Inferno
 - Dan Brown - Hörbuch

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10,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Thriller
Hörbuch (MP3-CD)
1011 Minuten
3 CDs
Ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-5236-4
Ersterscheinung: 09.09.2016

Inferno

Folge 4 der Serie "Robert Langdon"
Gelesen von Wolfgang Pampel

(37)

Mein Geschenk ist die Zukunft. Mein Geschenk ist die Erlösung. Mein Geschenk ist ... Inferno
Robert Langdon, Harvard-Professor für Symbologie, erwacht mit einer Schusswunde in einem Krankenhaus in Florenz und kann sich nicht an die letzten zwei Tage erinnern. Doch viel Zeit zur Erholung bleibt ihm nicht, denn nach einem Anschlag muss er mit der jungen Ärztin Sienna Brooks in deren Wohnung flüchten. Dort stellt sich heraus, dass Langdon dabei war, die versteckte Botschaft in einem jahrhundertealten Gemälde zu Dantes "Inferno" zu entschlüsseln. Die Spur führt sie in den Palazzio Vecchio, wo sie sich von Dantes Totenmaske konkretere Hinweise erhoffen, doch diese ist gestohlen worden. Nun beginnt eine Jagd durch halb Europa, bei der Langdon die Maske wiederfinden und einen perfiden Plan vereiteln muss.
Hier spricht Wolfgang Pampel, die Synchronstimme von Harrison Ford und der grandiose Sprecher der Dan Brown-Weltbestseller ILLUMINATI, SAKRILEG und DAS VERLORENE SYMBOL. Gemeinsam mit Robert Langdon hat er in INFERNO sein wohl größtes Abenteuer zu bestehen. Hören Sie den Bestseller erstmals als ungekürzte MP3-Ausgabe und lassen Sie sich von dieser gekonnten Verknüpfung eines hochaktuellen und gleichermaßen brisanten Themas mit kulturgeschichtlichem Ambiente mitreißen!

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Pressestimmen

"Über sieben Stunden Hochspannung!"
„Spannend bis zur letzten Sekunde zieht Wolfgang Pampel, die Synchronstimme von Harrison Ford, den Hörer in seinen Bann und rauscht mit ihm durch einen spektakulären Thriller, wie man ihn von Dan Brown gewohnt ist – brisant, atemberaubend und mit ungeahnten Wendungen.“
"Das Hörbuch steht dem gedruckten Buch in nichts nach, im Gegenteil: Die sparsamen aber an den richtigen Stellen eingesetzte Musik gibt der ausgezeichneten Produktion noch einmal einen Kick."
"Man fühlt sich sofort ins atemlose Abenteuer hinein gezogen und wird von einer spannenden Szene in die nächste katapultiert. Wolfgang Pampels angenehme, einzigartige Stimme hat einen hohen Wiedererkennungswert. Sie passt perfekt zu der temporeichen, rätselhaften Geschichte."
„Sehr spannend!“

Bloggerstimmen

Rezensionen aus der Lesejury (37)

Ananasstueckchen Ananasstueckchen

Veröffentlicht am 13.10.2018

Interessant, aber zäh

*Zusammenfassung*
Robert Langdon wacht in einem Krankenhaus mitten in Florenz auf. Er hat eine Schusswunde und leidet unter Amnesie. Irgendjemand hat es auf ihn abgesehen, doch wer und warum? Die junge ... …mehr

*Zusammenfassung*
Robert Langdon wacht in einem Krankenhaus mitten in Florenz auf. Er hat eine Schusswunde und leidet unter Amnesie. Irgendjemand hat es auf ihn abgesehen, doch wer und warum? Die junge Ärztin Sienna Brooks hilft ihm vor seinen Verfolgern zu fliehen und versteckt Langdon in ihrer Wohnung, wo er herauszufinden versucht, was mit ihm passiert ist. Der einzige Hinweis: Dantes Inferno.

