Ein Fremder hier zu Lande
 - Ralph Knobelsdorf - Hörbuch

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13,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Krimis
Hörbuch (Download)
877 Minuten
Ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7540-0186-8
Ersterscheinung: 17.08.2022

Ein Fremder hier zu Lande

Folge 2 der Serie "Ein Fall für Wilhelm von der Heyden"
Gelesen von Matthias Lühn

(9)

Berlin jagt den ersten Serienmörder der Stadtgeschichte

März 1856. An der Königsmauer, der berüchtigten Bordellgasse Berlins, wird die Leiche einer jungen Frau aus gutem Haus gefunden. Auf den ersten Blick ist klar: Sie wurde stranguliert. Der Leichenbeschauer entdeckt jedoch seltsame Kerben am Schienbein, die er bereits bei drei anderen Opfern nachgewiesen hat. Sie alle waren Prostituierte, keiner der Morde wurde aufgeklärt. Haben es der junge Kriminalkommissar Wilhelm von der Heyden und sein Kollege Vorweg mit dem ersten Serienmörder der Stadt zu tun? Der Druck auf sie wächst von Tag zu Tag: Sollte die Presse von den Fällen erfahren, wird Angst die Stadt erfassen ...

Vier junge Frauen und ein skrupelloser Täter – Wilhelm von der Heyden ermittelt in einem neuen Fall

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Bloggerstimmen

Rezensionen aus der Lesejury (9)

labelloprincess labelloprincess

Veröffentlicht am 30.09.2022

konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Das Cover finde ich für das Buch gut gewählt. Beim Betrachten kann man erkennen, dass die Geschichte in der Vergangenheit spielt. Der gelbe Buchschnitt ist ein toller Hingucker.
Der Schreibstil war für ... …mehr

Das Cover finde ich für das Buch gut gewählt. Beim Betrachten kann man erkennen, dass die Geschichte in der Vergangenheit spielt. Der gelbe Buchschnitt ist ein toller Hingucker.
Der Schreibstil war für mich vor allem zu Beginn sehr schwierig zu lesen, natürlich war er an die damalige Zeit angepasst. Mit der Anzahl der gelesenen Seiten wurde es zum Glück besser und zum Schluss kam ich sogar relativ schnell voran. Die Wechsel der Erzählperspektiven zwischen den Charakteren fand ich toll.
Zu Beginn konnte mich das Buch leider gar nicht fesseln, die Spannung war sehr niedrig und die Handlung plätscherte eher etwas dahin. In der ersten Buchhälfte musste ich mich zum Lesen sehr motivieren, mir fehlte irgendwie der roter Faden. Zum Glück wurde das mit der Zeit etwas besser. Zum Ende hin machte die Handlung für mich mehr Sinn, das Buch wurde insgesamt spannender und ich habe mit mehr Freude gelesen. Die Charaktere blieben für mich leider sehr distanziert, so richtig warm wurde ich mit ihnen bis zum Schluss nicht.
Ich vergebe für das Buch 3 von 5 Sterne.

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chuckipop chuckipop

Veröffentlicht am 28.09.2022

Serienmord im Rotlichtviertel - ein spannender Kriminalfall aus dem Jahr 1856!

"Ein Fremder hier zu Lande - ein neuer Fall für Wilhelm von der Heyden" von Ralph Knobelsdorf ist als Taschenbuch mit 512 Seiten bei Lübbe erschienen.

Es handelt sich, wie im Titel bereits erwähnt, um ... …mehr

"Ein Fremder hier zu Lande - ein neuer Fall für Wilhelm von der Heyden" von Ralph Knobelsdorf ist als Taschenbuch mit 512 Seiten bei Lübbe erschienen.

Es handelt sich, wie im Titel bereits erwähnt, um den zweiten Band einer Reihe. Der Kriminalfall ist allerdings in sich abgeschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Wer gern die Entwicklung der Protagonisten von Anfang an verfolgt und sich einen ausführlichen Überblick über den damaligen Polizeiapparat verschaffen möchte, dem empfehle ich, zuvor Band 1 der Reihe zu lesen, der ist ebenfalls sehr lohnenswert :)

Berlin, März 1856. Eine junge, blonde Frau wird in der Bordellgasse an der Königsmauer stranguliert aufgefunden. Der Leichenbeschauer stellt fest, dass es besondere Knocheneinkerbungen an der Toten gibt, die er bereits vorher gesehen hat. Bei den anderen Leichen handelte es sich um Prostituierte, nun liegt eine junge Frau aus gutem Hause auf Fleischmanns Tisch.

