Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken
 - Sabaa Tahir - Hörbuch

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19,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Erzählendes für junge Erwachsene
Hörbuch (Download)
936 Minuten
13 CDs
Ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8387-7634-7
Ersterscheinung: 20.05.2016

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

Gelesen von Marie Bierstedt, Maximilian Artajo

(104)

Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu unterjochen? Elias und Laia stehen auf unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft.

Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt, dringt sie in das Innerste von Schwarzkliff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste ...

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Bloggerstimmen

Rezensionen aus der Lesejury (104)

Girdin Girdin

Veröffentlicht am 20.02.2017

Von Beginn an fesselnd

Der Fantasyroman „Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken“ ist der Debütroman der Amerikanerin Sabaa Tahir, die asiatische Wurzeln hat. Ihre Erzählung hat sie in einem mittelalterlich anmutenden Setting ... …mehr

Der Fantasyroman „Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken“ ist der Debütroman der Amerikanerin Sabaa Tahir, die asiatische Wurzeln hat. Ihre Erzählung hat sie in einem mittelalterlich anmutenden Setting angesiedelt. Die Stadt Serra ist der Haupthandlungsort und von Wüste umgeben. Die Widrigkeiten dieser Gegend bringt die Autorin, die in der Mojave-Wüste aufgewachsen ist, also aus eigener Erfahrung spricht, mit in ihre Erzählung ein. Doch dies ist nur ein kleiner Beitrag zum Eindruck den das Buch bei mir hinterlassen hat. Zu meinem persönlichen Gefallen hat noch einiges andere beigetragen.

Den oberen Teil des Covers zieren Augen, die von einer Maske nur unvollendet eingerahmt werden. Einer der Protagonisten dieses Buches, der 20 jährige Elias, wurde 14 Jahre in der Militärakademie Schwarzkliff ausgebildet. Er hasst die Maske, die den älteren, die harte Schule überlebenden Schülern zum ständigen Tragen verliehen wird. Daher nimmt er die Maske ab, wann immer es ihm möglich ist und verhindert so deren Verwachsen mit der Gesichtshaut. Er könnte derjenige sein, der den Leser vom Titel her anschaut. Wie die Auguren mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten in der Geschichte vorhersehen, ist einer der Absolventen seines Jahrgangs zu Großem berufen und wenige Auserwählte sollen sich dazu ganz besonderen Prüfungen unterziehen. Doch die Zukunft, die Elias für sich selber plant, steht denen des Imperiums entgegen.

Einer der erfahrenen Maskenkämpfer war es, der die Familie der 17 jährigen Laia überfallen und ihre Großeltern, bei denen sie lebt, getötet hat. Ihr Bruder Darin hat wichtige Informationen zusammengetragen, die dem Widerstand gegen die Herrschaft von Nutzen sein könnten. Er wird gefangengenommen und Laias einziges Ziel ist es, ihn zu befreien. Sie sucht dazu den Widerstand auf, zu dem schon ihre verstorbenen Eltern gehört haben. Doch deren Einsatz hat einen hohen Preis für sie.

Das Buch lebt von dem Wechsel der insgesamt 50 Kapitel zwischen den beiden Ich-Erzählern Elias und Laia. Die Kapitel sind eingeteilt in drei Teile, von denen der erste Teil seinen Fokus legt auf den Überfall auf Laias Familie, während Elias kurz vor seinem Abschluss seiner militärischen Ausbildung steht. Im zweiten Teil stehen die Prüfungen, an denen Elias teilzunehmen hat, im Mittelpunkt. Und schließlich widmet sich der dritte Teil dem Erreichen von eigenen Zielen durch Einsatz von Geist und Stärke der beiden Protagonisten.

