Tiefe Schluchten
 - Arnaldur Indriðason - Hardcover

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22,90

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Skandinavische Spannung
Hardcover
398 Seiten
Ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7857-2767-6
Ersterscheinung: 30.09.2021

Tiefe Schluchten

Band 3 der Reihe "Kommissar Konrad"
Übersetzt von Kristof Magnusson

(17)

Eine Frau wird in ihrer Wohnung in Reykjavík ermordet aufgefunden. Auf dem Schreibtisch liegt ein Zettel mit Kommissar Konráðs TelefonnummerDie Frau hatte offenbar kurz vor ihrem Tod noch angerufen und ihn angefleht, nach ihrem Kind zu suchen, das sie vor Jahrzehnten zur Adoption freigegeben hat. Konráð hatte abgelehnt. Dies bereut er nun zutiefst und will ihrer verzweifelten Bitte wenigstens postum nachkommen. Er macht sich auf die Suche nach dem Kind – nichtsahnend, welch einem tragischen Schicksal er damit auf die Spur kommt ...

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Pressestimmen

„Das Buch begeistert vor allem durch die angenehm ruhige, unaufgeregte und lakonische Erzählweise. Es fällt nicht leicht, das Buch wieder wegzulegen.“

Bloggerstimmen

Rezensionen aus der Lesejury (17)

Annabell95 Annabell95

Veröffentlicht am 16.01.2022

Suche nach dem Kind

Ex-Kommissar Konrad bereut seine Entscheidung gegenüber der Frau, die ihn um Hilfe gebeten hat, nachdem sie ermordet in ihrer Wohnung in Reykjavík aufgefunden worden ist. Sie hat ihn gebeten nach ihrem ... …mehr

Ex-Kommissar Konrad bereut seine Entscheidung gegenüber der Frau, die ihn um Hilfe gebeten hat, nachdem sie ermordet in ihrer Wohnung in Reykjavík aufgefunden worden ist. Sie hat ihn gebeten nach ihrem Kind zu suchen, was sie kurz nach der Geburt direkt zur Adoption gegeben hat. Jetzt nach ihrem Tod will er es wieder gutmachen und begibt sich auf die Suche. Dabei ahnt er nicht, welches Schicksal er aufdecken wird.

"Tiefe Schluchten" ist der dritte Fall für Ex-Kommissar Konrad. Die Vorgänger sollte man kennen, da Konrad auch hier wieder an seinem eigenen Cold Case Fall, dem Mord an seinen Vater, weiter ermittelt.

Die Handlung ist sehr ruhig. Man sollte hier also kein Mord und Totschlag erwarten, da sich Konrad ja auf die Suche nach dem Kind begibt. Die Spannung ist aber trotzdem da. Ich finde es beeindruckend, wie Konrad nach so langer Zeit noch Personen ausfindig macht, die etwas dazu sagen können.

Der Schreibstil finde ich sehr angenehm. Alle Personen werden mit dem typischen skandinavischen "DU" angesprochen. Das kann im ersten Moment sehr gewöhnungsbedürftig sein, aber man gewöhnt sich auch schnell dran.

Erzählt wird immer wieder aus unterschiedlichen wechselnden Perspektiven, die teilweise auch nahtlos in einander übergehen. Das hat mich immer etwas verwirrt und meinen Lesefluss gestört, weil ich nicht unbedingt so schnell umdenken konnte. Wenn dazwischen Absätze gewesen wären, hätte ich es angenehmer gefunden.