Kriminalkommissar Wilhelm von der Heyden und sein Kollege Ernst Vorweg werden mit den Ermittlungen betraut - und es ist ein zielmicher Druck vorhanden, denn hier scheint ein Serienmörder am Werk zu sein, den es zu fassen gilt...!

Ralph Knobelsdorf hat einen spannenden historischen Kriminalroman geschrieben, der mit seiner bildhaften Sprache und seinen detailliert beschriebenen Charakteren eine tolle, authentische Atmosphäre erzeugt und den Leser ganz tief mitnimmt in das Jahr 1856 nach Berlin, ins Rotlichtmilieu. Ich konnte förmlich das Hufgeklapper der Droschkenpferde auf dem Kopfsteinpflaster hören, dazu eine Nase voll Pferdedung und die schummrige Straßenbeleuchtung ;)

Besonders interessant waren für mich auch diesmal wieder der Einblick in die damalige Polizeiarbeit und dass die Ermittlungen die Polizei in unterschiedliche Schichten der Gesellschaft führt.

Als weiteres Highlight kommt der Täter zwischendurch selbst regelmäßig zu Wort - das finde ich besonders spannend, denn auch, wenn man die Identität noch nicht kennt, so ist man als Leser der Polizei doch weit voraus...

Im Nachwort erklärt der Autor noch, welche Fakten und historische Persönlichkeiten hier geschickt mit Fiktion verwoben wurden. Dadurch ist dieser Krimi, der sorgfältig recherchiert wurde, ungemein authentisch und absolut überzeugend.

Mein Fazit: Ein spannender historischer Kriminalfall, der unterhaltsame Lesestunden und eine tolle Atmosphäre zu bieten hat - sehr empfehlenswert.

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tinstamp tinstamp

Veröffentlicht am 24.09.2022

Jung, blond, tot im historischen Berlin 1856

"Ein Fremder hier zu Lande" ist der zweite Teil der historischen Krimireihe von Ralph Knobelsdorf. Man kann ihn ohne Vorkenntnisse lesen, jedoch bauen die Lebensumstände und Entwicklungen der Protagonisten ... …mehr

"Ein Fremder hier zu Lande" ist der zweite Teil der historischen Krimireihe von Ralph Knobelsdorf. Man kann ihn ohne Vorkenntnisse lesen, jedoch bauen die Lebensumstände und Entwicklungen der Protagonisten aufeinander auf. Zusätzlich gibt es ein Geheimnis um einen schlimmen Vorfall ind Wilhelms Kindheit, der seine und die Nachbarsfamilie zu Feinden werden ließ.

März 1856. Nachdem Polizeipräsident Hinkeldey bei einem Duell getötet wurde, bangen Kriminalkommissar Wilhelm von der Heyden und sein Kollege Ernst Vorweg um ihre besondere Stellung im Brliner Polizeiapparat. Die polizeilichen Umstrukturierungen, die danach folgen, machen es den beiden Kollegen nicht einfach. Sie haben eben einen neuen brisanten Mordfall zu lösen. Der Täter ermordet junge, blonde Frauen und markiert sie mit Schnitten am Oberschenkel. Der aktuelle Mord an einer jungen Frau aus gutem Hause weist neben derselben Tötungsart durch Strangulation, dieselben Einkerbungen auf. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die vorherigen Opfer alle Prostituierte waren. Warum wich der Mörder plötzlich von seinem Schema ab?