Elias und Laia sind zwei grundsätzlich verschiedene Charaktere, die sich im Laufe der Handlung weiterentwickeln. Elias verabscheut die Gewalt, die er anzuwenden gezwungen ist und versucht ihr zu entkommen. Ein Augur zeigt ihm einen Weg auf, den er sich bisher nicht vorstellen konnte, auf den er sich aber nach reiflicher Überlegung einlässt. Zunächst sieht es nach einer falschen Entscheidung aus, doch es gibt einige unerwarteten Wendungen. Aus der unbeschwerten Laia wird durch den Überfall die Hoffnungsträgerin ihres Bruders, die eine große Verantwortung zu tragen hat und dadurch viel Leid auf sich nimmt. In dem sie sich immer wieder ihre Vorbilder und Ziele ins Gedächtnis ruft, gelingt es ihr, ihre Angst und Schwäche zu überwinden.

Sabaa Tahir setzt die Gewalt und den Kampf in ihrer Fantasy bewusst ein, damit ihre Protagonisten ihren Mut und ihre Tapferkeit zeigen können. Blutige Handlungen und schmerzhafte Bestrafungen, grausame Geisterwesen und brutale Krieger sind an der Tagesordnung. Doch in ihren Beschreibungen geht die Autorin nicht ins Detail. Für Elias und Laia ist es wichtig, dabei die Hoffnung nicht aufzugeben. Denn die Anwendung von Gewalt erzeugt meist Widerstand, der nicht immer mit Waffen ausgetragen wird. So ist es auch möglich mit List und Tücke gegen scheinbar unüberwindbare Gegner vorzugehen und siegreich zu sein. Der Originaltitel des Buchs lautet „An ember in the ashes“ und so wie aus der noch glühenden Asche wieder ein Feuer entstehen kann, so kann sich alles aus kleinsten Anfängen eine große Kraft, ein innerer Antrieb entwickeln.

Der Roman lässt sich locker und leicht lesen, dank einer schnellen Handlung mit überraschenden Momenten und einer überschaubaren Anzahl handelnder Personen, die für den Ablauf wichtig sind. Neben Ängsten und Hass, Mut und Tapferkeit, zeigen die Protagonisten auch Liebe und Leidenschaft. Doch auch hier müssen sich Laia und Elias ihrer Gefühle erst bewusst werden, denn in dem Spiel zwischen Macht und Zielerreichung ist es schwierig, die wahren Absichten derjenigen zu erkennen, zu denen man sich hingezogen fühlt.

Das Programm des Verlags One richtet sich gleichermaßen an junge Erwachsene und ältere Leser und dieses Buch erfüllt diese Anforderungen. Die Geschichten von Elias & Laia, die zunächst parallel laufen, sich dann kreuzen und schließlich zu einer werden, haben mich von Beginn an gefesselt. Das Buch ist ein glühender Stern am Fantasyhimmel. Nun scheint es auch eine Fortsetzung zu geben, auf die ich mich schon freue.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Buecherverrueckte Buecherverrueckte

Veröffentlicht am 16.12.2017

Beeindruckend

Zum Cover:
Das Cover ist eines meiner Lieblings Cover. Da es nicht viel aussagt, kann man ganz unvoreingenommen in die Geschichte eintauchen und sich fallen lassen.

Zum Schreibstil:
Sabaa Tahir hat einen ... …mehr

Zum Cover:
Das Cover ist eines meiner Lieblings Cover. Da es nicht viel aussagt, kann man ganz unvoreingenommen in die Geschichte eintauchen und sich fallen lassen.

Zum Schreibstil:
Sabaa Tahir hat einen angenehmen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt und man somit schnell durch das Buch kommt, was eigentlich schade ist.

Zu den Charakteren:
Elias ist ein Junge der sehr viel Leid ertragen hat durch seine Mutter, was ihn aber zu einem sehr Sympathischen und Liebenswerten Jungen macht, denn er ist stark, mutig, elegant und doch eine Spur arrogant.

Laia hingegen ist ängstlich, hat kaum Mut, sie ist verzweifelt und hilflos, das glaubt sie jedenfalls ich hab sie als ein Charakter kennen gelernt der viel in Kauf nimmt und sich durch beißt mit allem was sie hat, kämpft sie für ihre Familie, für den Teil der noch übrig ist.

