Ein Gefühl von Hoffnung
 - Eva Völler - PB

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14,90

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Saga
Paperback
446 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2694-5
Ersterscheinung: 28.08.2020

Ein Gefühl von Hoffnung

Band 2 der Reihe "Die Ruhrpott-Saga"

(33)

Im Ruhrgebiet des Jahres 1959 rauchen noch überall die Schlote, aber die Kohlekrise hat bereits eingesetzt, und unruhige Zeiten werfen ihre Schatten voraus. Die junge Buchhändlerin Inge wohnt immer noch in Oma Mines Siedlungshäuschen, ebenso wie ihre 17-jährige Schwester Bärbel, die mit ihrem rebellischen Verhalten häufig für Ärger sorgt. Schon lange steht fest, dass Inge in diesem Jahr endlich ihren Jugendfreund heiraten und eigene Wege gehen wird. Ein wohlgeordnetes Leben liegt vor ihr. Doch dann bahnen sich Konflikte an, die den Zusammenhalt in der Familie auf eine harte Probe stellen …

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Pressestimmen

„Unterhaltend ist ihre Saga durchaus, aber noch weit mehr als das: Ihre Zeitreise ist so detail- und facettenreich, so lebendig und anschaulich, dass man auf den dritten Teil gespannt sein darf.“

Bloggerstimmen

Rezensionen aus der Lesejury (33)

Gavroche Gavroche

Veröffentlicht am 09.09.2020

Teil 2

Nach "Ein Traum von Glück" ist dies nun der zweite Band der Ruhrgebietstrilogie von Eva Völler. Ich habe auch den ersten Teil gelesen und meiner Meinung nach ist es hilfreich, wenn man diesen vorher gelesen ... …mehr

Nach "Ein Traum von Glück" ist dies nun der zweite Band der Ruhrgebietstrilogie von Eva Völler. Ich habe auch den ersten Teil gelesen und meiner Meinung nach ist es hilfreich, wenn man diesen vorher gelesen hat, allerdings kann man sicherlich dieses Buch auch ohne die Vorkenntnisse lesen, da geschickt an die Ereignisse aus dem "Traum vom Glück" angeknüpft wird. Protagonistin in diesem Buch ist nun Inge, die Tochter von Katharina, die die Leser im ersten Teil kennen gelernt hatten. Der Roman spielt im Jahr 1959 und wiederum werden gut die äußeren Umstände beschrieben, eingebettet in eine fesselnde Geschichte. Auch der Bergbau nimmt hier großen Raum ein, passend zum "Pott".

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uli123 uli123

Veröffentlicht am 24.08.2020

Wie es weitergeht mit der Patchworkfamilie im Ruhrpott

Dieser Roman ist nach „Ein Traum vom Glück“ der zweite Band der von der Autorin so betitelten Ruhrpottsaga, den sie, selbst geboren und aufgewachsen am Rande des Kohlenpotts, in Angriff genommen hat, ... …mehr

Dieser Roman ist nach „Ein Traum vom Glück“ der zweite Band der von der Autorin so betitelten Ruhrpottsaga, den sie, selbst geboren und aufgewachsen am Rande des Kohlenpotts, in Angriff genommen hat, nachdem die Ära der Steinkohle dort endgültig vorbei war. Weil ich selbst aus einer anderen Gegend Deutschlands stamme, war die Geschichte umso interessanter für mich, zumal ich lediglich wenige Jahre später geboren wurde als der Zeitraum, in dem sie angesiedelt ist (1959), und ich die Zeit durchaus erinnere.
Protagonistin ist jetzt die junge Inge, die Tochter von Katharina aus dem ersten Band. Nach deren plötzlichem Ableben hält sie unter Zurückstellung eigener Wünsche die ungewöhnliche Patchworkfamilie im Hause ihrer Großmutter in Essen zusammen, die mit vielfältigen Problemen konfrontiert wird. Das Thema Liebe kommt bei ihr aber nicht zu kurz, sie kann zwischen mehreren Männern wählen. Dabei kommt auch ihrem Cousin Johannes, dem Geliebten ihrer Mutter, eine wichtige Bedeutung zu.
Recht authentisch mit viel typischem Ruhrpott-Dialekt in den wörtlichen Reden (was für mich sehr ungewohnt klingt) wird uns das Leben in dieser Region nahe gebracht. Auch der Bergbau mit seinen Gefahren für die Bergleute und der einsetzenden Krise spielt in den Schilderungen eine interessante Rolle. Die Rolle von Inge und Johannes mag spalten und insoweit hätte ich persönlich mir einen anderen Ausgang der Geschichte gewünscht. Ebenso hätte gut und gerne auf das Versterben der einen oder anderen Romanfigur verzichtet werden können.
Das Buch bietet auf jeden Fall guten Unterhaltungswert für Leser*innen deutscher historischer Romane aus der jüngeren Vergangenheit.

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brauchnix brauchnix

Veröffentlicht am 22.08.2020

Ein Wohlfühlbuch

Es ist eine Weile vergangen seit den Geschehnissen im ersten Band. Aber problemlos bin ich erneut eingetaucht in den Ruhrpott und habe mich wieder sehr wohlgefühlt im Kreise der kleinen Familie um Inge ... …mehr

Es ist eine Weile vergangen seit den Geschehnissen im ersten Band. Aber problemlos bin ich erneut eingetaucht in den Ruhrpott und habe mich wieder sehr wohlgefühlt im Kreise der kleinen Familie um Inge und Johannes. Die großen und kleinen Nöte dieser Familie in der Mitte des letzten Jahrhunderts sind so normal und realistisch, so profan wie dramatisch. Eben so wie das Leben jedes einzelnen von uns ist. Genau das ist es, was mir so gut gefallen hat. Dass man sich unter Freunden fühlt und unter Mitmenschen, die man gerne näher kennen lernt, und mit denen man erlebt, wie es damals so war in Deutschland, welches sich im Aufschwung befindet und gleichzeitig noch immer mit den Jahren des Krieges und den erlittenen Schmerzen zu kämpfen hat.