Mein Fazit:
Wieder ein sehr interessanter Fall für Konrad, wo ich mich gut unterhalten gefühlt habe. Wer mal etwas ruhigeres für zwischendurch braucht, ist hier genau an der richtigen Adresse.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

kristall kristall

Veröffentlicht am 28.12.2021

Spannend

Kurz vor ihrem Tod wollte das Opfer noch den Kommissar um Hilfe anflehen, nach ihrer zur Adoption freigegebenen Tochter zu suchen. Das lässt ihm keine Ruhe und er macht sich nun auf die Suche und erfährt ... …mehr

Kurz vor ihrem Tod wollte das Opfer noch den Kommissar um Hilfe anflehen, nach ihrer zur Adoption freigegebenen Tochter zu suchen. Das lässt ihm keine Ruhe und er macht sich nun auf die Suche und erfährt dabei erschreckendes. Mir hat der Thriller sehr gut gefallen. Er spielt in Reykjavík, einer an sich schon faszinierenden Stadt und der Fall an sich trägt sein übriges zur Spannung bei. Auch das Cover und der Schreibstil sind toll. Ein faszinierender Thriller, den ich sehr gerne gelesen habe.

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fredhel fredhel

Veröffentlicht am 01.12.2021

sehr isländisch

"Tiefe Schluchten" ist schon Band 3 einer  Kommissar Konráðs-Reihe, doch für mich ist es ein erstes Bekanntwerden mit diesem Ermittler. Er befindet sich schon im Ruhestand, doch als Witwer hat er genug ... …mehr

"Tiefe Schluchten" ist schon Band 3 einer  Kommissar Konráðs-Reihe, doch für mich ist es ein erstes Bekanntwerden mit diesem Ermittler. Er befindet sich schon im Ruhestand, doch als Witwer hat er genug freie Zeit, um noch der ein oder anderen Spur zu folgen. Ganz besonders interessiert ihn der schon lange zurückliegende Tod seines kriminellen Vaters. Stück für Stück kommt er hinter dessen betrügerischen Tricks, mit denen er und sein Komplize, der übrigens als selbst ernanntes Medium fungierte, alleinstehenden Frauen das Geld aus der Tasche zog. Ganz aktuell interessiert sich Kommissar Konráð für den Tod einer älteren Frau. Valborg hatte ihn noch kurz vorher eindringlich gebeten, nach ihrem Kind zu suchen, dass sie vor langer Zeit zur Adoption weggeben hatte. Nun plagen den  Kommissar Gewissensbisse und er setzt alles daran, posthum dieses Kind zu finden. Eine schwierige Angelegenheit, denn größtenteils sind alle in Frage kommenden Leute schon verstorben.
"Tiefe Schluchten" ist kein typischer Skandinavien-Thriller. Zwar ist er mindestens genauso psychologisch und atmosphärisch dicht, aber deutlich weniger schwungvoll. Kommissar Konráð ist keiner von der schnellen Sorte, ebenso ziehen sich die Ermittlungen in die Länge. Alles wird noch gewürzt von einer typisch isländischen Spur von Übersinnlichem.
Düster und langsam, das gefällt nicht jedem. Mir jedoch schon. Es ist beeindruckend, auf welche Ideen der Kommissar kommt, um doch noch nach so langer Zeit Zeugen aufzutreiben. Die Aussagen zu einem Gesamtbild zusammenzufügen ist ebenfalls eine beachtliche Leistung. Für mich war nichts vorhersehbar. Auch wenn das Buch kein Pageturner war, so hat mich doch die Spannung nie ganz losgelassen.
Ich kann es empfehlen und danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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sunny-girl sunny-girl

Veröffentlicht am 29.11.2021

Der 3. Fall für Konrad

Der pensionierte Kommissar Konrad wird von einer Frau kontaktiert. Sie bittet ihn, ihr Kind, was sie damals zur Adoption freigegeben hat, zu suchen. Er lehnt ab. Nachdem er vom Mord an der Frau erfährt, ... …mehr