Zum Buch:
Wieso ist es schade schnell durch das Buch zu sein? ganz einfach, weil es eine sehr schöne Geschichte ist mit vielen Elementen und Gefühlen mit viel Emotionen und Bündnissen. Die Geschichte an sich ist unfassbar schön und auch grauenvoll. Sie zeigt das man nicht immer Verurteilen sollte bevor man kennt, was nicht immer einfach zu sein scheint. Das Freundschaft, Wahrheit, Treue, Ehrlichkeit und Liebe die wichtigsten Eigenschaften sind die ein Mensch zu bieten hat, wird hier sehr deutlich gemacht.

https://buecherverrueckte.wordpress.com/2017/11/27/rezension-elias-laia/

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PatchisBooks PatchisBooks

Veröffentlicht am 20.10.2021

Spannend, actionreich, rasant und zum Teil erschreckend brutal

Der Einstieg fiel mir, wie schon zuvor, recht schwer. Und obwohl es dafür keine wirklichen Gründe gibt, dauerte es seine Zeit, bis ich mich so richtig zurecht fand. Allerdings ist es Sabaa Tahir sehr gut ... …mehr

Der Einstieg fiel mir, wie schon zuvor, recht schwer. Und obwohl es dafür keine wirklichen Gründe gibt, dauerte es seine Zeit, bis ich mich so richtig zurecht fand. Allerdings ist es Sabaa Tahir sehr gut gelungen, die Informationen nebenbei einfließen zu lassen. Es geht also sehr zügig los und die Szene, für die sich die Autorin hier für den Start aussuchte, hat es in sich. Sie lässt auch bereits darauf schließen, womit man als Leser noch alles zu rechnen hat: nämlich mit Brutalität und erschreckender Gewalt. Und dabei wird kein Blatt vor den Mund genommen. Es wird genau so erzählt, wie es sich ereignet hat, ohne etwas schön zu reden. Allgemein ist der Schreibstil, auf den man hier trifft, sehr unverblümt und auf den Punkt; sehr düster und bildhaft. Sabaa Tahir erzeugt mit ihren Worten eine völlig neue Welt und lässt die Unterschiede zwischen Ober,- und Unterschicht wahnsinnig deutlich hervortreten. Sie erzählt von Sklaverei und Unterdrückung, von Fabelwesen und dunklen Gestalten mit Masken. Von Freunden, die plötzlich zu Gegnern werden; von Mord und Todschlag, von Blut, Angriffen und Misshandlungen. Dabei entstehen einnehmende, packende Stimmungen, die von mitfühlen bis zu mitfiebern reichen und die Realität für eine geraume Weile verblassen lassen. Diese Geschichte verschlingt einen regelrecht und entführt in die Welt von Elias und Laia.
Gegliedert ist dieses Buch in zwei verschiedene Perspektiven, logischer Weise in Form der Sichten der Hauptfiguren. Und der Kontrast zwischen diesen beiden Blickwinkeln hätte nicht größer sein können. Sie leben in grundverschiedenen Welten, haben absolut nichts gemeinsam. Und gerade das macht die Geschichte endlos abwechslungsreich. Wir switchen zwischen zwei Leben, die sich auf schreckliche Weise begegnen und durchleben die Grausamkeit, mit der Sklaven in dieser Welt behandelt werden; ebenso wie die lebensbedrohliche Prüfungen, die man als Maske bestehen muss.
Als letzten Pluspunkt in Sachen Wiedergabe muss ich auch die beiden Sprecher loben. Ich kannte sowohl die weibliche, als auch die männliche Stimme bereits und kann nur in höchsten Tönen von ihnen schwärmen. Maximilian Artajo und Marie Bierstedt machen einen tollen Job, indem sie die Geschichte verständlich, abwechslungsreich und authentisch erzählen. Beide haben ein breites Spektrum an Betonungen und Stimmlagen und hauchen jeder Szene die perfekte Atmosphäre ein. Großartig gemacht – wie immer.