Ich mag die positive Grundstimmung, die sich durch das Buch zieht. Selbst wenn liebe Menschen an Krankheit sterben müssen oder Vorurteile und Überbleibsel der Nazis ihr Gift verspritzen, so ist es doch die Liebe und der Lebensmut, der immer wieder die Oberhand gewinnt und zu keiner Zeit muss man sich sorgen, dass die Familie die Widrigkeiten nicht überstehen würde. Manchmal tut es einfach gut, solche Bücher zu lesen. Ein Wohlfühlbuch einfach.

Zusammen mit dem ersten Teil hat Eva Völler eine Geschichte erzählt, die ich gerne gelesen habe und jedem nur wämstens ans Herz legen kann.

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Tinchen13 Tinchen13

Veröffentlicht am 05.04.2021

Band 1 der Ruhrpott-Saga

Achtung! Spoiler! Wer Band 1 noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension (oder auch schon den Klappentext) zu Band 2 nicht lesen.

„Im Leben eines jeden Menschen gibt es Wünsche, die so elementar ... …mehr

Achtung! Spoiler! Wer Band 1 noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension (oder auch schon den Klappentext) zu Band 2 nicht lesen.

„Im Leben eines jeden Menschen gibt es Wünsche, die so elementar sind, dass man alles nur Erdenkliche tun würde, um sie wahrzumachen.“
Ein Gefühl von Hoffnung – Bastei Lübbe

So geht es Inge … und Johannes, nachdem in „Ein Traum vom Glück“ – Band 1 der Ruhrpott-Saga – Katharina bei der Geburt von Inges und Bärbels kleinem Bruder stirbt. Seitdem sind einige Jahre vergangen.
Doch Ende der 50er Jahre bleibt nicht viel Zeit, zu trauern. Inge, Johannes und Karl versuchen bei der Arbeit genug Geld zu verdienen, um die ganze Familie, die immer noch bei Oma Mine lebt, über Wasser zu halten.
Inge hat dafür die Schule beendet und arbeitet in einer Buchhandlung. Bärbel geht aufs Lyzeum, doch hat dort immer wieder Schwierigkeiten, weil sie immer das sagt, was sie denkt und ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden hat.
Doch das sind nicht die einzigen Schwierigkeiten, die sie alle gemeinsam als Familie meistern müssen.

„Und noch etwas erkannte sie in diesem Augenblick. Unter der Oberfläche ihrer Gedanken hatte es schon die ganze Zeit geschlummert, als diffuse Ahnung, wie ein Bild hinter einem Vorhang.“
Ein Gefühl von Hoffnung – Bastei Lübbe

Inge steht in diesem Band verstärkt im Vordergrund, denn in diesem Jahr soll sie ihren Jugendfreund heiraten. Doch etwas hält sie davon ab. Ist ihr Jugendfreund wirklich ihre wahre Liebe?

„Sie hatte sich nicht vorgestellt, dass die Liebe sich so anfühlen würde. So unausweichlich, so schmerzhaft, so verflucht aussichtslos.“
Ein Gefühl von Hoffnung – Bastei Lübbe

Eva Völler nimmt uns mit ins Jahr 1959, in einen Umbruch in der Arbeitergesellschaft, in eine Zeit, die mehr Hoffnung verspricht als die Jahre zuvor.

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DieBuechertante DieBuechertante

Veröffentlicht am 22.03.2021

Ruhrpott in den 1960er Jahren

Was habe ich mich auf den zweiten Teil der Ruhrpott-Sage gefreut. Er spielt sieben Jahre später als der erste Teil, dennoch hatte ich nicht das Gefühl, es würde etwas fehlen. Ich bin sofort wieder bei ... …mehr

Was habe ich mich auf den zweiten Teil der Ruhrpott-Sage gefreut. Er spielt sieben Jahre später als der erste Teil, dennoch hatte ich nicht das Gefühl, es würde etwas fehlen. Ich bin sofort wieder bei der Familie Wagner angekommen.
Der erste Teil spielte ja in der Nachkriegszeit, nun war vor allem die Zeit des Umbruchs im Bergbau. Die Kinder sind alle Erwachsen, oder zumindest älter geworden, und auch den älteren merkt man die Jahre an. Aber ich finde, die ganze Familie hat sich mit den Gegebenheiten gut arrangiert und sind zu einem harmonischen Gefüge geworden. Ich mag das "Familienmodell" sehr. Mir gefällt sehr gut, dass die Figuren trotzdem noch innerhalb des Romans eine Entwicklung durchgemacht haben.
Es werden Themen aufgegriffen, die heute immer noch Themen sind, wenn auch auf andere Art und Weise.
Der Schreibstil ist so gut, dass die Seiten beim lesen nur dahinfliegen, ohne dass man es merkt.

Fazit:
Für mich sind in diesem Roman, wie beim ersten Teil, wieder mehrere Genres vereint, auch wenn ich sagen würde, dass diesmal der Familienroman im Vordergrund steht. Ich finde alle Verläufe der einzelnen Stränge wirklich gelungen und auch, wenn man sagen könnte, es passieren nicht so schöne Dinge, fand ich es passend und stimmig. Ich finde diesen Roman einfach traurig schön.

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"Starke Frauen in bewegten Zeiten"

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Autorin

Eva Völler

Eva Völler - Autor
© Olivier Favre

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht."
Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

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