Eines Menschen Flügel
 - Andreas Eschbach - Hardcover

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26,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Science Fiction Romane
Hardcover
1.257 Seiten
Ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-2702-7
Ersterscheinung: 30.09.2020

Eines Menschen Flügel

(8)

Eine ferne Zukunft auf einem fernen, scheinbar paradiesischen Planeten – doch der Schein trügt. Etwas Mörderisches lauert unter der Erde. Daher haben die Siedler ihre Kinder gentechnisch aufgerüstet, sodass sie fliegen können. Es gibt jedoch weitere Rätsel: Noch nie haben die Menschen die Sterne gesehen. Der Himmel ist immer bedeckt, als würde sich dahinter etwas verbergen. Den Himmel, so heißt es, kann man nicht erreichen. Oder doch? Owen, einem Außenseiter, gelingt es – mit tödlichen Folgen …

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Bloggerstimmen

Rezensionen aus der Lesejury (8)

moni2506 moni2506

Veröffentlicht am 31.10.2020

1.257 Seiten und eine Welt, in die es sich lohnt, einzutauchen

Mit „Eines Menschen Flügel“ hat Andreas Eschbach einen Science-Fiction Roman über eine Zivilisation erschaffen, in der die Menschen Flügel haben und auf einem anderen Planeten leben. Erschienen ist der ... …mehr

Mit „Eines Menschen Flügel“ hat Andreas Eschbach einen Science-Fiction Roman über eine Zivilisation erschaffen, in der die Menschen Flügel haben und auf einem anderen Planeten leben. Erschienen ist der Roman Ende September 2020 bei Lübbe.

Die Menschen leben auf einem fernen, scheinbar friedlichen und paradiesischem Planeten. Die ersten Siedler haben den Menschen Flügel gegeben, denn nicht alles ist so paradiesisch wie es scheint. Berührt man den Boden, stirbt man innerhalb weniger Momente. Doch auch der Himmel ist ein Rätsel. Dieser ist jederzeit bedeckt und gibt keinen Blick auf die Sterne frei. Die geflügelten Menschen wissen von ihren Vorfahren, dass es sie gibt und so keimt in einem jungen Mann namens Owen der Wunsch, zum Himmel zu fliegen und die Sterne zu sehen. Er schafft es, doch hierdurch wird eine Kette weiterer Ereignisse ausgelöst, die das Leben der Menschen auf diesem Planeten gefährdet.