Man merkt also schon, dass hier zwei absolut unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander treffen. Elias, der als angehende Maske an der Akademie unterrichtet wird. Elias, der diesem Militär-Regime eventuell gar nicht so ergeben ist, wie es eigentlich seine Pflicht wäre. Elias, der ein durch und durch interessanter Charakter ist; nicht nur weil er ist, wie er ist; sondern auch, weil seine Geschichte so viel mehr zu bieten hat, als man anfangs noch annehmen könnte. Hinter der Maske verbirgt sich ein durch und durch sympathischer, authentischer und charakterstarker, junger Mann, den man einfach gern haben muss. Er ist pflichtbewusst, mutig, kompromisslos und kämpferisch, aber auch sensibel, einfühlsam und empathisch. Die Mischung aus den beiden Facetten standen zwar in krassen Kontrast; doch Elias wirkte zu keiner Sekunde flatterhaft, unrealistisch oder unglaubwürdig. Er verkörperte einfach alles, was man sich von einem guten Protagonisten wünscht. Denn neben seinen Eigenschaften überzeugen auch seine Handlungen und Gedankengänge beinah auf ganzer Linie und hauchen ihm zusätzliches Leben ein.
Genau so verhielt es sich mit Laia, obwohl sie ganz andere Wesenszüge aufweist als Elias. Sie ist von niedriger Herkunft, sehr still – aber hinter der Unscheinbarkeit verbirgt sich ein wahres Kämpferherz und so viel Loyalität, dass es schon beinah weh tut. Laia ist durchweg sympathisch und durchlebt so viel grausames, so viel schmerzhaftes, dass man unweigerlich mit ihr mitfiebern muss. Aber gebrochen, das wird sie nie. Sie ist mutig, auf ihre eigene Weise kämpferisch und handelt stets glaubhaft. Es sind Charaktereigenschaften, die man auch bei Elias vorfindet, doch sie sind so unterschiedlich herausgearbeitet, dass sich die beiden auf den ersten Blick – und auch auf den zweiten Blick – überhaupt nicht ähneln. Aber eben das macht sowohl Laia, als auch Elias zu etwas Besonderem. Sie ergänzen die Handlung; tun ihr in so vierlei Hinsichten gut und bringen weitere Facetten mit sich.
Die Charaktergestaltung von Sabaa Tahir ist also großartig, weil sie es schafft, neben all dem Kampf, der Grausamkeit und der Brutalität auch noch Tiefgang ins Spiel zu bringen. Die verleiht den Figuren eine Vergangenheit, und eine eigene Geschichte, die sie in Laufe des Buches erzählen. Und selbst die Nebenfiguren sind erstaunlich detailliert dargestellt, sehr tiefgründig und greifbar. Es gab für jeden Geschmack den passenden Charakter – ob nun der Bösewicht, der heimliche Verbündete, der undurchsichtige Außenseiter, die loyale beste Freundin, die rücksichtslosen Kollegen – einfach alles. Und gerade weil sich viele davon nicht so recht in die Karten schauen ließen, war es noch einmal spannender, dem Geschehen zu folgen.