*Meinung*
Der vierte Teil der Robert-Langdon-Reihe konnte mich leider nicht so überzeugen wie die vorherigen Bände, auch wenn er wieder ähnlich aufgebaut ist.
Es gibt eine Jagd auf Leben und Tod, Roberts Kunstgeschichtliche Kenntnisse spielen eine zentrale Rolle und er hat auch wieder eine Frau an seiner Seite, die ihn auf seinem Abenteuer begleitet.
Trotzdem fängt der Thriller dieses Mal anders und sehr viel versprechend an. Statt mitzuerleben wie Robert wieder zufällig in ein neues Drama gerät, ist er beim Start des vierten Bandes bereits mitten drin. Und hat aufgrund seiner Amnesie, genauso wenig Informationen wie der Leser zu diesem Zeitpunkt.
Nach dem spannenden Auftakt entwickelt sich die Geschichte über die nächsten 500 Seiten immer mehr, nimmt aber leider nicht mehr so wirklich an Fahrt auf. Stellenweise ist es doch wirklich sehr zäh und Themen wie Zobrists Video oder alles was mit Dantes Inferno zu tun hat werden mir einfach zu oft wiederholt. Dafür kommt der Ansatz mit der Überbevölkerung, den ich wirklich interessant finde, stellenweise fast zu kurz.
Zum Schluss wird es dann aber nochmal richtig spannend. Es gibt einige spannende Wendungen in der Geschichte und das Ende regt dann sogar zum Nachdenken an. Den Teil des Buches, über den ich hier aber nicht zu viel verraten möchte, fand ich wirklich interessant und gelungen. Leider macht es die 500 vorangegangen Seiten auch nicht wieder wett.

*Fazit*
Wer die Bücher von Dan Brown kennt, weiß auch, dass er wesentlich mehr drauf hat als er hier zeigt. Das Thema ist aktuell und interessant, die Umsetzung aber stellenweise sehr zäh. Mit den ersten Bänden der Reihe kann dieser hier definitiv nicht mithalten.

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LovinBooks LovinBooks

Veröffentlicht am 19.06.2017

Das kann er besser...

Robert Langdon wacht in einem Krankenhaus in Florenz auf. Zwei Ärzte bewachen ihn, denn jemand hat auf ihn geschossen und die Kugel hat ihn am Kopf gestreift, wodurch er nun an einer Gedächtnislücke leidet. ... …mehr

Robert Langdon wacht in einem Krankenhaus in Florenz auf. Zwei Ärzte bewachen ihn, denn jemand hat auf ihn geschossen und die Kugel hat ihn am Kopf gestreift, wodurch er nun an einer Gedächtnislücke leidet. Als die Killerin in seinem Krankenhauszimmer auftaucht und einen der Ärzte erschießt, flüchtet er mit der Ärztin Dr. Sienna Brooks und die Verfolgungsjagd beginnt.

Eine rätselhaft Jagd beginnt und Robert Langdon und Sienna Brooks versuchen Dantes "Inferno" zu entschlüsseln. Dabei werden Sie von einer Truppe von Soldaten verfolgt.

Die Prophezeiung birgt eine riesige Gefahr für die gesamte Menschheit und es ist absolute Eile geboten. Kann Robert Langdon den Eklat verhindern?





Buchkritik:

Puuuh, wo fange ich am Besten an.. Ich muss sagen ich bin von dem Werk von Dan Brown ziemlich enttäuscht. Der vierte Band der Robert Langdon Reihe steht seinen Vorgängern in so einigem nach.
Konnte Brown in den ersten 3 Bänden eine immense Spannung über das gesamte Buch hinweg aufbauen, plätschert Inferno nur so vor sich hin.
Die ersten 300 Seiten waren noch relativ fesselnd, aber danach geht es nur noch bergab. Ich hatte sehr oft das Gefühl eher einen italienischen Reiseführer zu lesen als einen Thriller.
Ich habe mich oft dabei erwischt nicht mehr zu lesen, sonder einfach nur die Seiten zu überfliegen mit dem permanenten Gedanken: BLABLABLABLA
Hohe Erwartungen lassen einen tief fallen und sorry Dan Brown, aber dieses Buch ist echt ein Satz mit X.