War mir Band Eins noch zu spannungsarm und erinnerte mich eher an einen historischen Roman mit Krimianteil, ist dieser zweite Band wesentlich fesselnder und ereignisreicher. Obwohl der Autor wieder viel über die Gesellschaftsformen der damaligen Zeit und über die starren preußischen Strukturen im Polizeiapparat erzählt, hat der Krimi mehr Dynamik.
Der unbekannte Täter kommt immer wieder zu Wort, ohne seine Identität aufzudecken. Er spielt mit der Polizei ein perfides Katz- und Maus-Spiel. Ich mag es, wenn man als Leser in den Kopf des Mörders blicken darf.
Neben den Ermittlungen rund um den Serienmörder sind die privaten Umstände von Wilhelm und Marie ebenfalls Thema. Dadurch wird der Fall oftmals etwas ausgebremst. Jedoch nimmt dieser nach einigen unerwarteten Wendungen zum Ende hin deutlich an Fahrt auf und ich habe den letzten Abschnitt in einem Zug durchgelesen.

Der Autor erzählt sehr bildhaft und detailreich. Die Sprache ist der Zeit angepasst. Ralph Knobelsdorf fängt die Atmosphäre und das Lebensgefühl der damaligen Zeit perfekt ein. Man fühlt sich mitten im Geschehen und erhält interessante Einblicke in die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Die damaligen politischen Verhältnisse sind geschickt in die Geschichte eingeflossen und ergeben ein rundum gelungenes Bild dieser Zeit. Auch die Figuren sind, bis hin zu den Nebenfiguren, facettenreich dargestellt und sorgen für Abwechslung Wilhelms Schwester Anna, wie auch seine Pensionswirtin Frau Brencke mit Kater Kuno, sind mir dabei besonders ans Herz gewachsen.

In einem ausführlichen Nachwort klärt der Autor über historische und fiktive Figuren, sowie Begebenheiten, auf. Auf der Coverinnenseite (vorne und hinten) befindet sich eine sogenannte Standes Liste.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung der historischen Krimireihe. Mir hat dieser zweite Band um einiges besser als der Vorgänger gefallen. Der Autor erzählt sehr detailliert und bringt dem Leser die besondere Atmosphäre des preußischen Berlins zur Anfangszeit der Kriminalpolizei näher. Nun freue ich mich schon auf einen (hoffentlich) weiteren Band der Reihe.

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yesterday yesterday

Veröffentlicht am 23.09.2022

Glaubwürdig und auch modern

Dieser historische Krimi spielt in Berlin, zu einer Zeit als Strom in den Haushalten nur ganz vereinzelt möglich war. Man ging zu Fuß oder fuhr mit dem Pferdeomnibus oder einer Droschke.

Eine Spurensicherung ... …mehr

Dieser historische Krimi spielt in Berlin, zu einer Zeit als Strom in den Haushalten nur ganz vereinzelt möglich war. Man ging zu Fuß oder fuhr mit dem Pferdeomnibus oder einer Droschke.

Eine Spurensicherung gab es nicht, vieles, was heute selbstverständlich zur Verbrechensaufklärung zählt, war nicht bekannt oder gerade erst in den Kinderschuhen. Der Autor beschreibt diese Entwicklungen und Probleme sehr gut.

Diese Umstände machten es Verbrechern potentiell sogar einfacher, mit ihren Taten durchzukommen, doch unser Mörder hier hat nicht mit den beiden Kriminalkommissaren Ernst Vorweg und Wilhelm von der Heyden gerechnet.

Wobei unser Mörder zu kurz gefasst ist, denn die beiden findigen Akteure lösen gleich mehrere Fälle, die für den Rest der Polizei zu schwierig wären. Als kleine Sondereinheit verfügen sie über eine recht freie Zeiteinteilung und unterstehen nur und direkt dem Leiter der Kriminalpolizei.

In dieser Hinsicht liest sich das Buch sogar recht modern und auch wenn allerlei für uns heute seltsame “Regeln” gelten im Umgang zwischen den Personen und “Hofdame” noch ein Beruf ist, so wirken die Ermittlungen der beiden befreundeten Kollegen nicht altbacken.

Die mehr als 500 Seiten lange Geschichte unterhält gut, auch wenn sie ohne das eine oder andere Detail auskommen könnte. Aber wer weiß, vielleicht ist etwas davon für weitere Bände nötig. “Ein Fremder hier zu Lande” ist nämlich selbst Band 2, nach “Des Kummers Nacht”.