Von der Handlung habe ich bereits schon einiges erzählt – oder besser gesagt, ich habe einiges dazu verlauten lassen. Und als genau so positiv, wie sich das alles angehört hat, empfinde ich es auch. Schon der Einstieg ist enorm mitreißend, äußerst spannend und wahnsinnig rasant. Und dieses Tempo hält die Autorin über all die 500 Seiten. Sie konzentriert sich hauptsächlich auf die Action, vergisst dabei aber nicht, auch sinnvolle, glaubwürdige Gespräche einzubinden und selbst den Gefühlen gibt sie ausreichend viel Raum. Dabei die Waage zu halten, empfinde ich als sehr schwierig, doch Sabaa Tahir hat es meisterhaft umgesetzt.
Der Verlauf der Handlung kommt gut voran, die Plots sich zahlreich und reihen sich quasi nahtlos aneinander. Die unterschiedlichsten Wendungen kommen überraschend und schupsen die Geschichte in immer wieder wechselnde Richtungen, sodass es duchgängig undurchsichtig bleibt. Und das wiederum teibt die Spannung nach oben. Denn das war es, spannend – von der ersten, bis zur letzten Seite. Es wird, wie es auch sein sollte, immer wieder kurzzeitig ruhiger, um dem Leser die Möglichkeit zu geben, mal durchzuatmen und sich alles in Ruhe zu überlegen. Es animiert, eigene Ideen zu entwickeln, sich eigene Gedanken zu machen und einfach mitzufiebern und mitzurätseln, ehe es in die nächste Achterbahnfahrt geht.
Gemeinsam mit Elias und Laia erleben wir die schlimmsten Seiten der Menschheit, meistern Prüfungen oder scheitern daran. Wir kämpfen mit ihnen, hoffen und bangen und sind durchweg eins mit ihnen. An ihrer Seite müssen wir Schmerz, Kämpfe, Verluste und Misshandlungen einstecken, aber geben niemals auf. Der Einfluss in Form des Widerstands fand ich auch sehr passend und fügt eine weitere Facette zur Geschichte hinzu. Es wird niemals langweilig, niemals zäh und zu keiner Sekunde ahnt man, worauf alles hinauslaufen wird.
Das große Finale des ersten Bandes ist, wie nicht anders zu erwarten, nach all den Lobeshymnen, einfach phänomenal. Ein regelrechtes Feuerwerk, das sich über mehrere Minuten lang hell und vielschichtig erstreckt. Während man anfangs noch dachte, die Kämpfe sowie die Prüfungen könnten nicht zu toppen sein, beweist uns das Finale, dass das sehr wohl möglich war. Und die Auflösung war schockierend. Die Autorin hat mit diesen Twist nochmal alles bisher Geschehene in Frage gestellt und damit eindeutig Mut bewiesen. Ich persönlich hätte es mir zwar anders gewünscht, doch das Potential, das Band 2 nun bietet, ist immens. Und ich freu mich drauf, die Fortsetzung bald zu lesen/hören.

FAZIT:
„Elias und Laia 01: Die Herrschaft der Masken“ von Sabaa Tahir hat mich noch einmal ganz neu begeistern können. Ich hab so viele Kleinigkeiten wahrgenommen, so viel bemerkt, die mir beim ersten Lesen komplett entgangen waren. Es war wieder eine absolut mitreißende, hochgradig spannende und stellenweise auch sehr brutale Geschichte, die mit dem Wüsten-Setting und der Akademie, die ans Militär erinnert, einfach überzeugt. Durch den angenehmen, bildhaften Schreibstil und die entsprechend passende Wortwahl kommt man unheimlich gut voran und die beiden Portagonisten, die grundverschieden sind, sich aber doch irgendwie ähneln, runden diesen Auftakt schließlich ab. Fürs absolute Highlight hat mir noch eine Brise gefehlt, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das im nächsten Band passieren wird.

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CaroW CaroW

Veröffentlicht am 10.10.2021

Super Reihen-Auftakt!

#Die Geschichte:#
Elias wurde in der Militärakademie von Schwarzkliff zu einer sogenannten Maske, einem Elite-Soldaten, ausgebildet. Nun steht er kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung und kann nur an ... …mehr

#Die Geschichte:#
Elias wurde in der Militärakademie von Schwarzkliff zu einer sogenannten Maske, einem Elite-Soldaten, ausgebildet. Nun steht er kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung und kann nur an eines denken: Flucht. Er will nichts mit dieser schrecklichen und sinnlosen Gewalt zu tun haben, doch wenn er desertiert, wäre er vogelfrei. Wenn die anderen Masken es auf ihn abgesehen hätten, wäre dies auch kein Leben. Die Entscheidung fällt ihm unsagbar schwer, doch dann geschieht etwas, was nicht nur seine Entscheidung, sondern die Geschicke der Welt beeinflussen wird…
Laia gehört zu den Kundigen, dem Volk, das von den herrschenden Martialen unterdrückt wird. Als ihre Familie ermordet und ihr Bruder gefangen genommen wird, schließt sie sich dem Widerstand an. Die Rebellen sollen ihr helfen, ihren Bruder vor der Hinrichtung zu bewahren und sie bietet sich im Gegenzug dafür an, sich als Sklavin in Schwarzkliff einzuschleusen. Sie muss ihr Leben auf Spiel setzen, um das ihres Bruders zu retten. Was sie erst viel zu spät begreift: Sie ist nur ein Spielstein eines Spiels dessen Regeln sie nicht kennt, aber wenn sie jetzt nicht anfängt mitzuspielen, wird sie zweifelsfrei verlieren.

