»Lazarus« von Lars Kepler

Ab dem 28. Februar 2019 im Handel

Krimi-Duo Lars Kepler
© Ewa-Marie Rundquist

Lars Kepler sind derzeit Schwedens populärste Krimiautoren. Mit »Lazarus« legen sie nun den siebten Band der Krimi-Reihe rund um Ermittler Joona Linna vor. Von der Reihe wurden bisher weltweit mehr als 13 Millionen Exemplare verkauft. »Lazarus« stand auf Platz 1 der Bestsellerlisten in Schweden, Norwegen, Finnland und Tschechien.

»Lazarus ist ziemlich brutal und sehr spannend«, Hörbuchsprecher Wolfram Koch

Lars Kepler ist das Pseudonym der Eheleute Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Jeder für sich hat bereits erfolgreich eigene Romane veröffentlicht, bis sie sich entschieden haben, ihre ganze Energie und Kreativität in ein gemeinsames Schreibprojekt zu stecken.

Das Ehepaar lebt mit seinen drei Töchtern in Stockholm, nur einen Steinwurf vom schwedischen „Scotland Yard“ entfernt.

»Wir schreiben alles zusammen, vom ersten Wort bis zur letzten Seite«, Lars Kepler

Das Pseudonym Lars Kepler ist eine Hommage an zwei bekannte Persönlichkeiten. Der Vorname Lars wurde zu Ehren des Bestseller-Autors Stieg Larsson gewählt, während der Nachname Bezug auf den deutschen Wissenschaftler Johannes Kepler nimmt.

Weitere Infos und Interviews finden Sie in unserer Autorenzeitung, die Sie hier durchblättern können.

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Mit Lars Kepler durch Stockholm

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10 Fragen an Lars Kepler

Lieblingssatz aus dem Buch:

Schwer zu sagen – wir entscheiden uns für den allerersten Satz: Das weiße Licht des Himmels offenbart die ganze, unverhüllte Grausamkeit der Welt, wie sie schon Lazarus vor seiner Höhle erschienen sein muss.


Die Stelle im Buch, die am schwierigsten zu schreiben war:

Es gibt zwei kurze Kapitel, an denen wir über einen Monat geschrieben haben. Darin geht es um eine kardiologische Notfalloperation im Karolinska-Krankenhaus. Das war einerseits emotional wirklich anstrengend, aber auch kompliziert wegen der technischen Details. Wir haben beim Schreiben mehrere Ärzte zu Rate gezogen und müssen heute noch weinen, wenn wir diese Szenen lesen.


Der optimale Soundtrack zum Buch:

Johann Sebastian Bachs Cello Suite Nr. 1 in G-Dur.


Der perfekte Ort, um das Buch zu lesen:

Im Bett mit einer Tasse Tee oder einem Glas Wein und möglichst mit jemandem, der einem zur Not die Hand halten kann, wenn es zu spannend wird.


Was darf beim Schreiben auf keinen Fall fehlen – abgesehen von Rechner, Schreibmaschine oder Stift?

Wir brauchen vor allem einander. Unsere gesamte Kreativität als Lars Kepler basiert darauf, dass wir uns ständig austauschen und uns gemeinsam die Geschichten, Wendungen und Personen ausdenken.

Was ist schöner: den letzten Satz zu Ende gebracht zu haben oder das fertige Buch in Händen zu halten?

Den letzten Satz geschrieben zu haben. Dieses Gefühl lässt sich kaum in Worte fassen. Man hat schließlich eine ganze Weile mit den Figuren aus dem Buch gelebt, ihre Erfahrungen geteilt, mit ihnen gelitten. Wenn wir ein Buch beendet haben, fühlt es sich immer an, als würden all unsere Gefühle, Ängste und unsere ganze kreative Energie in dem Buch stecken. Man fühlt sich ziemlich leer, aber auf eine gute Art – und gleichzeitig kommt es uns jedes Mal so vor, als könnten wir nie wieder eine gute Story oder auch nur einen spannenden Satz zu Papier bringen.

Wer oder was hilft, wenn es mal schwierig ist, weiterzuschreiben?

