und seine mutmaßliche Pädophilie einen gut recherchierten und spannenden Krimi geschrieben. Die Ereignisse um Carrolls Tagebücher haben größtenteils realen Hintergrund, in dem sich die Krimi-Handlung wunderbar einfügt. Mich hat das Thema auch dazu veranlasst, selber mehr über Carrolls Tagebücher zu erfahren. Vieles an diesem 1994 spielenden Krimi erinnert an das Flair der Sherlock-Holmes-Romane, besonders wenn die (so nicht real existierende) Lewis-Carroll-Bruderschaft handelt. Aktionreich ist das alles nicht, aber dennoch steigert sich die Spannung in der zweiten Hälfte beträchtlich (während der ersten Hälfte manchmal etwas das Tempo fehlt). Die Personen werden charakterlich anschaulich dargestellt, ihre Motive zu handeln sind gut nachzuvollziehen. Auch sind die meisten Figuren nicht einfach nur gut oder böse, so dass man mit den meisten auch immer wieder Sympathie oder auch Abneigung empfindet.
Mir hat die Mischung aus Krimi und Literaturforschung sehr gut gefallen, auch einige Ausflüge in den Bereich der Mathematik hat Martinez ohne groß zu belehren gut eingefügt (mir persönlich gefällt der Exkurs zu Andrew Wiles‘ Beweis der Fermatschen Vermutung sehr gut).
Der Hörbuchsprecher Sascha Tschorn macht seine Sache ordentlich. Man kann ihm gut zuhören, jedoch wäre bei der großen Anzahl an Personen manchmal etwas mehr stimmliche Abwechslung gut gewesen. Dennoch macht das Hören Spass, besonders in der zweiten Hälfte, wenn das Tempo schneller wird. Ein guter, etwas anspruchsvollerer Krimi, der gut unterhält und auch informiert.

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melange melange

Veröffentlicht am 17.01.2021

Skandal! Moral!

Zum Inhalt:
Die Carroll-Bruderschaft ist aufgewühlt, als eine Studentin eine verschwundene Tagebuchseite des Schriftstellers findet. Schon lange wird gemunkelt, dass Carroll pädophil war und sein Interesse ... …mehr

Zum Inhalt:
Die Carroll-Bruderschaft ist aufgewühlt, als eine Studentin eine verschwundene Tagebuchseite des Schriftstellers findet. Schon lange wird gemunkelt, dass Carroll pädophil war und sein Interesse an dem realen Vorbild von Alice heutigen moralischen Maßstäben nicht genügen würde. Doch bevor sie die Seite vorlegen kann, wird auf die Studentin ein Anschlag verübt, den sie nur schwerverletzt überlebt. Bei dieser Tat bleibt es nicht und bald gibt es die erste Leiche.

Mein Eindruck:
Diese Geschichte macht es dem Leser sehr schwer, sich in ihr zurechtzufinden; lange Zeit rätselt man um Täter und Motiv, viele falsche Spuren verwirren zusätzlich. Was jedoch direkt gefällt, ist die skurrile Personenschar, die sich Martinez als Begleitung für seinen (halb-autobiografischen) Ich-Erzähler erdacht hat. Neben den schon aus dem ersten Buch bekannten Professor, Journalisten und Detektiv viele Mitglieder der fiktiven Bruderschaft und ein neuer Polizist, der sich nur barfuß durch die Stadt bewegt. Der Schreibstil ist gewohnt gradlinig, mit Gefühlen tut sich der Autor weiterhin schwer. Es plätschert an der Oberfläche, statt bedeutsam in die Tiefe zu gehen. Das größte Manko des Hörbuchs ist jedoch der Sprecher, der den Text uninspiriert und mit falscher Betonung herunterliest anstatt ihn zu interpretieren. Das, zu viele unbeantwortete Fragen und das „zweite“ über alle Maßen unglaubwürdige Ende führen trotz einer wirklich guten Aufklärung des Hauptfalls zu einer Einstufung des (Hör-)Buches als mittelmäßig. Schade eigentlich.

Mein Fazit:
Zuerst zwar schlecht gelesen, aber gut konstruiert. Zum Schluss absurd.

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Autor

Guillermo Martínez

Guillermo Martínez - Autor
© Alejandra Lopez

Guillermo Martínez, geboren 1962, lebt in Buenos Aires und ist promovierter Mathematiker. Zwei Jahre seiner Doktorandenzeit verbrachte er an der Universität Oxford. Für seinen Krimi "Die Oxford-Morde" erhielt er 2003 den Premio Planeta; der Roman wurde in über 40 Sprachen übersetzt und 2008 fürs Kino verfilmt. Der Nachfolgeband "Der Fall Alice im Wunderland" …

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