#Meine Meinung:#
„Elias und Laia“ – Was für eine Geschichte verbirgt sich hinter diesem Titel? Ich habe mit einer spannenden Romantasy-Geschichte gerechnet. Alle, denen es ähnlich geht, muss ich warnen: Die Geschichte von Elias und Laia ist weitaus brutaler als das hübsche Cover vermuten lässt und die Liebesgeschichte der beiden steht nicht so sehr im Fokus, wie der Titel impliziert. Das nur vorab, da ich selbst auf diese Marketing-Falle des deutschen Verlags hereingefallen bin.
Das ist natürlich kein Kritikpunkt, den ich der Geschichte anlasten kann, trotzdem haben die Unterschiede zwischen meinen Erwartungen und der Realität dazu geführt, dass ich das Buch vielleicht etwas schlechter wahrnehme als ich es bewerten würde, wenn es anders vermarktet worden wäre. Denn: Wenn ich gewusst hätte, dass es sich um so brutale Fantasy handelt, wäre ich ganz anders an das Buch rangegangen. Jetzt kam es mir einfach übermäßig brutal und heftig vor.
Abgesehen von der Brutalität, die mich etwas irritiert hat, bin ich insgesamt begeistert von der Geschichte. Sie hat alles, was ein guter Fantasy-Roman braucht: Spannung, starke Charaktere und eine besondere Welt.
Die Welt, in der Elias und Laia leben, ist von Kriegen und einer starken Rassentrennung geprägt. Die Konflikte brodeln und jede Seite glaubt, sie sei im Recht. Elias und Laia stehen beide irgendwie dazwischen, sodass für die Leser:innen Gut und Böse zu verschwimmen scheinen. Dafür, dass es nun schon eine Weile her ist, dass ich das Buch gelesen habe, denke ich immer noch oft an die von Sabaa Tahir geschaffene Welt zurück. Sie hat Bilder in meinen Kopf gesetzt, die regelrecht lebendig wirken.
Das ist der Autorin vor allem durch ihren Schreibstil gelungen. Er lässt sich sehr flüssig lesen und ist sehr lebensecht (was die Szenen, in denen Gewalt vorkam, auch so heftig gemacht hat).
Auch die Charaktere leben durch den Schreibstil auf. Das Buch ist aus mehreren Perspektiven geschrieben und ich musste mich nie fragen: Wer erzählt nun? Jede Figur wird einzigartig dargestellt und macht auch eine erkennbare Entwicklung im Laufe der Handlung durch. Das hat mir gut gefallen. Die Charaktere kann ich nur als stark und eindrucksvoll beschreiben. Und das nicht, weil sie keine Schwächen haben oder zeigen, sondern weil sie einfach so präsent sind.
Der Lauf, den die Handlung nimmt, ist nicht überraschend, aber doch spannend. Die vielen actionreichen Szenen halten einen in Atem und es bleiben noch viele Storyelemente offen, sodass ich schon jetzt das Potenzial für ein super großes Finale sehe.
Insgesamt konnte ich mich richtig gut in der Welt von Elias und Laia verlieren. Alles wurde lebendig. Trotzdem wäre ich nicht gerne Teil dieser Welt, denn dafür habe ich wohl nicht genug Kampftalent und bin zu zart besaitet. Mein einziger Kritikpunkt ist demnach die offene Brutalität. Wer damit umgehen kann, der sollte das Buch unbedingt lesen.