Als ich dieses Buch entdeckt habe, war ich sofort Feuer und Flamme. Menschen mit Flügeln, ein fremder Planet, den Menschen einst besiedelt haben und irgendwas Fieses im Boden, ergibt für mich eine absolut spannende Kombination. Wie sieht das Leben mit Flügeln aus? Wie ist dieser scheinbar paradiesische Planet? Auch die 1.257 Seiten konnten mich nicht davon abhalten, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte. Respekt hat mir die Seitenzahl dennoch eingeflößt. 800 - 1.000 Seiten lese ich durchaus häufiger, aber 1.257 sind schon eine Hausnummer.
Zum Schreibstil kann ich nur so viel sagen, dass ich diesen angenehm zu Lesen empfand. Hier hatte ich mir im Vorfeld allerdings auch keine Sorgen gemacht, weil mir NSA schon sehr gut gefallen hat. Eschbach beschreibt alles sehr genau, so dass man ein sehr klares Bild vom Planeten hat, was mir wirklich gut gefallen hat.
Der Aufbau der Geschichte ist eher gemächlich. Man lernt wirklich jeden Aspekt des Lebens auf diesem Planeten kennen. Wie leben die Menschen, was essen sie, welche Bräuche haben sie, nach welchen Regeln leben sie. Ich gebe zu, es hat bei mir etwas gedauert, bis ich das alles schätzen konnte. Die Menschen leben auf den Bäumen in Nestern und man lernt hier das Leben in unterschiedlichen Nestern genauestens kennen. Die eigentliche Geschichte, das Owen die Sterne sehen will, es schafft und damit weitere Ereignisse auslöst, läuft eher im Hintergrund mit, erhält aber auf jeden Fall die Spannung und das man erfahren möchte, was denn nun Schreckliches passieren wird.
Wäre da nicht der Hinweis gewesen, dass die Vorfahren auf diesen Planeten gekommen sind und ihre Nachfahren gentechnisch verändert haben, finde ich, hätte man das Buch auch fast für Fantasy halten können. Es hat für mich recht lange gedauert, bis weitere Aspekte aufkamen, die das Buch zu Science-Fiction machen.
Dieses Buch hat sich so klammheimlich in mein Herz geschlichen. Als die unterschwellige Gefahr zur Gewissheit wird, war ich so mit diesem Planeten und den Menschen, die darauf leben verbunden. Es ist der Wahnsinn in welcher Detailverliebtheit Andreas Eschbach diesen Planeten und das Leben darauf erschaffen hat. Es ist alles so greifbar und man möchte einfach, dass dieser Schöpfung nichts passiert.
Ich kann in diesem Buch auch keine Person im Besonderen nennen, mit der ich mitgefiebert habe. Die Kapitel sind immer aus der Sicht einer einzelnen Person geschildert und man lernt die Welt dadurch aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennen. Owen hat mich eingenommen, weil er unwiderruflich an seinem Traum die Sterne zu sehen, festgehalten hat. Kalsul wirkte zuerst unsympathisch, aber als wir die Geschichte aus ihrer Sicht ein Stück begleiten, merken wir wie sehr sie den Planeten und die Freiheit liebt, auch wenn sie zuweilen etwas zu oberflächlich wirkt. Bassaris hat mich mit seiner Treue zu Oris begeistert, dem er auf all seinen Wegen folgt, auch wenn es Gefahr bedeutet und es gibt noch so viele Personen mehr, die alle ihren Beitrag zur Geschichte leisten. Insgesamt hat der Autor hier eine Gesellschaft erschaffen, die durchaus ihre Fehler hat, aber insgesamt sehr erstrebenswert erscheint.
So begeistert ich von diesem Buch auch bin, hatte es dennoch einige Längen für mich. Besonders im letzten Abschnitt wurden einige Ereignisse nochmals aus anderer Sicht wiederholt. Ich verstehe die Notwendigkeit und das dies dem Aufbau des Buches an sich geschuldet ist, aber ich empfinde es dennoch als eher weniger gelungen. Das Ende des Buches insgesamt betrachtet, fand ich schon gut, aber es wirkte auf mich auch ein wenig nüchtern. Das Emotionale und das Epische was ich in den Seiten davor hatte, war plötzlich weg und irgendwie fühlte ich mich da ein wenig beraubt.

Fazit: 1.257 Seiten und eine Welt, die es sich definitiv lohnt zu Entdecken. Die Ausführlichkeit, in der sich Andreas Eschbach das Leben auf diesem fremden Planeten ausgedacht hat, ist bemerkenswert und sich eine Gesellschaft auszudenken, die so greifbar ist, dass man sie unbedingt schützen möchte, ist für mich persönlich eine besondere Kunst. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung, auch wenn ich kleinere Kritikpunkte hatte.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

rumgetipsel rumgetipsel

Veröffentlicht am 30.10.2020

Spannende Idee!

Eine ferne Zukunft auf einem fernen, scheinbar paradiesischen Planeten - doch der Schein trügt. Etwas Mörderisches lauert unter der Erde. Daher haben die Siedler ihre Kinder gentechnisch aufgerüstet, sodass ... …mehr