Der pensionierte Kommissar Konrad wird von einer Frau kontaktiert. Sie bittet ihn, ihr Kind, was sie damals zur Adoption freigegeben hat, zu suchen. Er lehnt ab. Nachdem er vom Mord an der Frau erfährt, bekommt er Gewissensbisse und macht sich auf die Suche. Gleichzeitig versucht er etwas über seinen Vater herauszufinden. Der Mord an ihm ist immer noch nicht aufgeklärt.
Die Handlung des Buches ist sehr komplex. Es wird zwischen den Zeiten und den Personen, aus dessen Sicht erzählt wird, hin und her gesprungen. Es gibt keine Kapitelüberschriften. Erst am Text merkt man, um welche Person es sich handelt und in welcher Zeitebene man sich gerade befindet. Deshalb muss man das Buch konzentriert lesen und sollte keine längeren Pausen machen. Der Schreibstil ist gewohnt gut. Dem Autor gelingt es, die Atmosphäre einzufangen. Auch ist die Personenbeschreibung stimmig. Nur fehlt es dem Buch komplett an Spannung. Die Handlung dümpelt vor sich hin, ist aber nicht uninteressant.
Mir hat das Buch mit einigen Abstrichen gefallen. Es ist aber nur für Liebhaber ruhiger skandinavischer Krimis geeignet.

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lielo99 lielo99

Veröffentlicht am 13.11.2021

Tiefer Winter in Island

Eigentlich wollte ja Kommissar Konráds nur noch seinen Ruhestand genießen. Er klärte genug Mordfälle auf und der Stress war für seine Gesundheit niemals gut. Was er aber von einer seiner ehemaligen Kolleginnen ... …mehr

Eigentlich wollte ja Kommissar Konráds nur noch seinen Ruhestand genießen. Er klärte genug Mordfälle auf und der Stress war für seine Gesundheit niemals gut. Was er aber von einer seiner ehemaligen Kolleginnen erfuhr, das stimmt ihn nachdenklich. Eine Frauenleiche wird in ihrer Wohnung gefunden. Der Täter durchwühlte sämtliche Schränke und warf den Inhalt etlicher Schränke auf den Boden. Allerdings übersah er einen kleinen Zettel auf dem Küchentisch. Dort stand zum Erstaunen der Ermittler die Telefonnummer ihres pensionierten Kollegen Konrád. Als dieser davon erfährt, kann er zunächst nichts mit dem Namen anfangen. Das bleibt nicht so und schlussendlich erinnert er sich. Und danach meldet sich nicht nur sein schlechtes Gewissen. Er weiß sehr genau, was diese Frau zur Kontaktaufnahme veranlasste und worum sie ihn bat. Für ihn beginnt eine Ermittlung, bei der er bis an seine Grenzen gehen muss.

Spannend aber nicht brutal, so müssen Krimis sein, die ich gerne lese. „Tiefe Schluchten“ entsprach also durchaus meinem Geschmack. Obwohl mir sehr schnell klar war, wer Täter oder Täterin war, empfand ich beim Lesen keine Langeweile. Warum nicht? Ganz einfach. Ich wollte das „Warum“ wissen, also wie es zu dieser schrecklichen Tat kam. Auch die Lebens- und Leidensgeschichte des Opfers hat der Autor mit guter Einfühlungsgabe erzählt. Es gibt einige Verdächtige und die Suche nach dem richtigen, gestaltet sich für alle Beteiligten recht schwierig. Die Spannung kommt nicht zu kurz. Auch das gefiel mir. Allerdings waren die Ausführungen dann stellenweise doch zu reichhaltig. Das Cover ist ein Hingucker und die Übersetzung verdient ein ausdrückliches Lob. Kurzum, vier Sterne gebe ich hier sehr gerne. Durch die niedrigen Temperaturen Islands und dass der Krimi zudem vor Weihnachten spielt, ist er die passende Lektüre für die kalten Tage im Herbst und Winter.

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Autor

Arnaldur Indriðason

Arnaldur Indriðason - Autor
© Gassi

Arnaldur Indriðason, 1961 geboren, graduierte 1996 in Geschichte an der University of Iceland und war Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunbladid.

Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem Erfolg seine Romane. Arnaldur Indriðasons Vater war ebenfalls Schriftsteller.

1995 begann er mit Erlendurs erstem Fall, weil er herausfinden wollte, ob er …

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