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kassandra10 kassandra10

Veröffentlicht am 21.09.2021

Die Herrschaft der Masken

Elias, der scheinbar zukünftige Imperator, wird von seinem Gewissen eingeholt und er will aus seiner Welt aus Krieg, Macht und Zerstörung fliehen und endlich frei sein.

Laias ganze Familie wird von den ... …mehr

Elias, der scheinbar zukünftige Imperator, wird von seinem Gewissen eingeholt und er will aus seiner Welt aus Krieg, Macht und Zerstörung fliehen und endlich frei sein.

Laias ganze Familie wird von den Masken ausgerottet und ihr Bruder wird inhaftiert. Sie schwört Rache und schließt sich dem Widerstand gegen die Masken an.

Die Wege von Elias und Laia treffen sich. Beider Leben könnte nicht anders sein. Trotzdem habe die Beiden einen gemeinsamen Wunsch. Freiheit und Liebe.

Laia stellt bald fest, dass selbst im Widerstand gelogen und betrogen wird.

Sie verdingt sich als Sklavenmädchen im Hause der Kommandantin. Aber auch dort bringt sie mit ihren Taten Leid und Schrecken, sogar über ihre wenigen Freunde.

Elias muss nunmehr die heiligen Prüfungen bestehen. Dort muss er über mehr als eine Leiche gehen.

Er befindet sich während der Prüfungen nicht gerade in einem guten Zustand. Die Zukunft mit seiner Freundin Helena besteht nur noch aus Zwiespalt. Nur Laia gelingt es derzeit, dank der Prophezeiung der Auguren, den entscheidenden Weg einzuschlagen.

Sabaa Tahir nimmt uns mit auf eine zwiespältige Reise. Bitteres Leid und viel Hass umgeben Elias und Laia. Für beide ist die Zukunft unklar. Dunkle Wolken schweben über den beiden Jugendlichen. Gewalt und Krieg beherrschen ihren Alltag.

Der erste Teil der Fantasy-Trilogie bringt viel Gemetzel mit sich. Freundschaft hat keinerlei Bedeutung und Liebe liegt jenseits jeglicher Vorstellung. Der Kampf der Masken und des Widerstandes steht also kurz bevor.

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Autorin

Sabaa Tahir

Sabaa Tahir - Autor
© Christophe Testi

Sabaa Tahir war Redakteurin bei der Washington Post. Berichte über den Nahen Osten beschäftigten sie und führten schließlich dazu, dass sie ihren ersten Roman schrieb. Sie wollte eine Geschichte erzählen, die die Gewalt in unserer Welt abbildet. Sie wollte aber auch Figuren erschaffen, die in dieser Welt Hoffnung finden. Die nach Freiheit suchen und sich für die Liebe entscheiden, egal gegen …

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Sprecherin

Marie Bierstedt

Marie Bierstedt - Sprecher
© Olivier Favre

Marie Bierstedt trat schon früh in die Fußstapfen ihres Vaters, des Schauspielers Detlef Bierstedt. Mit 5 Jahren stand sie das erste Mal vor der Kamera, im Alter von 11 Jahren begann sie zu synchronisieren. Heute leiht sie Schauspielerinnen wie Anne Hathaway, Kirsten Dunst und Kate Beckinsale ihre Stimme. Auch als Hörbuch- und Hörspielsprecherin hat sie sich mit ihrer lebhaften, jungen Stimme einen Namen gemacht.

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Sprecher

Maximilian Artajo

Maximilian Artajo - Sprecher
© Sven Hasper

Maximilian Artajo spricht seit seinem 4. Lebensjahr in TV-Serien, Kinofilmen, Computer- und Hörspielen vornehmlich Hauptrollen. 2002 wurde er für seine Leistung in Der kleine Eisbär mit dem Deutschen Preis für Synchron ausgezeichnet. Für Lübbe Audio hat er schon zahlreiche Kinder- und Jugendhörbücher eingesprochen.

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