Eine ferne Zukunft auf einem fernen, scheinbar paradiesischen Planeten - doch der Schein trügt. Etwas Mörderisches lauert unter der Erde. Daher haben die Siedler ihre Kinder gentechnisch aufgerüstet, sodass sie fliegen können. Es gibt jedoch weitere Rätsel: Noch nie haben die Menschen die Sterne gesehen. Der Himmel ist immer bedeckt, als würde sich dahinter etwas verbergen. Den Himmel, so heißt es, kann man nicht erreichen. Oder doch? Owen, einem Außenseiter, gelingt es - mit tödlichen Folgen ...
Was für ein Klopper! Aber auch: Was für ein geniales Buch! "Eines Menschen Flügel" ist eine Mischung aus Fantasy, Dystopie, SciFi und Abenteuerroman. Andreas Eschbach erschafft dabei eine gänzlich neue Welt, in der die Menschen fliegen können (jedoch nicht unendlich hoch), aber nicht den Boden berühren dürfen. Die zukünftigen Menschen hausen daher in Nestern auf Bäumen und ernähren bzw. leben wieder ursprünglicher. Bis Owen auf die Idee kommt, zu den Sternen zu fliegen. Dies ist nur der Auftakt einer grandiosen Reise, die im Folgenden aus vielen unterschiedlichen Sichten erzählt wird. Anfangs denkt man, dass man durcheinanderkommt, allerdings erzählt Eschbach so flüssig und nur selten gibt es harte Cuts zwischen den Perspektivwechseln. Die Welt ist einfach soooo genial erschaffen, hinzu kommt ein flotter und besonderer Schreibstil. Ich habe die Reise über 1260 Seiten fast gänzlich genossen. Ab und an gab es aber auch ein paar Schwenks nach links und rechts zu viel, die man hätte kürzen können.
Alles in allem muss ich aber sagen, dass mich "Eines Menschen Flügel" extrem fasziniert hat: Geniale Idee, superspannende und toll erzählte Geschichte mit Gesellschaftskritik, klasse Charaktere und eine absolut fantastische Welt!

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NobbyR NobbyR

Veröffentlicht am 27.10.2020

Der neue Eschbach überzeugt

Andreas Eschbachs Roman "Eines Menschen Flügel" ist mit 1.257 Seiten ein echter Wälzer und eine der mit größter Spannung erwarteten Neuerscheinungen des Buchherbstes 2020. Nach eigenen Angaben hat der ... …mehr

Andreas Eschbachs Roman "Eines Menschen Flügel" ist mit 1.257 Seiten ein echter Wälzer und eine der mit größter Spannung erwarteten Neuerscheinungen des Buchherbstes 2020. Nach eigenen Angaben hat der Autor 20 Jahre an diesem Buch gearbeitet. Es bietet eine Mischung aus Science Fiction und Fantasy-Elementen.

*Worum es geht*

In ferner Zukunft wohnen auf einem wilden Planeten Menschen als Jäger und Sammler, die durch gentechnische Manipulation mit Flügeln ausgestattet sind, in großen Nestbäumen und scheinbar paradiesischer Harmonie. Ihre Welt ist wenig technisiert, ein Großteil ihres Lebens spielt sich im Flug ab, weil auf dem Boden eine undefinierbare, tödliche Gefahr in Form des Margor lauert. Deshalb hatten ihre Vorfahren, die 1062 Jahre zuvor mit Raumschiffen hierher gelangt waren, diesen ungewöhnlichen Weg gewählt, um zu überleben. Über den Menschen bildet eine undurchdringliche Wolkenschicht die Grenze zum Himmel, wobei niemand genau weiß, was sich dahinter verbirgt. Es kursieren nur Gerüchte, von denen der junge Owen so fasziniert ist, dass er das Geheimnis lüften und die sagenhaften Sterne sehen will, von denen die Menschen in grauer Vorzeit gekommen sind. Deshalb trainiert er so lange, bis er der beste und ausdauerndste Flieger wird. Er kann immer höher steigen, doch seine Sehnsucht nach den Sternen hat unangenehme Konsequenzen − nicht nur für ihn sondern auch für seine Nachkommen. Denn der Höhenflug birgt Gefahren. Außerdem wollen einige ihrer Art um jeden Preis die alte Ordnung aufrecht erhalten. Die Ahnen haben nämlich auch die Großen Bücher hinterlassen, eine Art Regelwerk, das durch Gebote und Verbote festlegt, wie die Gesellschaft leben soll und zu führen ist.