Das passiert uns zum Glück fast nie, weil wir ständig über unsere Geschichten sprechen und uns so immer wieder gegenseitig auf neue Ideen bringen und neue Anstöße geben. Auf die Art geht uns die Inspiration nicht verloren. Wir wissen aber, dass das ziemlich ungewöhnlich ist. Bevor wir angefangen haben, unsere Bücher gemeinsam zu schreiben, hätten wir uns das auch nicht vorstellen können. Wenn wir doch mal in einer Story feststecken, gehen wir einen Schritt zurück, sehen uns die Geschichte noch einmal genau an und finden gemeinsam raus, wo es hakt.


Was war zuerst da: die Story oder eine Figur aus dem Buch?

Charaktere und Handlung gehören zusammen und entstehen gemeinsam in unseren Köpfen. Stück für Stück kristallisiert sich beim Schreiben heraus, was genau wir unseren Lesern erzählen wollen. Ein Bildhauer hat es mal sehr richtig erklärt: Wenn du ein Pferd aus einem Marmorblock erschaffen willst, musst du einfach nur die Teile vom Block abschlagen, die nicht zum Pferd gehören.


Lieber akkurat durchplanen oder erstmal drauflosschreiben?

Krimis funktionieren nur, wenn der Plot bis ins letzte Detail stimmt. Von daher fangen wir immer mit einer sehr detaillierten Planung an. Wenn der Plot dann steht, ist das wie ein Grundakkord, zu dem wir beim Schreiben improvisieren können – das ist die Magie, so entsteht der Schreibfluss.


Wer das Buch liest, fühlt sich nach der letzten Seite…?

Hoffentlich: Was für eine tolle Reise! Ich habe die Welt um mich herum völlig vergessen. Mehr davon!

Bildergalerie

Im Interview: Hörbuchsprecher Wolfram Koch

Sie sind seit Beginn der Joona Linna-Serie der Sprecher der Kepler-Hörbücher. Nun lesen Sie mit LAZARUS den siebten Krimi der Reihe ein. Können Sie sich noch an das Einlesen des ersten Teils DER HYPNOTISEUR erinnern?

Ich weiß noch, dass ich diese Kepler-Erzählung wahnsinnig gruselig fand. Ich kann mich erinnern an die besondere Form zu schreiben, an die kurzen Sätze in Gegenwart. DER HYPNOTISEUR hat wirklich eine Angst erzeugt. Ich fand es unheimlich und sehr düster.

Wie gefällt Ihnen der neue Band LAZARUS?

Ich finde ihn sehr gut. Er ist ziemlich brutal, sehr spannend und er spielt mit der Möglichkeit, dass das Böse, das Urböse, noch existiert. Man glaubt, der böse Jurek Walter ist tot und dass wieder Frieden einkehrt. Auf einmal gibt es einen dunklen Schimmer und der dunkle Schimmer wird immer stärker und das Böse kommt wieder hervor. Man verfällt, wenn man das liest, in so eine kleine Art von Paranoia, dass das Böse hinter jeder Ecke lauert, dass man keine Sicherheit empfindet und man dem Diabolischen überall ausgeliefert sein kann. Damit spielt der Roman extrem und das gefällt mir sehr gut.

Wie unterscheidet sich Ihrer Meinung nach die Krimi-Reihe von Lars Kepler von denen anderer Krimiautoren?

Das ist eine schwere Frage. Kepler hat den Stil gefunden, dass durch kurze Sätze und die Verwendung der Gegenwartsform im Grunde ständig ein Gedanke den nächsten jagt. Das vermittelt etwas Unmittelbares und Unruhiges. Es ist so, als wenn man in Rhythmen denkt, man denkt einen kleinen Gedanken, dann den nächsten, den nächsten und dadurch baut sich etwas auf; und durch diesen Trick der Sprache wird eine enorme Spannung erzeugt.

Was zeichnet aus Ihrer Sicht einen guten Krimi aus?

Unvorhersehbarkeit. Dass ich nicht weiß, wie es auf der nächsten Seite weiter geht, sondern das Geschehen wechseln kann. Und in einer minutiösen Beschreibung von den Gefühlen und Gedanken der agierenden Personen. Dass man sogar in die Psyche eines Psychopathen reinguckt, das zeichnet in meinen Augen einen guten Krimi aus.

Im Tonstudio

Wolfram Koch und Produktmanagerin Marie Spengler während der Aufnahmen zu »Lazarus« im Tonstudio.
© Andy Matern

Wolfram Koch ist seit Beginn der Joona Linna-Serie der Sprecher der Kepler-Hörbücher. Auch den siebten Krimi las er im Tonstudio von Lübbe Audio ein.

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