Fazit:

Für alle Dan Brown Fans. Geht nicht mit zu hohen Erwartungen an das Buch ran.

Für alle Neulinge: Kauft euch lieber einen Thriller von Sebastian Fitzek! Das Geld ist defintiv besser angelegt!


Dieses Buch erhält von mir 2/5 Punkten. :O(

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slnp slnp

Veröffentlicht am 19.02.2021

Er hätte so viel mehr damit machen können

Ich muss sagen Inferno ist im Gegensatz zu Illuminati und davinci Code eines der eher schlechteren Bücher Browns. Die ersten zwei Drittel des Buches sind wirklich gut und ähneln vom Aufbau her Illuminati ... …mehr

Ich muss sagen Inferno ist im Gegensatz zu Illuminati und davinci Code eines der eher schlechteren Bücher Browns. Die ersten zwei Drittel des Buches sind wirklich gut und ähneln vom Aufbau her Illuminati und davinci Code. Ebenfalls werden hier wieder sehr viele historische Fakten hineingebracht. Doch beim letzten Drittel muss ich sagen ging es nur bergab

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meinbuecherregal meinbuecherregal

Veröffentlicht am 04.12.2020

Kann man machen....

Inferno von Dan Brown aus dem Bastei Lübbe Verlag
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📜 Inhalt
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Robert Langdon befindet sich wieder auf einer Schnitzeljagd... diesmal geht es um die Rettung der Welt.
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📜 Was hat mir gefallen?
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Teile ... …mehr

Inferno von Dan Brown aus dem Bastei Lübbe Verlag
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📜 Inhalt
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Robert Langdon befindet sich wieder auf einer Schnitzeljagd... diesmal geht es um die Rettung der Welt.
.
📜 Was hat mir gefallen?
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Teile des Buches waren wie ein interessanter Reiseführer geschrieben und ich wäre sehr gerne mit dem Buch in der Hand zu den Schauplätzen unterwegs gewesen. Teilweise hat es mich so interessiert, ob die beschriebenen Kunstwerke im Original meiner Vorstellung ähneln... da musste ich zwischendurch googeln und das Bild im Internet „nachschlagen“
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Zufälligerweise passte das Buch auch in unsere aktuelle Zeit... zwar kommt hier u.a. das Thema Pest vor... aber die Wörter Pandemie und Quarantäne sind uns nicht fremd.
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📜 Was hat mir nicht so gut gefallen?
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Diese Schnitzeljagd hat mich nicht soooo doll gepackt. Vielleicht lag es an manchen Wiederholungen? Ein 9 minütiges Video wurde z.B. immer wieder angeguckt und interpretiert...für mich zu oft.
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Die Schnitzeljagd an verschiedenen Orten und in verschiedenen Städten empfand ich teilweise etwas aufgebläht.
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Auflösungen bzw. Wendungen die zum Schluss stattfanden ... waren für mich etwas zu spät ... schließlich musste man sich vorher ohne das spätere Wissen durch das Buch durcharbeiten.
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📜 Fazit
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Wer Interesse an lebendigen Reiseführern und Geschichte hat, kann hier bestimmt schöne Lesestunden erleben... ich finde nur, dass es nicht das spannendste Buch von ihm ist.

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_books_lara_ _books_lara_

Veröffentlicht am 07.04.2020

Regt zum Nachdenken über Moral und Ethik an

Die Gestaltung

Das Cover des E-Books entspricht der Aufmachung des Filmes, was mich schon ein wenig gestört hat. Ich finde die Print-Ausgaben viel schöner, da sie alle einheitlich zueinander passen. Aber ... …mehr

Die Gestaltung

Das Cover des E-Books entspricht der Aufmachung des Filmes, was mich schon ein wenig gestört hat. Ich finde die Print-Ausgaben viel schöner, da sie alle einheitlich zueinander passen. Aber wie sagt man doch: Don’t judge a book by its cover.