*Kritik*

Geflügelte Menschen sind keine Neuschöpfung. Es gab sie schon bei Flash Gordon oder in Form des Comic-Helden Hawkman. Und die Idee, dem Himmel nicht zu nah zu kommen, erinnert an die altgriechische Icarus-Sage, deren tragischer Held mit seinen selbst gebastelten Flügeln zu dicht an die Sonne fliegt und in den Tod stürzt. Ungeachtet dessen hat Andreas Eschbach in "Eines Menschen Flügel" mit viel Liebe zum Detail eine fantastische mit jeder Menge Sense of Wonder Welt erschaffen. Diese wirkt auf den ersten Blick eher wie ein klassischer Fantasy-Kosmos. Doch immer wieder klingen Hinweise an, die die Handlung dann doch eher in ein Science-Fiction-Setting verorten: So ist die Flugfähigkeit eine Art künstliche Umweltanpassung, die durch Integration von Falkengenen erzielt wurde. Die überlieferten Regeln der Ahnen bestimmen jedoch, dass die Menschen keine Maschinen mehr bauen dürfen. Was genau dazu führte, dass man den Schritt in die Lüfte machte, ist eines der Geheimnisse der Geschichte. Protagonist Owen glaubt jedenfalls, dass die Menschheit eines Tages zu den Sternen zurückkehren wird.

In wechselnder Perspektive geschrieben folgt ein Handlungstrang Owens Sohn Oris auf seiner Reise um den Planeten, bei der er die unterschiedlichsten Stämme und Clans kennenlernt. Dabei kommen verschiedene Personen zu Wort, die das Geschehen nach und nach beleuchten. Eschbachs Sprache und Erzählstil sind dabei gewohnt lebendig und daher flüssig zu lesen. Sein Worldbuildung ist in sich schlüssig, facettenreich und komplex. Wie so oft reißt er dabei ernste Themen an, in diesem Fall Aspekte wie Umweltschutz oder Manipulation durch Populismus und Intrigen. Eine seiner Stärken sind auch hier packende Dialoge und die Schilderung menschlichen Beziehungen. Die Vielzahl an Personen und Subplots kann etwas verwirren, doch sind die Charaktere liebevoll gestaltet und als Leser folgt man ihnen gern. An einigen Stellen hätte man sich vielleicht etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht, beispielsweise zum Margor. Andererseits ist der Roman mit seinen über 1.200 Seiten bereits sehr lang. Tatsächlich wünscht man sich an ein paar Stellen, in denen Wiederholungen auftauchen, der Autor hätte vielleicht ein paar noch gekürzt. Langeweile entwickelt sich jedoch nicht, dazu ist die beschriebene Welt zu faszinierend.

*Fazit*

Insgesamt ist "Eines Menschen Flügel" ein großartiges Buch für lange Herbstabende. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Daher gilt mein Dank dem Lübbe-Verlag und NetGalley, dass ich es lesen durfte.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Leseratte2007 Leseratte2007

Veröffentlicht am 20.10.2020

Ein vergessener Planet, Menschen mit Flügel und eine große Gefahr...

Was habe ich diesen Monat nur mit dicken Wälzern? Auch „Eines Menschen Flügel“ fällt auf jeden Fall unter den Begriff, dick. Es hat über 1200 Seiten und ich kann immer noch nicht glauben in welcher Rekordzeit ... …mehr