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ginnykatze ginnykatze

Veröffentlicht am 11.09.2022

„Rache musste kalt serviert genossen werden, und er konnte es sich nicht leisten sich von seinem Ziel ablenken zu lassen.“

Als im März 1856 in Berlins berüchtigter Bordellgasse die Leiche einer jungen Frau aus gutem Haus gefunden wird, werden die Kriminalkommissare Wilhelm von der Heyden und Ernst Vorweg mit dem Fall betraut. ... …mehr

Als im März 1856 in Berlins berüchtigter Bordellgasse die Leiche einer jungen Frau aus gutem Haus gefunden wird, werden die Kriminalkommissare Wilhelm von der Heyden und Ernst Vorweg mit dem Fall betraut. Die blonde junge Frau wurde erdrosselt und bei der Obduktion ist Leichenbeschauer Fleischmann etwas aufgefallen. Er weist die Kommissare darauf hin, dass schon zwei weitere junge Frauen auf seinem Tisch gelandet sind und dass diese Morde noch nicht aufgeklärt wurden. Aber es gibt Ähnlichkeiten, nicht nur bei der Tötungsart.

Die beiden Ermittler stehen vor dem größten Fall ihrer Laufbahn und immer wieder fehlen jegliche Hinweise. Die entscheidende Spur fehlt noch. Und dann wird eine weitere Frauenleiche gefunden. Nun ist Gefahr in Verzug und der gesamte Polizeiapparat muss nun zusammenarbeiten.

Fazit:

Mit „Ein Fremder hier zu Lande“ schreibt der Autor Ralph Knobelsdorf den 2. Fall für die Ermittler Vorweg und von der Heyden. Er nimmt mich mit ins historische Berlin 1856. Das gelingt ihm gut, denn sofort bin ich bei ihm und der bildhafte und angenehm zu lesende Schreibstil führt dazu, dass mein Kopfkino sich gleich anstellt. Mir haben die vielen Beschreibungen der Umgebung und der Häuser sehr gut gefallen. Dies machte das Buch für mich lebendig und fühlbar. Leider kam der Kriminalfall hierbei leider etwas zu kurz.

Alle Charaktere hat der Autor gut ausgesucht und in Szene gesetzt. Ich mochte hier Ernst Vorweg am Liebsten, er war ruhig, vorausschauend und ein umsichtiger Mensch. Viel zu ausschweifend werden mir aber die Familiengeschichten der Beteiligten erzählt, sicher mag ich es, wenn ich von den Figuren erfahre, aber hier war mir das eindeutig zu überbordend.

Das fand ich wirklich schade, denn die Fälle, die die beiden Kommissare zu bearbeiten hatten, waren wirklich interessant. Daher war die Spannung nicht immer auf hohem Niveau, sondern stieg nur an, wenn es gerade wieder um die Morde ging. Das Ende hat mir gut gefallen und es wurden alle losen Fäden miteinander verbunden.

Eine Leseempfehlung kommt aber dennoch, denn der kriminalistische Anteil im Buch war spannend, sehr gut ausgearbeitet und interessant verpackt. Daher kommen hier auch 4 Sterne von mir. Aber lest selbst, denn dies hier, ist ganz allein meine Meinung.

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Autor

Ralph Knobelsdorf

Ralph Knobelsdorf - Autor
© peterpaullorenz.de

Ralph Knobelsdorf, Jahrgang 1967, wurde in Löbau/Sachsen geboren. Der Informatikkaufmann studierte in Halle an der Saale Philosophie, Jura und Geschichte mit dem Schwerpunkt Deutschland im 19. Jahrhundert. Nach Tätigkeiten in Werbe- und Internetagenturen arbeitet er gegenwärtig in einem Unternehmen der IT-Branche. Mit Des Kummers Nacht legt er sein Debüt als Autor historischer Kriminalromane vor. Der …

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Sprecher

Matthias Lühn

Matthias Lühn - Sprecher
© Kristian Wellige

Matthias Lühn studierte Theaterwissenschaft und Germanistik an der LMU in München, bevor er sein Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar in Wien absolvierte. Engagements führten in seither u.a. ans Burgtheater und das Schauspielhaus in Wien sowie ans Schauspiel Frankfurt. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler für Bühne, Film und Fernsehen arbeitet er seit über 20 Jahren als Sprecher im Bereich Synchron, Dokumentation, Werbung, Hörspiel und Hörbuch mit weit …

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