Die Gestaltung im Inneren ist aber dafür umso besser. Die Kapitel an sich sind sehr schlicht gehalten, aber wie auch in den anderen Büchern der Reihe rund um den Symbolologen Robert Langdon finden sich zwischendurch ein paar Grafiken und auch Diagramme, sowie zum Inhalt passende Gedichtverse, die beispielsweise in Spiralenform abgedruckt wurden. Auch wurde die Schriftart bei den Worten, die in einem Film gesprochen wurden, der im Laufe von Langdons „Ermittlungen“ eine sehr zentrale Rolle einnimmt, abgeändert, sodass ein klarer Kontrast erkennbar war.

Auch Wörter und Phrasen in anderen Sprachen sowie Fachbegriffe wurden in kursiv gedrucktem Text dargestellt, wodurch das Gesamtbild einheitlich und doch sehr clever durchdacht wirkte.


Der Erzählstil

Dan Brown ist bekannt für seinen einerseits sehr spannungsgeladenen Schreibstil durch seine feinfühlige Wortwahl, und andererseits besonders auffälligen Hang zu ausführlichen Erklärungen. Hier das richtige Maß zu finden, ist nicht immer einfach, und das hat Dan Brown in diesem Buch (leider) deutlich gezeigt.

Auf der einen Seite hat sich Dan Brown wunderbar darauf verstanden, mich als Leserin mitzureißen und Spannung aufzubauen, wo eigentlich kaum Spannung war. Dadurch bin ich geradezu durch die Seiten geflogen, und besonders gestern habe ich deshalb mehr als 30 Kapitel am Stück gelesen, was schon eine beträchtliche Leistung ist. Gleichzeitig war seine Art zu Schreiben sehr intellektuell angehaucht, passend also zu Robert Langdons Hintergrund als Harvard-Professor für den fiktiven Beruf Symbolologie. Ja, richtig gehört, den Beruf als Symbolologe hat sich Brown frei ausgedacht und gibt es nicht in der Realität. Zwar habe ich anfangs auch geglaubt, dass einfach Symbologe falsch geschrieben wurde, bis ich die Wahrheit erkannt habe – und leider wird dieser Irrtum, der sicherlich vielen Lesern von Dan Browns Thrillern gar nicht erst auffällt, nur durch den Verlag unterstützt, da in den Klappentexten immer von Symbologie statt von Symbolologie gesprochen wird. So viel aber nur als Anmerkung, falls ihr verwirrt sein solltet.

Also, da ich ein wenig abgeschweift bin, noch mal zurück zu dem Punkt, den ich hatte ansprechen wollen: Der Schreibstil wirkt sehr intellektuell, da man von Dan Brown durch die Kunstgeschichte Italiens geführt wird, ohne dass es merklich langweilig wird. Die Verbindung von Mystik, Action und Historie ist Brown hier fantastisch gelungen, da alles sehr spannend ineinander verzweigt war, sodass man keine imaginären Trennwände dazwischen ziehen konnte. Außerdem kann man das Buch somit in keine der typischen Schubladen stecken. Trotzdem waren die Ausführungen teilweise zu langatmig, da einige Absätze geradezu überquellen mit Daten, Namen und Fachwörtern, die man sich einzig aus dem Kontext erschließen kann – oder eben auch nicht.

Und an dieser Stelle schließe ich mich jetzt einfach mal den vielen anderen Rezensenten des Buches an, die diesen Punkt ebenfalls mit in ihre Bewertung haben einfließen lassen, denn die Recherchearbeit, die Dan Brown hier und in jedem anderen seiner Bücher geleistet hat, ist wirklich beeindruckend. Er hat sich umfassend über Architektur, Kunst, Literatur, Geschichte und Kultur informiert und dieses Wissen an den Leser weitergegeben, der nach dem Lesen des Buches auf jeden Fall ein Stückchen schlauer ist als vorher – anders geht es gar nicht. Zudem sind im Laufe der Story keinerlei Logikfehler aufgetreten, und selbst die zuvor erwähnten langwierigen Beschreibungen wurden sehr spannend rübergebracht, sodass ich zu dem Schluss gekommen bin, dass das Buch ohne diese nicht so gut wäre wie ohne.