Was habe ich diesen Monat nur mit dicken Wälzern? Auch „Eines Menschen Flügel“ fällt auf jeden Fall unter den Begriff, dick. Es hat über 1200 Seiten und ich kann immer noch nicht glauben in welcher Rekordzeit ich dieses Buch verschlungen habe. Ich bereits „NSA“ von dem Autoren gelesen und absolut geliebt (klingt in dem Themenzusammenhang vllt. ein bisschen makaber).
Zunächst ist mir wieder sehr Eschbachs unglaublich flüssiger und schöner Schreibstil aufgefallen, der wie ein Schreibstil eines Jugendromans anmutet, der es dem Leser nicht gerade schwer macht durch die Seiten zu fliegen. Auch die Struktur ist sehr besonders. Sie mutet wie eine Trilogie an, die in ein dickes Buch gepackt wurde.
Bevor ich das Buch begonnen habe, dachte ich, dass der Leser nur einen Charakter folgt, jedoch wurde dieser Irrtum sehr schnell aufgeklärt. Es gibt unglaublich viele Charaktere! Für mich leider ebenfalls ein Kritikpunkt. Ich liebe Mehrperspektivität, aber leider war der Charaktercast förmlich unüberschaubar, viele Personen hießen ähnlich und bereits am Anfang werden zu viele Personen auf einmal vorgestellt.
Die Thematik fand ich wiederrum unglaublich genial. Eine ferne Zukunft, auf einem vergessenen Planeten, wenig Technologie, die Menschen leben fast schon paradiesisch als Jäger und Sammler. Eschbach geht unglaublich liebevoll und detailverliebt in die Tiefen und scheut wie gewohnt auch nicht vor ernsteren Themen wie Umweltschutz, Manipulation, Intrigen, Populismus, etc. zurück. Per se mutet es zunächst wie SF an, aber es erinnert mich teils in Auszügen an märchenhaftes Fantasy. Ich würde euch natürlich grob umreißen, um was es in der Geschichte geht, aber das ist einfach unmöglich! Ich kann keine 1200 Seiten in zwei Sätzen anreißen…
Mit „Eines Menschen Flügel“ hat er eine fesselnde, hoch originelle Geschichte und Setting geschrieben, die mich ab der ersten Seite fesseln konnten. Ich hatte mittendrin einen kleinen Durchhänger und musste mich förmlich zum Weiterlesen überwinden und auch die Wiederholungen und Rückblicke fand ich ein bisschen anstrengend, aber ansonsten bin ich durchweg an der Geschichte drangeblieben und habe sie in Rekordzeit gelesen.
Ich ziehe meinen Hut vor Eschbach und freue mich schon auf weitere Romane von ihm, gerne auch wieder in diese Richtung, vllt. mit ein paar weniger Seiten? Ich vergebe 4,5/5 Sterne.

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Galladan Galladan

Veröffentlicht am 20.10.2020

Dieses Buch braucht seine Zeit, um sich zu entfalten

Eines Menschen Flügel von Andreas Eschbach, erschienen im Bastei Lübbe Verlag am 30.09.2020

Eine ferne Welt, abgeschirmt vom Rest des Universums durch eine Wolkenschicht die den Ausblick auf die Sterne ... …mehr

Eines Menschen Flügel von Andreas Eschbach, erschienen im Bastei Lübbe Verlag am 30.09.2020

Eine ferne Welt, abgeschirmt vom Rest des Universums durch eine Wolkenschicht die den Ausblick auf die Sterne verhüllt. Eine Welt, die von Menschen erobert wurde, die ihren Nachfahren die Flügel eines der örtlichen Vögel durch Genmanipulation gegeben haben, um sie vor einer Gefahr, die im Boden lauert zu schützen. Außerdem haben die Sternreisenden ihrem Volk ein Regelwerk hinterlassen, dass ihr Leben auf dem Planeten einschränkt, ihnen aber ermöglicht mit den vorhandenen Mitteln ein gutes Auskommen für sich und zukünftige Generationen zu sichern. Bis jemand nach den Sternen greift.


Dies ist eines jener Bücher, wo man lange braucht, um in die Geschichte zu versinken. Irgendwann ist man aber angekommen auf diesem kargen Planeten. der uns Fortschrittsjünger mit dem strengen Regelwerk einfach ausbremst. Manche Längen hätten vielleicht nicht sein müssen und man muss schon einige Seiten lesen, um die Namensgebung nach zu vollziehen und damit dann auch leichter mit dem Wust an Personen. die auftauchen klar zu kommen. Ich habe es auch nie geschafft mir das Aussehen der einzelnen Charaktere zu merken. Das war für mich vermutlich einfach zu viel Information auf einmal.


Das Buch folgt verschiedenen Personen und wir erleben ihre Sicht der Dinge. Es beschreibt viel die Gefühlswelt Heranwachsender und die eigentlich spannende Handlung setzt erst nach einigen hundert Seiten ein. Dafür hat das Werk dann aber auch noch genug Platz.

Insgesamt ein Buch für lange Abende und man muss unweigerlich an frühere Bücher des Autors denken. Schön geschrieben, sicherlich ein Buch für Jugendliche, aber auch Erwachsene können lange abtauchen und ein eigenes Gefühl für dieses Buch entwickeln. Klare Leseempfehlung.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.


Autor

Andreas Eschbach

Andreas Eschbach - Autor
© Olivier Favre

Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr.

Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma.

Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung "für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs" schrieb er seinen ersten Roman "Die …

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