Die Handlung

Wahrscheinlich habt ihr jetzt schon gemerkt, dass ich über „Inferno“ einiges zu sagen habe – und ich bin noch lange nicht fertig damit, meine Gedanken hier aufzuschreiben.

Obwohl das Buch sehr historisch geprägt ist und auf viele Ereignisse und Persönlichkeiten der Historie anspielt, umfasst es doch auch eine sehr aktuelle Thematik, die zudem sehr sozialkritisch ist. Überbevölkerung und Bioterror sind hier nur zwei Beispiele, die in der Geschichte behandelt werden, und das auch sehr ausführlich, auch wenn man bis zur Hälfte noch lange nicht das ganze Ausmaß davon erahnt. Besonders in Zeiten der Corona-Krise ist das Thema von „Inferno“ sehr interessant, aber weiter will ich nicht darauf eingehen, weil ich nicht vorweggreifen will. Auch die philosophische Richtung des Transhumanismus wird angesprochen. Ich bin mir sicher, dass viele von euch jetzt große Fragezeichen über ihren Köpfen schweben haben und sich denken „hä?“, weshalb ich mal kurz erklären will, worum es beim Transhumanismus geht. Der Transhumanismus ist eine moderne Philosophie, die die Beschleunigung der Evolution thematisiert. Okay, Beschleunigung ist wahrscheinlich nicht die richtige Bezeichnung, da die Anhänger des Transhumanismus, der mit dem Symbol H+ abgekürzt wird, fest davon überzeugt sind, die Menschheit habe die Pflicht, ihre Evolution durch Gentechnik und Genmanipulation (also durch Abänderung des Genmaterials im menschlichen Körper) fortzuführen. Ihr merkt also schon an meiner Erklärung, dass das Thema ziemlich komplex ist, und trotzdem hat Dan Brown es geschafft, dieses und gleichzeitig noch viele dazugehörige Themen, wie eben die Überbevölkerung und der Bioterrorismus, in sein Buch einzubringen, ohne dass es langweilig wird.

Hierbei greift Dan Brown aber nicht vor und sagt mit seiner Beschreibung, was der Leser von den Themen zu denken hat. Nein, stattdessen werden die Leser selbst zum Nachdenken über Ethik und Moral aufgefordert und angeregt, wodurch das Buch auch nachhaltig schwer beeindruckt. Das heißt also, Dan Brown hat es geschafft, Unterhaltungsliteratur und Wissenschaft in seinem Buch zu vereinen und dadurch einen sozialkritischen Hintergrund zu schaffen, der viel zu wenig in der Welt und besonders der Politik besprochen wird.

So, nun möchte ich aber mal das Gerede über die wissenschaftlichen und sozialkritischen Aspekte so stehenlassen und mehr auf die actionreiche Handlung eingehen.

Sehr auffällig ist gleich zu Beginn, dass das Buch keinen chronologischen 3-Akt-Aufbau (Anfang, Hauptteil, Schluss) besitzt, sondern mitten in der Geschichte anfängt. Dies ist eine willkommene Abwechslung, da der Leser durch Robert Langdons Amnesie keinerlei Ahnung hat, worauf die Geschichte letztendlich herausläuft. Trotzdem weiß der Leser zwischendurch mehr als der Protagonist, da nicht jedes Kapitel aus dessen Sicht erzählt wird.

An dieser Stelle möchte ich einmal vorweggreifen und direkt zu meinen Gedanken über das Ende des Buches kommen (ohne zu spoilern, versteht sich!): Im Grunde genommen habe ich kein Problem mit offenen Enden, aber in diesem Fall hat es mich irgendwie gestört, weil es so rüberkam, als wären letztendlich alle Bemühungen, die die Charaktere auf sich genommen haben, um das Rätsel zu lösen, komplett umsonst gewesen. Außerdem wird die Geschichte auf den letzten hundert Seiten immer vorhersehbarer, wodurch die Story selbst ein bisschen schwächelt.

Vorher gibt es jedoch immer wieder unerwartete Plot-Twists, die die Spannung ins Unermessliche steigern, aber leider ist das Grundgerüst mal wieder genau das gleiche wie in jedem anderer Robert-Langdon-Bücher von Dan Brown. Dadurch wirkte das Buch auf der einen Seite recht eintönig und auf der anderen sehr interessant, weil man unbedingt wissen will, was anders ist.


Die Charaktere

Hier will ich direkt an den vorherigen Absatz anschließen, denn ich komme sofort zu meinem nächsten Kritikpunkt. Leider scheint es nämlich, als hätte sich kaum etwas geändert in Langdons Verhalten seit er in „Illuminati“ seinen ersten Fall abgeschlossen hat. Damit meine ich genauer gesagt: Es wirkt, als hätte er sich überhaupt nicht weiterentwickelt. Seine Reaktionen erwecken den Anschein, als sei dies das erste Rätsel, das Langdon je aufbekommen hat, da überhaupt keine Verweise auf die vorherigen Bücher vorhanden sind. Dadurch fehlt es besonders ihm als Protagonist ein wenig an Tiefe. Außerdem waren seine Fähigkeiten und Kenntnisse trotz seines fiktiven Berufs als Professor für Symbolologie oft sehr weit hergeholt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er trotz seines akademischen Grades über jede einzelne Person und jede einzelne Dichtung und jedes einzelne Kunstwerk der italienischen Kultur und Geschichte Bescheid weiß.

Die restlichen Charaktere sind sehr vielschichtig gestaltet. Besonders Sienna, der Provost und selbst Bertrand Zobrist überraschen immer wieder auf ganzer Ebene. Es ist nie ganz sicher, wer in diesem Fall eigentlich wirklich der Böse ist, und ich glaube, einige Charaktere wissen selbst nicht, welche Seite die richtige und welche die falsche ist. Aber noch mal zu Sienna, die eine meiner Lieblingscharaktere in dem Buch geworden ist: Ich fand ihre Persönlichkeit wirklich faszinierend und sehr sympathisch, aber leider blieb ein kleines Extra unbeachtet: sie hat einen IQ von 208 und trotz ihrer Schauspiel-Fähigkeiten, die sie bereits als Kind unter Beweis gestellt hat, wie man sehr früh in der Geschichte erfährt, sind die Erklärungen über ihr Verhalten teilweise ziemlich lahm. Ich meine, natürlich liegt ein IQ von 208 noch im Bereich des Möglichen, aber dass sie dadurch kaum Verhaltensauffälligkeiten bei der Interaktion mit anderen Menschen aufweist, ist schon ein Aspekt, der mich trotz ihrer zugegebenermaßen traumatischen Vergangenheit sehr gestört hat.


Fazit

„Inferno“ ist ein Pageturner, der Wissenschaft und Unterhaltungsliteratur miteinander vereint und gleichzeitig sehr sozialkritische und actionreiche Handlungen beinhaltet. Das Buch regt zum Nachdenken an und trotz einiger Kritikpunkte hat mir das Lesen sehr viel Spaß gemacht.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.


Autor:in

Dan Brown

Dan Brown - Autor
© Dan Courter

Dan Brown ist Autor zahlreicher Thriller, die allesamt über Monate die Bestsellerlisten angeführt haben und darüber hinaus erfolgreich verfilmt wurden. Mit seinem in über 40 Ländern erschienenen und mit Tom Hanks in der Hauptrolle verfilmten Buch Sakrileg (Originaltitel: The Da Vinci Code) wurde er zu einem der erfolgreichsten Schriftsteller der letzten Jahrzehnte. Dan Browns Thriller werden in 54 Sprachen übersetzt. Nach solch erfolgreichen Auflagen ließen …

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Sprecher

Wolfgang Pampel

Wolfgang Pampel - Sprecher
© Olivier Favre

Wolfgang Pampel hat an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig studiert und machte sich anschließend an den verschiedensten Bühnen von Leipzig, Düsseldorf, Berlin und Wien einen guten Namen. Er ist die deutsche Synchronstimme von Harrison Ford und hat bereits verschiedene Hörbücher von Dan Brown unnachahmlich und markant gelesen.

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